Museumslandschaft blüht in Mülheim im grünen Ruhrtal
Versteckte Perlen der Kunst in Nordrhein Westfalen - das KuMuMü nahm wieder am Event INTERNATIONALER MUSEUMSTAG teil

Die Kunststadt Mülheim - vorne der Mülheimer Stadtpark "Ruhranlage2 - idyllischer Ort und grüne Lunge für die Mülheimer Bürger
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  • Die Kunststadt Mülheim - vorne der Mülheimer Stadtpark "Ruhranlage2 - idyllischer Ort und grüne Lunge für die Mülheimer Bürger
  • Foto: Alte Postkarte um 1925 - Sammlung Kunstbibliothek Mülheim
  • hochgeladen von Alexander Ivo Franz

KUNST AN DER RUHR - KUNSTGEBIET FÜR KENNER - mehrere Kunstvereine bereichern hier die Stadtgesellschaft 

Es gibt zahlreiche Künstlergruppen und zwei private Museen in der Stadtmitte:  Museum für Fotokopie M.F.F. in der Friedrich-Ebertstraße 48 und das KuMuMü - Kulturmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3. 

Heute: Die Kunststadt Mülheim an der Ruhr

Privates Engagement ist auch in Mülheim an der Ruhr die Triebfeder, der Kunst einen entsprechenden Rahmen zu verleihen. Mit der Privatsammlung des Mülheimer Bürgermeistersohnes Robert Rheinen (1844–1920) beginnt die Museumsgeschichte und die ersten Weichen zur Kunststadt an der Ruhr werden gestellt. 1909 wird die “Kunstsammlung Rheinen“ von der Stadtverwaltung Mülheims auf Ratsbeschluss hin angekauft. Der erste hauptamtliche Direktor Werner Kruse setzt ab 1922 den Akzent auf Ausstellungen der bildenden Kunst der Gegenwart, er ist der Meinung, dies sei der richtige Ansatz für ein lebendes Museum. Werke von Karl Hofer oder Emil Nolde bilden damals den Grundstock einer bedeutenden Kollektion moderner Kunst. Das Museum wird im Zweiten Weltkrieg wird weitgehend zerstört, der Bestand jedoch gesichert. Im Jahr 1970 kann es in der Leineweberstraße Nr. 1 wieder ein eigenes Gebäude beziehen. 1981 entscheidet sich der Mülheimer Nobelpreisträger und Kunstfreund Karl Ziegler, die Kunststadt mit seiner Sammlung von Werken u.a. von Lyonel Feininger, Erich Heckel, Karl Hofer, August Macke und Emil Nolde aufzuwerten. Die Erben der Familie Ziegler vertrauen dem Museum weitere Werke mit entsprechenden Auflagen an, wesentliches Ziel von Karl Ziegler ist die „Förderung der Kunst“. Private Zustiftungen der Familie Ziegler im Jahr 2011 ergänzen die o.g. Namensliste u.a. um Werke von Max Beckmann, Paul Klee, Franz Marc und Heinriche Zille.

Als das alte Postgebäude in der Innenstadt am Synagogenplatz 1 frei wird, wird das Museum erneut verlagert - eine lange Sanierungsgeschichte beginnt, die auch heute noch nicht abgeschlossen ist.

Die Kunstsammlung Rheinen wird u.a. durch das Mülheimer Stadtarchiv in der Von-Graefe-Straße 37 verwaltet, wo nahezu 800 Jahre Mülheimer Geschichte dokumentiert sind. Seit 1994 ist das Kunstmuseum im alten Postamt der Kunststadt Mülheim “Am Synagogenplatz Nr. 1″ untergebracht und hat einen festen Stammplatz in der Museumslandschaft der Ruhrmetropole und Kulturregion Rhein/Ruhr. Im Jahr 2002 wird die “Stiftung Sammlung Ziegler” gegründet - sie gibt Leihgaben in alle Welt.

Seit 2013 kümmert sich eine weitere private Stiftung als Förderkreis um Kunst und Kunstmuseum neben den Mitgliedern des 1956 gegründeten Mülheimer Kunstvereins e.V. um die Förderung der “Kunst vor Ort für die Bürger” in einem sich rasant ändernden kulturellen Umfeld.

Junge Künstler aus dem Ruhrgebiet im Fokus

2012 wird der "Kunst- und Kunstförderverein Rhein-Ruhr kurz KKRR" in Mülheim, Ruhrstraße 3 gegründet, mit dem Ziel junge Künstler aus dem Kunstgebiet Rhein-Ruhr zu fordern und zu fördern.

Dr. Beate Ermacora (1956-2016) stellte die Weichen bis 2009 im Kunstmuseum in Mülheim. Ihr folgte als Direktorin 2009 die Kunsthistorikerin Dr. Beate Reese (*1960), die zuvor 14 Jahre am Städtischen Kunstmuseum in Würzburg tätig war,  stellvertretende Museumsleiterin im Mülheimer Kunstmuseum ist  Anja Bauer-Kersken und Kuratorin Simone Scholten die in dem kleinen aber feinen Museum der Kunststadt an der Ruhr neue Impulse setzen. Ein leestehendes Ladenkokal in der Schloßstraße dient seit 2018 als Notunterkunft - bis die ersehnte Sanierung der maroden denkmalgeschützten Poststation planmäßig etwa 2022 abgeschlossen sein wird.

Wie wird man Kunststadt?

Kunststadt ist die Adelung einer Stadt mit besonderer kultureller Ausprägung. Im Ruhrgebiet hat sich die Kunststadt Mülheim diesen Titel über viele Jahrzehnte erkämpft durch das Engagement der Mülheimer Bürgerschaft - Mäzene wie der Bürgermeistersohn Robert Rheinen oder der Nobelpreisträger Karl Ziegler, aber auch Kunstinteressierte Industrielle wie der Mülheimer Glasfabrikant Carl Nedelmann oder der Textilfabrikant Johann Caspar Troost prägen die quirlige Kunstszene in der einmaligen Stadt, die unmittelbar am Fuß liegt - im malerischen Ruhrtal, die schon immer Künstlerinnen und Künstler angezogen hat - so gibt es hier zahlreiche Künstlerkolonien, private Kunsthäuser, Maler, Bildhauer und Zeichner von Weltrang neben herausragenden Theaterpersönlichkeiten und immer neu hinzukommende Künstlerinnen und Künstler sorgen für die wichtigste Voraussetzung: Lebende, lebendige aktive Kunst ! 

Wie finde ich was und wo ?

Eine gute Übersicht liefert auch die Webseite "Kunststadt-MH.de" die viele der Kunstinstitutionen beschreibt und verlinkt hat. Dort wird regelmäßig über die aktive Kunstszene berichtet, die sich ständig verändert - vom Kunstverein oder Künstlerverein der Beiträge erhebt - bis zum freien Mülheimer Künstlerbund - MKB, der weder Beiträge oder öffentliche Zuschüsse beansprucht und bei dem es keine Aufnahmebeschränkungen für Kunstschaffende gibt. 

Immer neue Atelierhäuser, Galerien und Kunstshops kommen hinzu und bieten Kunstvielfalt für Alle.

Autor:

Alexander Ivo Franz aus Mülheim an der Ruhr

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