Beim Feriencamp des TSV Heimaterde steht der Spaß im Mittelpunkt

Gemeinsames Gruppenfoto mit allen Spielern und Trainern.
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  • Gemeinsames Gruppenfoto mit allen Spielern und Trainern.
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Die Sonne taucht den Fußballplatz am Finkenkamp in hellstes Licht. In der morgendlichen Hitze kicken bereits die ersten Kinder. Die Ruhe vor dem Sturm. Wenig später bevölkern 72 Nachwuchsfußballer die Anlage. Vier Tage lang absolvieren sie ein Feriencamp beim TSV Heimaterde.


Nach vielen Jahren hat der Verein diese bei Kindern beliebte Ferieneinrichtung wieder eingeführt. „Das war mir auch ein persönliches Bedürfnis“, sagt Thomas Nienhaus, neu im Jugendvorstand des TSV. Der Andrang war groß und die Plätze schon sechs Wochen vor dem Beginn des Camps belegt. „Über 72 möchten wir eigentlich nicht gehen, denn dann würde die Qualität darunter leider“; erklärt Nienhaus. Er freut sich, dass viele Mädchen dabei sind. Durch den guten Zuspruch ist auch in den kommenden Osterferien ein Camp geplant.

Im Vordergrund steht ganz klar der Spaß. „Wir machen das nicht als Talentsichtung“, verspricht Thomas Nienhaus, wenngleich auch Kinder aus anderen Mülheimer und Essener Vereinen dabei sind.

Ab neun Uhr findet am Finkenkamp bereits eine Frühbetreuung statt. Das eigentliche Camp dauert aber jeweils von zehn bis 16 Uhr. Zwischen den beiden Einheiten gibt es ein gemeinsames Mittagessen mit kindgerechten, gesunden Gerichten. Damit es nicht gleich mit vollem Magen wieder auf den Platz geht, beschäftigen sich die Talente mit einem weiteren Mittagsprogramm. „An einem Tag haben sie zum Beispiel Fußballstadien und Spieler gemalt“, erzählt Christian Schweichler. Gemeinsam mit seiner Agentur CS-Sport unterstützt er nicht nur das Camp des TSV Heimaterde, sondern auch beim VfB Speldorf und früher viele Jahre beim TuSpo Saarn.

„In Mülheim gibt es immer wieder Wiederholungstäter. In Saarn habe ich einige Kinder quasi aufwachsen sehen“, erzählt der 38-Jährige. Als Basis der Feriencamps dient das DFB-Talentförderprogramm. „Der Schwerpunkt sind verschiedene Turniere und Spielformen“, erklärt Schweichler. Dabei könnten auch spielerisch schwächere Kinder leicht integriert werden. Die Konzepte sind so aufgebaut, dass auch Torhüter und Verteidiger für erfolgreiche Aktionen Punkte gewinnen können und nicht nur die Torjäger.

Als Highlight haben die Teilnehmer die Möglichkeit, das offizielle DFB-Fußballabzeichen abzulegen. Das Abzeichen gibt es am Ende der viertägigen Veranstaltung ebenso als Erinnerung wie einen kleinen Pokal. Die Übungen dabei sind durchaus trickreich. Der Ball muss zum Beispiel an eine Bande gespielt werden und dann in Mitten eines Rechtecks liegen bleiben. Der Pass darf also weder zu lasch noch zu fest ausgeführt werden. „Das ist gar nicht so leicht wie es aussieht“, sagt Leo, sieben Jahre alt. Mit der Unterstützung ihrer Camp-Kollegen schaffen die Talente aber noch jede Aufgabe.

Autor:

Marcel Dronia aus Mülheim an der Ruhr

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