Wintervögelfütterung
NABU Ruhr: Vögel füttern ja – aber richtig!

Worauf muss man achten, wenn man Vögel im Winter füttern möchte? Der NABU gibt Antwort.
  • Worauf muss man achten, wenn man Vögel im Winter füttern möchte? Der NABU gibt Antwort.
  • Foto: Symboldbild Angelika Wolter/pixelio.de
  • hochgeladen von Petra Zellhofer-Trausch

Im Winter lieben es viele Vogelfreunde, ihren gefiederten Gartenbewohnern mit Leckereien durch die kalte Jahreszeit zu helfen. Dies hat den schönen Nebeneffekt, dass man sich Farbe und Leben in den Garten oder an den Balkon holt und dabei die Vögel gemütlich von drinnen beobachten kann. Dagegen ist auch gar nichts zu sagen – außer, dass man leider viel falsch machen kann.

Beim Futterhäuschen hat man bereits die Qual der Wahl: Ob traditionell aus Holz in verschiedensten Stilrichtungen oder minimalistisch-funktional, aber unromantisch als Plastiksäule, ob hängend oder auf einem Ständer – die Auswahl ist riesig! Mit dem Futter geht es weiter: Welche Mischung soll man füttern, was an welche Vogelarten? Welcher Standort ist am besten? Solche Fragen gehen häufig beim NABU Ruhr ein.

Auf Sauberkeit und Qualität achten

„Wichtig ist vor allem, dass Sie auf Hygiene und Futterqualität achten“, empfiehlt Elke Brandt, 2. Vorsitzende des NABU Ruhr. Bei der Behälterwahl empfiehlt sie daher Futterspender, die das Futter vor Nässe und Witterungseinflüssen schützen, denn durch Nässe kann das Futter verderben und damit zur Ausbreitung von Krankheitserregern führen. „Am besten eignen sich daher geschlossene Futtersilos, an denen sich die Vögel außen auf einer Kante niederlassen, aber nicht durch das Futter laufen können – so wird die Verunreinigung durch Vogelkot verhindert. Wer trotzdem lieber ein offenes Futterhäuschen nutzt, sollte es täglich reinigen.“

Brot ist ein absolutes 'No-Go'

Was das Futter betrifft, ist ein gut gereinigtes Mischfutter (ambrosiasamenfrei) aus Sonnenblumenkernen, Nüssen und diversen Samen gut geeignet, denn es wird von vielen Arten angenommen. Beliebt sind auch Energieblocks mit hohem Fettgehalt.
Weichfutterfressern wie Rotkehlchen, Heckenbraunellen, Amseln und Staren kann man Rosinen, Äpfel und Haferflocken am Boden anbieten. Es sollte sich dort nur so viel Futter befinden, dass die Futterstelle bis zur Dämmerung leer gefressen ist, damit Mäuse und Ratten nicht angelockt werden. Brot ist übrigens ein absolutes No-Go, denn es quillt im Vogelmagen auf. Ebenfalls ungeeignet sind alle gewürzten und gesalzenen Lebensmittel.

Katzen und Marder nicht vergessen

Bleibt zuletzt die Frage nach dem Standort: Wenn Futterspender sich zu nah am Boden befinden oder in einem Baum hängen, werden sie gerne auch von Mäusen genutzt, die beim Klettern auf Äste erstaunlich sportlich sind. Sicherer ist eine Aufhängung an einer glatten Stange. Auch Beutegreifer wie Katzen oder Marder sollte man nicht vergessen, darum eignen sich übersichtliche, gut einsehbare Futterplätze.

Am allerwichtigsten für den Schutz einer artenreichen Vogelwelt ist aber die Erhaltung ihrer Lebensräume. „Ein naturnaher Garten mit vielen Stauden und heimischen Sträuchern ist die beste Ganzjahreshilfe für unsere gefiederten Freunde im Siedlungsbereich“, so Elke Brandt.

Links: ausführliche Tipps unter:

Autor:

Lokalkompass Mülheim aus Mülheim an der Ruhr

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