Letzter Dreh an der Uhr? Die Sommerzeit endet - viele wollen sie dauerhaft

Die dunkel markierte Stunde wird in der Nacht von Samstag auf Sonntag hinzugewonnen. Foto: Michael Hoch
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In der Nacht auf Sonntag, 28. Oktober, endet die mitteleuropäische Sommerzeit. Die Uhren werden um 3 Uhr eine Stunde auf 2 Uhr zurückgestellt. Ist es der letzte Dreh an der Uhr? Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) spricht sich für ein Ende der Zeitumstellung aus.

"Die große Mehrheit der Menschen will nicht mehr alle sechs Monate an den Uhren drehen, und die meisten wünschen sich eine dauerhafte Sommerzeit", erklärte Altmaier am Mittwoch in Berlin unter Verweis auf eine europaweite Umfrage. Er werde sich bei den anstehenden Treffen auf EU-Ebene dafür einsetzen, möglichst schnell Einigkeit hierüber zu erzielen.

Abschaffung der Zeitumstellung?

Im September hatte die EU-Kommission einen Vorschlag zur Abschaffung der jahreszeitlichen Zeitumstellung vorgelegt, der auf die Ergebnisse einer europaweiten Umfrage zurückging, an der sich allerdings nur rund 4,6 Millionen EU-Bürger beteiligt hatten. Es liegt auf der Hand, dass hier vor allem die Gegner der Zeitumstellung ihre Stimme abgaben. Die Kommission will die verbindliche Zeitumstellung 2019 abschaffen, sofern die Regierungen und das Europaparlament grünes Licht geben.
Dies könnte zu einem Durcheinander innerhalb Europas führen, jedes Land dürfte in der Folge für sich entscheiden. Sommerzeit in Deutschland, "Winterzeit" in Österreich - dann durchaus möglich. Aktuell gibt es in der EU schon drei Zeitzonen. In Großbritannien, Irland und Portugal gilt die "mittlere Greenwich-Zeit" (GMT). Der Zeitunterschied zwischen der Greenwich-Zeit und der mitteleuropäischen Standardzeit, die mit CET abgekürzt wird, beträgt minus eine Stunde. In 17 EU-Staaten - darunter Deutschland - ticken die Uhren nach der mitteleuropäischen Zeit. In acht weiteren Ländern gilt die osteuropäische Zeit, dort ist es eine Stunde später.

Auswirkungen für den Menschen

Durch das Zurückdrehen der Uhr erlebt der Körper, ohne dabei einen Langstreckenflug absolvieren zu müssen, einen kleinen Jetlag. Dieser macht vielen Menschen durch Müdigkeit, teilweise Schlafstörungen bis hin zu Kopfschmerzen, Gereiztheit oder gar depressiver Verstimmungen zu schaffen. Die Symptome lassen sich durch einfache Tricks minimieren. Gesundheitsexperten raten daher unter anderem zu folgenden Maßnahmen.
Nutzen sie vor allem in den ersten Tagen jede Möglichkeit Zeit unter freiem Himmel zu verbringen, um so möglichst viel natürliches Licht einzufangen.
Unterstützen sie ihre innere Uhr durch die richtige Beleuchtung zuhause. Helles Licht mit einem hohen Blauanteil (kaltweißes Licht) hemmt die Produktion des Schlafhormons Melatonin, sie werden aktiviert und wacher. Eine nicht ganz so helle Beleuchtung mit einem hohen Rotanteil (warmes Licht) nimmt nur wenig Einfluss auf die Zirbeldrüse, die das Schlafhormon Melatonin produziert, und lässt sie abends müde werden und besser schlafen.
Anstelle von Schlafmitteln lieber beruhigende Tees und/oder warme Bäder nehmen. 

Autor:

Marc Keiterling aus Mülheim an der Ruhr

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