Gefahren durch Eis und Schnee
Feuerwehr warnt vor dem Betreten von Eisflächen

"Minusgrade sind keine Garantie für eine betretbare Eisfläche", warnt die Feuerwehr.
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  • "Minusgrade sind keine Garantie für eine betretbare Eisfläche", warnt die Feuerwehr.
  • Foto: Stadt Mülheim an der Ruhr
  • hochgeladen von Petra Zellhofer-Trausch

Zurzeit bilden sich an Dächern, Dachrinnen oder sonstigen Gegenständen Eiszapfen oder Schneebretter, die beim Herabstürzen zur Gefahr werden. Die Feuerwehr rät, vorsichtig zu sein und solche Bereiche zu umgehen. Beim Beseitigen von Eiszapfen oder Schneebrettern sollte man sich nicht in Gefahr begeben und im Zweifelsfall lieber eine Fachfirma  beauftragen.

Betretbare Eisflächen nicht garantiert 

Bei frostigen Temperaturen im Winter können viele Seen und Gewässer mit einer geschlossenen Eisfläche überzogen sein. Doch die Minusgrade sind noch keine ausreichende Garantie für eine betretbare Eisfläche. Je nach Temperatur und Sonneneinstrahlung kann es Wochen oder sogar Monate dauern, bis das Eis ausreichend dick ist. Erst ab einer Dicke von 20 Zentimetern können Flächen gefahrlos betreten werden.

Kinder können Gefahr nicht einschätzen

Gerade Kinder können diese Gefahr oft nicht erkennen und richtig einschätzen, da die dünnen Eisflächen schon recht stabil aussehen und am Ufer das Gewicht der Kinder halten können. Wagen sich die Kinder jedoch nur wenige Meter weiter auf die Eisflächen, kann auch für sie das Eis zur tödlichen Gefahr werden. Eltern sollten unbedingt ihre Jüngsten vor den Gefahren des Eises warnen und aufklären. Tauwetter kann die Tragfähigkeit des Eises schnell beeinträchtigen, Wasserflecken und Verfärbungen können Hinweise auf brüchige Stellen geben. Dunkle Stellen zeigen an, dass die Eisdecke dort noch zu dünn ist.

Was tun bei einem Einbruch?

Wenn es zu einem Einbruch kommt, bleiben nur wenige Minuten, um sich aus dem kalten Wasser aufs Eis zu retten. Auch ein Erwachsener mit guter Kondition hat sonst keine Chance zu überleben. Wichtig ist, sich auf der Eisfläche liegend und mit gespreizten Armen und Beinen ans Ufer zu bewegen. Zeugen eines Eiseinbruchs sollten umgehend über den Notruf 112 die Rettungskräfte der Feuerwehr alarmieren. Wenn möglich, sollten Ersthelfende vom Ufer aus mit einem Ast oder einer Leine versuchen, die eingebrochene Person zu retten.
Keinesfalls sollte das Eis betreten werden. Nach der Rettung sollten die Helfenden den Betroffenen die nasse Kleidung ausziehen und in trockene Decken oder Kleidung wickeln, damit sie vor einer weiteren Auskühlung geschützt werden.
Ist die betroffene Person bewusstlos und hat eine normale Atmung, soll sie in die stabile Seitenlage gebracht werden. Hat die bewusstlose Person keine normale Atmung, muss sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen werden, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Da es trotz aller Warnungen immer wieder zu Unfällen kommt, hat die Feuerwehr hier noch einmal die wichtigsten Verhaltensregeln für das Betreten des Eises zusammengefasst:

  • Keine Eisflächen betreten, die nicht durch die Stadt öffentlich freigegeben worden sind.
  • Eltern sollten ihre Kinder darauf hinweisen, nicht auf solchen Eisflächen zu spielen.
  • Beim Betreten von nicht freigegebenen Eisflächen besteht Lebensgefahr!
  • Auch wenn ein See anscheinend zugefroren ist, ist das Eis immer unterschiedlich dick.
  • Keine Eisflächen in der Nähe von Wassereinläufen und Fließgewässern betreten. Gefahren können auch an bewachsenen Uferzonen und auf verschneiten Eisflächen drohen.
  • Wenn trotz der Vorsichtsmaßnahmen das Eis unter einem plötzlich knistert und knackt, sollte man sich flach hinlegen und in Bauchlage Richtung Ufer robben.
  • So schnell wie möglich die Feuerwehr über den Notruf 112 alarmieren, den genauen Einsatzort beschreiben und berichten was passiert ist.
  • Im Eis eingebrochene Personen sollen sich nach Möglichkeit wenig bewegen, solange sie sich im Wasser an der Eisabbruchkante befinden.
  • Helfende sollten bei einer Rettung einen Sicherheitsabstand zur Einbruchstelle einhalten.
  • Bei der Rettung die eingebrochene Person möglichst an Gegenständen (Ast, Leine, Hosengürtel, Schal, Hockeyschläger) festhalten lassen.
  • Helfende sollten sich nicht selbst in Gefahr bringen. Mit Unterlage (Leiter, Bretter, Zaun) das Gewicht verteilen oder sich gegenseitig auf dem Bauch liegend durch eine Rettungskette sichern.

Siehe auch:
www.muelheim-ruhr.de/cms/index.php?action=auswahl&fuid=5e69213762ff67102acec3fec3a56e31

"Minusgrade sind keine Garantie für eine betretbare Eisfläche", warnt die Feuerwehr.
Bei diesen Witterungsverhältnissen kommt es vermehrt zu Feuerwehreinsätzen.
Autor:

Lokalkompass Mülheim aus Mülheim an der Ruhr

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