Radschnellweg RS1 Teilstück Eröffnung
"Wir machen jetzt Druck!" Schneller Weiterbau des RS1 ist Wunsch des Ministers

Hendrik Wüst, Verkehrsminister NRW, strahlte mit Susanne Staude (radelte gleich hinter ihm), Präsidentin der HRW, um die Wette, als er die Teilstrecke des RS1 befahren konnte.
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  • Hendrik Wüst, Verkehrsminister NRW, strahlte mit Susanne Staude (radelte gleich hinter ihm), Präsidentin der HRW, um die Wette, als er die Teilstrecke des RS1 befahren konnte.
  • Foto: PR-Foto Köhring/S
  • hochgeladen von Heike Marie Westhofen

Verkehrsminister Hendrik Wüst freut sich über RS1 Öffnung und möchte schnellen weiteren Ausbau Bei Kaiserwetter und mit Menschenmassen wurde das nächste Teilstück vom Stadtbalkon bis zum Campus der Hochschule in Broich eröffnet. Es war ein Fest für alle, die mitradelten, gingen oder eine Rede hielten.

Der bockige Aufzug, der hauptsächlich durch seine Streikhaltung viel Presse seit der Inbetriebnahme bekommen hat, überlegte es sich am Mittwoch, 15. Mai, mal anders: Er tat das, wozu er gebaut wurde und beförderte viele Räder und Menschen gegen 16.30 Uhr auf den Stadtbalkon. Dort allerdings kam es erst einmal zu einem veritablen Stau auf der Strecke. Weiterkommen unmöglich.

Mit Rädern, Kind und Hund 

Geschätzte 2000 Menschen und Räder warteten auf die Freigabe der 1,2 Kilometer Radstrecke bis zum Campus der Hochschule. Sie warteten aufs Losradeln wie mit den Hufen scharrende Pferde in den Boxen, bevor der Startschuss fällt. Eine freudig-aufgeregte Spannung lag in der Luft und jedem der Anwesenden war bewußt, an einem historischen Termin teilzunehmen.
Die Wartezeit wurde musikalisch versüßt durch Suppi Huhn und seine Kinderkönige, die unter anderem sangen "Wir fahren mit dem Fahrrad um die ganze Welt". Kein Wunder, dass die Kinder und Suppi ihr Bestes gaben, immerhin wurden sie kurz vorher von Minister Hendrik Wüst einzeln mit einem High-five-Handklatsch gewürdigt.

Gut aufgelegte Prominenz

Als Prominenter war er nicht alleine, es gab großen Bahnhof für kleine Strecke: Natürlich war OB Ulrich Scholten gekommen um zu radeln und zu reden, die Präsidentin der Hochschule, Prof. Susanne Staude radelte mit, Martin Tönnes, begeisterter Radler und vor allem Bereichsleiter Planung und stellvertretender Regionaldirektor beim Regionalverband Ruhr (RVR) in Essen, war ebenfalls mit Freude dabei. Auch Planungsdezernent Peter Vermeulen trat in die Pedalen.
Der Fahrradtroß setzte sich in Bewegung und gleich nach ein paar Metern kommt man beim architektonisch gelungenen Ruhrbalkon an, der mit seinem Blick auf die unter einem liegende Ruhr und den Bänken ein Ort zum Entspannen und Pausieren ist.
Vorbei geht es mit wildem Geklingel von vielen Rädern an der Alten Dreherei, der Camera Obscura bis auf den Campus der HRW. Dort erwartete das Restaurant Leineweber (PIA) die Gäste mit verschiedenen warmen Leckereien und Getränken, die die Stadt spendiert hatte.
Der Oberbürgermeister Ulrich Scholten betonte "Aufgrund dieser prominenten Lage wurde der Rad- und Fußweg nicht als bloßer Durchgangsraum, sondern als Hochpromenade und Mischverkehrsfläche mit Aufenthalts- und Sitzmöglichkeiten und einem Stadtbalkon geplant. Trotzdem wird mit einer durchgängigen Wegebreite von mindestens sechs Metern der hohe Standard des Radschnellweg Ruhr RS1 gehalten“, freut sich OB Scholten.
„Der Fahrradverkehr wird immer mehr auch zum Pendlerverkehr. Mehr Menschen fahren heute mit dem Fahrrad und dem Elektrorad auch zur Arbeit", sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst und freute sich darüber, dass "Das Geld, der Wunsch vieler und die Möglichkeiten für einen Ausbau des Radnetzes NRW da sei. Wir machen Druck, dass Pläne so schnell umgesetzt werden wie möglich!", versprach er.

"Fertig im Jahr 2027"

Martin Tönnes, Beigeordneter für den Bereich Planung im Regionalverband Ruhr, ist zuversichtlich, dass bis zum Jahr 2027 die 101 Kilometer lange Schnellstrecke bis Hamm fertig gebaut wird. Und Susanne Staude, Präsidentin der Hochschule, freut sich darauf, dass ihre Vision vom leeren HRW-Parkhaus und einer Generation radelnder Studenten in Kürze Realität wird. Immerhin stehe die HRW nur an diesem Platz, weil hier der RS1 gebaut werden sollte und das bei der Grundsteinlegung schon bekannt war, erzählt sie lachend. Das stimmt nicht ganz. Doch ihre Vision, dass die Hochschulen Duisburg, Bochum und Mülheim von ihren Studenten über Radwege verbunden sein werden, die liegt fast zum Greifen nah. Im Jahr 2017.

Langer Weg bis zur Eröffnung

Im Jahr 2016 wurde die fünf Kilometer lange Strecke des Radschnellwegs 1 nach jahrelanger Planung von der Stadtgrenze Essen zum Hauptbahnhof Mülheim eröffnet. Im Oktober 2017 folgte die Freigabe des 600 Meter langen Teilstücks bis zur Ruhrbrücke für den Radverkehr. Wie auch der erste Teilabschnitt verläuft der neue Teilabschnitt auf der stillgelegten Trasse und zwar hoch über Straßenniveau, denn der Radweg wird hier über das Stadtviadukt geführt. Das könnte ein Lieblings-Sonnenplätzchen mit Blick auf den Fluss werden: Der Ruhrbalkon mit Bänken ist ein Hit.

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