Dümptener forderten die Schweiz!

Abi Guettari, Jason Lindner, Murat Simsek, Chris Marco Eloundou, Frank Nierhaus
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Alljährlich zieht es die Dümptener in die Schweiz um sich mit der Spitze der Eidgenossen im olympischen Boxen zu messen.

So war es auch am Samstag, dem 16.02.2019, wieder einmal soweit und sie folgten der Einladung von „Boxen zur Bildung“ nach Bern zur einem internationalen Vergleich.

Zum mittlerweile traditionellen Meeting im legendären Mattequartier waren mit Jason Lindner, Murat Simsek und Chris Marco Eloundou direkt drei Athleten eingeladen.
Und die Fans des Boxsports, der in der bis an die Decke gefüllten Halle, kamen wieder einmal mehr voll auf ihre Kosten.

Auf Dümpter Seite lag es an Jason Lindner den sportlichen Reigen zu eröffnen. Sein Gegner im Mittelgewicht der Junioren war Goromani Visar, Boxteam Thun Oberland. Und schon der Einmarsch des Lokalmatadoren wurde frenetisch gefeiert und die Stimmung kochte.
Aber diese Kulisse schien dem jungen Dümptener wenig auszumachen genauso wenig wie das Angriffsboxen des Schweizers.

Jason machte seine Sache richtig gut und bestimmte das Geschehen. Aus einer geschlossenen Deckung heraus konnte er immer wieder schnelle Kombinationen aus Geraden der Führungs- sowie der Schlaghand heraus "an den Mann" bringen.
Er ließ viele Angriffsversuche seines Kontrahenten, der von der Menge getragen wurde und nie aufsteckte, ins Leere laufen und konnte immer wieder seinen Jab etablieren, behielt die Übersicht und war der tonangebende Mann im Ring.

Die 2:1 Niederlagen durch die Punktrichter waren mehr als fraglich und mehr dem Heimvorteil geschuldet.
Nächster im Bunde war Murat Simsek, der gegen den Südschweizer-Meister Christopher Mouafo vom Boxclub Biel in den Ring stieg.

Nachdem Murat die erste Runde abgeben musste, steigerte er sich von Runde zu Runde und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide schienen die Halbdistanz und die harten Hände „zu lieben“ und so entwickelte sich, zur Freude der Zuschauer, ein hochexplosiver Kampf.

Beide wichen keinen Zentimeter zurück, zeigten gute Körper-Kopf-Kombinationen und erhebliche Schlagserien.
Nach drei hart umkämpften Runden waren die Punkrichter gefragt, welche zu Recht die Schweizer Ecke vorne sah.
Der Hauptkampf der Veranstaltung und somit der abschließende Kampf des Abends war Chris Marco Eloundou vorbehalten, der nun im ersten Jahr der männlichen Elite startet.

Dieser Veranstaltungshöhepunk kam auch nicht von ungefähr, denn sein Kontrahent im Weltergewicht war Andri Beiner vom Boxteam Thun Oberland und es folgte ein Kampf, der alleine schon den Eintritt wert gewesen wäre.
Der sportliche Vita, des Schweizers, welcher mehr als die doppelte Kampferfahrung von „Marco“ nachweisen konnte, ist der mehrfache Gewinn der Schweizermeisterschaft sowie eine Bronzemedaille bei den Europameisterschaften zu entnehmen, auch nahm er schon an den Weltmeisterschaften teil.

Aufgrund seiner sportlichen Leistungen gehört er zum olympischen Perspektivteam der Schweizer.
Das Publikum wurde in diesem Kampf buchstäblich von den Sitzen gerissen und die Stimmung in der Halle brodelte, denn zwei furchtlose Athleten fighteten spektakulär drei Runden lang. Beide pflegten in diesem Kampf eine "flotte Gangart" und „saubere Klinge“, wobei der Sieger am Ende hätte anders heißen müssen.

Vom Gongschlag zur ersten Runde setzte Marco den Schweizer unter Druck und befand sich im permanenten Vorwärtsgang, immer wieder konnte er die erheblichen Reichweitenvorteile seines Kontrahenten durch schnelle Geraden und starke Meidbewegungen egalisieren. Durch gute Körper-Kopf-Kombinationen in der Halbdistanz setzte er dann Treffer.

Keiner wollte aufstecken und beide hielten das Tempo wahnsinnig hoch und zeigten starke Aktionen, die immer wieder mit großem Applaus quittiert wurden, wobei die Schweizer versuchten ihren Mann nach vorne zu peitschen.
Aber auch die zweite Runde gehörte Marco, der die entsprechenden Akzente setzen konnte und sich auch hier kein anderes Bild wie in der ersten Runde zeigte.

In der dritten Runde hielt es dann auch die anwesenden Zuschauer nicht mehr auf ihren Sitzen, sie wollten ihre Schützling nahezu nach vorne schreien und beide Athleten gingen noch einmal an ihre Grenzen und es zeichnete sich eine ausgeglichene Runde ab.
Weshalb der Sieg mit 2:1 in die Schweizer Ecke ging, wird ein Geheimnis bleiben, aber das war dem fachkundigem Publikum egal, denn es verabschiedete beide Athleten nach diesem Spektakel mit Standing Ovation aus dem Ring.

Marco, aber auch Jason und Murat hinterließen eine starke „Visitenkarte“ in der Schweiz.

Autor:

Frank Nierhaus aus Mülheim an der Ruhr

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