Mit einem Bein im Finale

Jan Fleckhaus, der Torschütze zum zwischenzeitlichen 3:3 umspielt den Kölner Abwehrspieler.
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  • hochgeladen von Heinz Haas

Dank gilt auch den Fans

Der HTC Uhlenhorst ist über sich hinaus gewachsen. In einem packenden, spannenden und dramatischem Spiel setzten sich die Uhlen mit 4:3 beim Titelverteidiger Rot-Weiß Köln durch. Das zweite Halbfinalspiel findet am Samstag, dem 18. Juni im heimischen Waldstadion statt.
Ausgelassene Freudentänze und Siegerstimmung pur herrschten bei den Uhlen und den vielen mitgereisten Fans nach Spielende vor. Trainer André Henning meinte: „Beim amtierenden Deutschen Meister und Top-Favoriten ein Halbfinale zu drehen ist sehr beeindruckend. Ich bin stolz auf meine Männer!“ Doch zunächst sah es nicht nach Jubelarien aus. Die Kölner lagen durch zwei verwandelte Eckentore bereits nach elf Minuten mit 2:0 vorn. Da bewahrheiteten sich die Warnungen von Trainer André Henning. Die Kölner mussten auf ihren Nationalspieler, Eckenspezialist und Superstar Christopher Zeller wegen einer Verletzung verzichten. Doch Henning hatte schon im Vorfeld gewarnt: „Die Kölner haben außer Zeller auch noch andere exzellente Eckenschützen. Die sind auch ohne Christoph Zeller gefährlich.“ Mit der 2:0-Führung für die Kölner ging es in die Pause.
Und wieder einmal hatte Henning wohl die richtige Ansprache in der Kabine getroffen.
Nach der Pause kam die Uhlen durch zwei Eckentore von Jan Philipp Rabente (45.) und Thilo Stralkowski (56.) zum 2:2-Ausgleich. Doch wieder legten die Kölner vor. Und wieder kämpften sich die Uhlen zurück. Jan Fleckhaus sorgte drei Minuten vor dem Abpfiff für den Ausgleich. Und dann folgte das Unmögliche. Ecke für den HTC Uhlenhorst Alle an den Kreis. Alle, auch Jan Gehlen. Der harte Schuss von Tobias Matania wurde noch gehalten, dann flog Abwehrchef Jan Gehlen in den Ball und schoss die Kugel volley unter die Latte – 4:3. Ende. Die Uhlen begruben Gehlen unter sich, Fans stürmten auf den Platz. 13 lange Jahre spielt Jan Gehlen jetzt schon in der 1. Bundesliga – es war sein allererstes Tor.
Trainer André Henning meinet nach dem Spiel: „Meine Jungs haben viel Wille und Charakter gezeigt. Solch ein Spiel auswärts beim Deutschen Meister und Top-Favoriten zu drehen ist sehr beeindruckend. Hier hat sich die Arbeit der letzten Wochen bezahlt gemacht. Offensiv war das in der ersten Halbzeit zunächst zu kopflos und eindimensional. Wir sind allerdings hervorragend aus der Pause gekommen. Die Jungs haben sich vieles von unserer Ansprache zu Herzen genommen. Wir freuen uns alle auf ein volles Mülheimer Waldstadion im Rückspiel. Die Unterstützung in Köln war schon grandios.“ Gleiches sagte Ralf Fleckhaus, Betreuer der 1. Mannschaft: „Im Namen von allen Spielern, den Trainern und dem Teammanager möchten wir uns für die grandiose Unterstützung bei allen mitgereisten Fans ganz herzlich bedanken!! Team Die jederzeit lautstarke Unterstützung für das Team, hat es am Schluss noch zu einem nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg gepusht. Wir haben heute alle gesehen, welch positiven Einfluss der „12.Mann“ auf eine Mannschaft haben kann, vor allem dann, wenn die Fans auch bei scheinbar aussichtslosen Rückständen weiterhin hinter der Mannschaft stehen, sie lautstark anfeuern und so die Spieler zur „zweiten Luft“ verhelfen.
Nicht ganz so zufrieden war zwangsläufig Kölns Coach Christoph Bechmann: „Ich kann meiner Mannschaft keine Vorwürfe machen. Wir hätten den Sieg verdient gehabt, aber heute haben die Schiedsrichter leider das Spiel entschieden. Wir haben Strafecken und Karten gegen uns bekommen, bis wir zurücklagen. Auch die letzte Ecke war eine Fehlentscheidung. Wir bereiten uns ein Jahr auf die deutschen Hockeyliga-Playoffs vor und werden von den Schiedsrichtern klar benachteiligt. Ein Mülheimer Schiri darf kein Halbfinale mit Mülheimer Beteiligung pfeifen, das ist einfach ein Unding.“ war der Bechmann verärgert über die Schiedsrichter-Ansetzung und –leistung. Einer der Schiedsrichter war Benjamin Göntgen. Göntgen ist Mitglied im Kahlenberger Hockey- u. Tennis-Club.
Am 18. Juni steigt das Rückspiel im Waldstadion. Anpfiff ist um 16 Uhr im Waldstadion.
Das Entscheidungsspiel (falls notwendig) geht einen Tag später, ebenfalls im Waldstadion, über die Bühne.

Autor:

Heinz Haas aus Mülheim an der Ruhr

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