Tanklaster-Unfall A 40
Zwei weitere Brücken werden abgerissen

Unser Foto stammt aus den Anfangstagen der Sperrung der A 40.  Inzwischen ist die beschädigte Brücke weitgehend abgerissen., und etwa 1.350 Tonnen Bauschutt wurden mit gut 100 Sattelschleppern abtransportiert. Jetzt geht es daran, die Fahrbahn so herzurichten, dass die Sperrung am Montag aufgehoben wird.
Foto: PR-Fotografie Köhring
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  • Unser Foto stammt aus den Anfangstagen der Sperrung der A 40. Inzwischen ist die beschädigte Brücke weitgehend abgerissen., und etwa 1.350 Tonnen Bauschutt wurden mit gut 100 Sattelschleppern abtransportiert. Jetzt geht es daran, die Fahrbahn so herzurichten, dass die Sperrung am Montag aufgehoben wird.
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  • Foto: PR-Foto-Foto Köhring (Archiv)
  • hochgeladen von Reiner Terhorst

Eine schlechte Nachricht für Pendler und Autofahrer sendet die Deutsche Bahn. Gutachter haben den Abriss der rechts und links liegenden Brücken (s.Grafik) neben der bereits abgerissenen Brücke bestätigt. Auswirkungen sind 10 Tage Vollsperrung der A 40 Anfang Dezember - und das hat Auswirkungen auf den Bahnverkehr Richtung Essen.  

Nach dem schweren Unfall eines Tank-LKW auf der Autobahn A40 direkt unterhalb der Eisenbahnbrücken in Mülheim-Styrum müssen nun auch die Brücken 2 und 4 abgerissen werden. Gutachter haben bestätigt, dass die Verkehrssicherheit der Bauwerke nicht mehr gegeben ist und die Brücken für den Eisenbahnverkehr nicht freigegeben werden können. Die Schäden an den Bauwerken sind zu massiv. Eine Reparatur ist aufgrund der Hitzeeinwirkung auf Stahl und Beton nicht möglich – die Materialstruktur ist zerstört.

Material der Nachbar-Brücken zerstört

Für den Abriss der beiden Brücken und den Einbau der Hilfsbrücke für die bereits abgerissene Brücke 3 ist eine Vollsperrung der Autobahn A40 für voraussichtlich 10 Tage ab dem 4. Dezember 2020 notwendig. Die Detailplanungen und die Abstimmung mit Straßen.NRW laufen derzeit. Die DB plant die Arbeiten im Dezember rund um die ohnehin notwendige Sperrpause der Eisenbahnstrecke zwischen Essen und Duisburg vom 2. bis 7. Dezember. In dieser Zeit laufen die bereits langfristig geplanten Arbeiten für die 2. Ausbaustufe des elektronischen Stellwerks (ESTW) in Duisburg. Auch für die Abrissarbeiten ist eine Vollsperrung des Bahnverkehrs im Brückenbereich notwendig, weil wichtige Signal- und Telekommunikationskabel verlegt werden müssen. Außerdem können die Abbrucharbeiten von Brücke 2 nur bei ruhendem Zugverkehr ausgeführt werden.

Hilfsbrückenbau kommt gut voran

Gut voran kommen die Planungen für den Bau der für den Personenverkehr so wichtigen Hilfsbrücke als Ersatz für die bereits abgerissene Brücke 3. Die DB will Ende des Jahres die Hilfsbrücke einsatzbereit haben und so wesentliche Teile des Personenverkehrs in beiden Richtungen zwischen Essen und Duisburg wieder aufnehmen. Insgesamt 4 Hilfsbrücken-Elemente werden nach dem Abriss der Brücken 2 und 4 als Ersatz für Brücke 3 eingebaut. Die DB hat Abriss- und Aufbauarbeiten bestmöglich eingetaktet, um die Sperrzeit dieser wichtigen Autobahn so gering wie möglich zu halten.

Ab dem 23. Oktober starten die Bohr- und Betonarbeiten für die neuen Bohrpfähle. Rund 25 Meter tief und 1.20 Meter im Durchmesser müssen an Widerlagern und Mittelpfeiler neue Gründungen in den Boden getrieben und mit Beton verfüllt werden. Der Mittelpfeiler wird neu aufgebaut – Widerlager und Mittelpfeiler dann mit einer Stahlkonstruktion versehen, auf die dann die Hilfsbrücke montiert wird. Danach müssen noch Schotter, Schwellen und Gleise, die Oberleitung und die Signaltechnik wieder eingebaut werden.

Planungen noch am Anfang

Die Planungen für den Wiederaufbau der Brücken 2 und 4 stehen noch am Anfang. Brücke 2 liegt auf einer Güterzugstrecke. Die Brücke 4 ist für die S-Bahnverkehre der Linie S 3 zwischen Hattingen und Oberhausen sowie die Verkehre der Linie RE 49 von Wuppertal nach Wesel notwendig. 

Schon jetzt zweistelliger Millionenbetrag

Im Eisenbahnverkehr wird es ab Montag, 26. Oktober weitere Verbesserungen geben. DB Regio wird dann die Züge der Linie S 1 von Solingen über Duisburg nach Mülheim Styrum 3 mal in der Stunde im Pendelbetrieb fahren. Dadurch ergibt sich ein 20-minuten Takt. Bislang endeten die Züge in Duisburg Hbf. Eine Durchbindung der S 1 nach Essen Hbf ist aufgrund der Signaltechnik leider nicht möglich. Diese steht erst mit der Inbetriebnahme der 2. Ausbaustufe des ESTW Duisburg zur Verfügung. Deshalb müssen die Fahrgäste in Mülheim-Styrum den Zug wechseln.

Weitere Informationen zum Ersatzkonzept und einen Überblick gibt es hier.

Unser Foto stammt aus den Anfangstagen der Sperrung der A 40.  Inzwischen ist die beschädigte Brücke weitgehend abgerissen., und etwa 1.350 Tonnen Bauschutt wurden mit gut 100 Sattelschleppern abtransportiert. Jetzt geht es daran, die Fahrbahn so herzurichten, dass die Sperrung am Montag aufgehoben wird.
Foto: PR-Fotografie Köhring
Autor:

Heike Marie Westhofen aus Mülheim an der Ruhr

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