Sportverein - Sport im Verein oder vereint im Sport?
Der VfB Grün-Weiß Mülheim begegnet der corona-bedingten Isolation seiner Mitglieder mit Social-Media-Aktivitäten.

Kann für seine Lehrlinge auch zaubern: Vasily Kuznetsov
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  • Kann für seine Lehrlinge auch zaubern: Vasily Kuznetsov
  • Foto: Grün Weiß Mülheim
  • hochgeladen von Thomas Hemmelmann

Was macht eigentlich ein Sportverein, wenn die Sportstätten geschlossen sind?
Pause!
Kann man so machen.
Wer aber gewohnt ist, mehrmals in der der Woche gemeinsam mit anderen Sport zu treiben, wird sehr schnell feststellen, dass etwas fehlt. Besonders gebeutelt sind in diesen Tagen staatlich angeordneter Häuslichkeit die Eltern bewegungsaffiner Kinder. Nicht nur der Abenteuerspielplatz Schule bricht weg, nein, auch das kollektive und angeleitete Austoben in öffentlichen und privaten Sport- und Spielstätten ist gestrichen.
Weg! Von jetzt auf gleich!

Social oder physical distancing
Mindestens ebenso wichtig ist die soziale Komponente des „physical distancing“, machen wir doch alle gern gemeinsame Sache, tauschen uns aus – vom Kochrezept bis zum Tipp gegen Muskelkater. Was macht eigentlich mein Sportverein?

Training online
Vasily Kuznetsov ist Cheftrainer beim VfB Grün-Weiß Mülheim und hat eine große Fanbase bei der am schwersten betroffenen Zielgruppe, den leistungsorientierten Kindern und Jugendlichen mit Bewegungsdrang.
Die Sportart ist Badminton. Es könnte auch jede andere sein.
Kuznetsov gibt Training, jeden Tag, pünktlich um 18:00 Uhr, 45 Minuten, warm up, Kraft, Technik, Stretching. Via Instagram über den Vereinsaccount. Instagram passt zur Zielgruppe.

Facebook ist für alte Leute.
Der Satz hat mich vor Jahren schon hart getroffen. Ich bin jetzt auch auf Instagram. Man will ja mitreden können. Mithalten nur bedingt, ich habe es aber versucht.
Da bin ich nicht alleine. Die Besucherzahl auf der Seite explodiert gerade – im eigenen Verein, aber auch bundesweit, in Russland sowieso (Kuznetsov war mehrfach Russischer Meister).

Showtime
Vasily Kuznetsov verfügt nicht nur über eine brettharte Physis, sondern auch über angeborene Qualitäten als Entertainer. Da schaut man gerne mal zu (wie trainiert der eigentlich?) und macht plötzlich mit. Also – jeder wie er kann. Sieht ja keiner …

Gefilmt, kommentiert und in Struktur gehalten wird die tägliche Trainingseinheit von seiner Partnerin Lea-Lyn Stremlau, selbst A-Trainerin. Sie weiß, wovon sie redet, auch wenn sie ihrem Vasily mittels einer App im Smartphone schon mal Hundeohren aufsetzt. It‘s showtime. Gegen Ende der 45 Minuten werden noch Fragen beantwortet und es gibt lustige Hausaufgaben. Challenge heißt das heute. Kaum ist der Bildschirm schwarz, gibt es Abendbrot und dann sind die Kinder müde.
Hoffentlich.

Autor:

Thomas Hemmelmann aus Mülheim an der Ruhr

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