Ring frei für Profiboxer

Arthur Abraham
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Nur noch wenige Stunden bis die erste Runde eingeläutet wird, dann heißt es „Ring frei!“ für King Arthur Abraham, Yoan Pablo Hernandez & Co. In der RWE Sporthalle, An den Sportstätten 6, kämpfen sie am Samstag, 12. Februar, 18.30 Uhr, um Ehre und Titel.
Gleich zwei WM-Fights stehen an diesem Abend auf dem Programm: Während Yoan Pablo Hernandez den Interims-Weltmeister Steve Herelius, er gewann im letzten Jahr gegen Firat Aslan, im Cruisergewicht(WBA) heraufordert, muss Steve Cunningham seinen IBF-Weltmeisterschaftstitel im Cruisergewicht gegen den Pflichtherausforderer Enad Licina verteidigen. Als Sahnehäubchen der Boxgala steht Arthur Abraham im Ring - ein letzter Test vor dem Halbfinale des Super Six World Boxing Classic-Turniers gegen den Amerikaner Andre Ward im Mai.
Dass der „King“, Arthur Abraham, erst im letzten Jahr zwei Niederlagen gegen Andre Dirrell und Carl Frosch einstecken musste, daran mag der Supermittelgewichtler nicht mehr denken. „Das Jahr 2010 ist für mich abgehackt, Ich schaue nur nach vorn“, gibt sich der 30-Jährige gewohnt selbsbewusst. Und so stellt er sich siegessicher der Herausforderung gegen Stjepan Bozic, den er bereits aus früheren Sparringsrunden kennt.
Einfach will es dem King der in Las Vegas lebende Kroate allerdings nicht machen: „Es wird kein leichter Job für ihn, ich meine, es wird ein verdammt schwerer Kampf für beide.“ Auch Abrahams Trainer Ulli Wegner weiß: „Leicht ist es nie. Wir boxen schließlich kein Fallobst, sondern richtige Gegner.“
„Das wird der Kampf meines Lebens“, hofft der gebürtige Kubaner Yoan Pablo Hernandez, der bei der Boxgala am Samstagabend in der RWE Sporthalle den Franzosen Steve Herelius im Cruisergewicht (WBA) herausfordert.
Auch wenn sich der französische Titelträger zuversichtlich zeigt, Hernadez‘ Trainer Ulli Wegner ist sich sicher, dass sein Schützling Hernandez als Sieger aus dem Ring steigen wird. Manager Wilfried Sauerland warnt jedoch: „Es wird schwerer, als sich das manche vorstellen.“ Schwer ist für Hernandez vor allem eines: Seit er vor sechs Jahren aus Kuba flüchtete, darf er seine Familie weder sprechen noch sehen. Er glaubt jedoch fest daran, dass sie trotzdem wissen wird, wie der bisher wichtigste Kampf in seiner Profilaufbahn ausgegangen ist.
Auf ein glückliches Ende hofft auch Steve Cunningham, der am 12. Februar seinen WBA-Gürtel im Cruisergewicht gegen Pflichtherausforderer Enad Licina verteidigen muss. „Ich halte meinen Gegner für einen beständigen Arbeiter. Er ist ein reeler Herausforderer, deshalb nehme ich den Kampf sehr ernst“, so der Profiboxer im Vorfeld. „Ich bin in guter Form, das Selbstvertrauen ist entsprechend groß“, will sich dann auch Licina nicht so einfach geschlagen geben. Respekt hat er vor dem Titelträger dennoch: „Er ist ein guter Boxer und dazu recht groß. Er hat schon namenhafte Gegner geschlagen.“ Mit Druck will er trotzdem zum Erfolg kommen. Ursprünglich sollte der Kampf bereits im Januar in Neubrandenburg stattfinden, wurde kurzfristig abgesagt.
Erstmals für das Berliner Sauerland-Team steht am Samstag der 28-jährige Gifhorner Eduard Gutknecht, seit 1995 aktiv, im Ring. Im Halbschwergewicht tritt er gegen den Ukrainer Oleksandr Cherviak an. Auch für den 27-jährigen Berliner Karo Murat gibt es an diesem Abend eine Premiere: Nachdem sein WM-Traum im Herbst letzten Jahres platzte, der Ringrichter Mark Nelson brach den Kampf in der zehnten zugunsten von Nathan Cleverly ab, steigt der Halbschwergewichtler Murat nach seiner ersten Niederlage im Profisport wieder in den Ring. Diesmal versucht er sein Glück gegen den Amerikaner Christian Cruz. Lokalmatador Francesco Pianeta, der seine ersten Jahre in Mülheim verbrachte, plant ebenfalls ein erfolgreiches Comeback. Erst im Februar letzten Jahres wurde bei ihm Hodenkrebs diagnostiziert, es folgten Operationen und Chemotherapien. Doch bereits im Dezember kehrte er in den Ring zurück, wenn auch erfolglos. Das soll sich am Samstag ändern, wenn der 26-jährige Schwergewichtler gegen den 34-jährigen Serben Samir Kurtagic kämpft. Gegner des 23-jährigen Neckarsulmer Dominik Britsch ist am Wochenende der Nordire Joe Rea. Der aufstrebende Berufsboxer im Mittelgewicht hofft natürlich auf einen Sieg - und darauf, dass der linke Mittelfinger, den er sich letztes Jahr zugezogen hatte, standhält.
Weniger Glück mit seiner Verletzung hatte Alexander Frenkel. Aufgrund einer nicht vollständig verheilten Verletzung an der Schlaghand, hat der Trainer des 25-Jährigen, Ulli Wegner, beschlossen, den Sportler vorerst nicht zum Einsatz kommen zu lassen, der Kampf entfällt also.
Wer keine Karten mehr für die Boxgala ergattern konnte, muss auf die Kämpfe dennoch nicht verzichten. Ab 22.15 Uhr werden zumindest die Hauptkämpfe mit Arthur Abraham, Yoan Pablo Hernandez und Steve Cunningham in der ARD übertragen.

Arthur Abraham
Yoan Pablo Hernandez
Autor:

Lisa Peltzer aus Oberhausen

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