Fastenbrechen und Zuckerfest in der Hamza Moschee

Der Vorstand der Islamischen Gemeinde Mülheim e.V. um Imam Mohammed Mansour (2. v.r.)
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  • Der Vorstand der Islamischen Gemeinde Mülheim e.V. um Imam Mohammed Mansour (2. v.r.)
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Am Freitag, 25. Mai, war der offizielle „Tag der Nachbarn“. Dieses Datum nutzt die Islamische Gemeinde Mülheim traditionell und lädt die Nachbarschaft in die Hamza Moschee in die Friedrichstraße 50 ein. In diesem Jahr fand das Nachbarschaftsfest im Fastenmonat Ramadan statt. Vom 16. Mai bis zum 14. Juni begehen die Muslime auf der ganzen Welt den Fastenmonat Ramadan. Ramadan ist der wichtigste und heiligste Monat für Menschen der islamischen Glaubensrichtung.

Von Claudia Leyendecker

Beim Einbruch der Dunkelheit trafen sich am Freitag Mitglieder der Gemeinde mit Mülheimer Bürgern, um gemeinsam Fastenbrechen zu begehen. Der Sonnenuntergang war für 21.33 Uhr angesagt. Zuvor hielt Imam Mohammed Mansour Grußworte an die Gäste: „Dies ist die erste öffentliche Einladung zum Fastenbrechen und damit etwas ganz Besonderes.“ Er stellte die Vielfalt seiner Gemeinde vor und die Wichtigkeit aufeinander zuzugehen, sich gegenseitig kennen zu lernen. Ein Meilenstein für Mansour ist das gegenseitige Verständnis.

Superintendent Gerald Hillebrand von der Vereinigten Evangelischen Kirchengemeinde bedankte sich für die Gastfreundschaft im Namen der gesamten Gemeinde. Immerhin gehören in Mülheim rund 47.000 Mitglieder der Evangelischen Kirche an. „Das heutige gemeinsame Feiern ist keinesfalls etwas Selbstverständliches.“ Auch für Hillebrand ist diese Einladung etwas ganz Besonderes. Er sprach in seiner Ansprache über Abraham aus dem Alten Testament und seine Begegnung mit dem Fremden und mit Gott. „Manches mag unsere Kulturen trennen, es gibt aber auch Vieles, was uns verbindet – so die Nächstenliebe und die Gastfreundschaft.“

Jan Vogelsang von der SPD war nicht das erste Mal in der Moschee zu Gast. Ihm gefällt vor allem die familiäre Atmosphäre. Nach den Ansprachen wurden die Gäste durch die Räumlichkeiten geführt. In den Kellerräumen war bereits für etwa 200 Gemeindemitglieder, darunter auch zahlreiche Kinder, eingedeckt worden und nach einem kurzen Gebet im Gemeindesaal der Hamza Moschee wurden alle Gäste fürstlich bewirtet. Da war es bereits dunkel.

Der Imam zum Fasten: „Ich persönlich fühle mich ganz leicht.“ Für Kinder und Jugendliche gibt es in unserer Gemeinde keine strengen Regeln, nur Empfehlungen. „Die Kinder können ab der 4. Klasse an Wochenende schon mal üben,“ so der Imam. Die Vorgaben geben aber immer die Eltern. Die schulische Leistung dürfe nicht beeinträchtigt sein, so der Geistliche. Schön wäre es aber, so der Imam, wenn die Sportlehrer mehr Verständnis zeigen würden. Die Kluft zwischen Lehrern und arabisch-stämmigen Schülern darf nicht größer werden, lautet sein Wunsch.

Mohammed Mansour steht seit 2000 der Moschee vor. Er hat in Marokko islamische Theologie und Arabistik studiert und in Essen Diplom-Mathematik. Er unterrichtet auch in der Moschee. Ihm ist der Austausch auch mit anderen Kulturen wichtig. Zum Ende des Ramadan lädt er daher am Samstag, 23. Juni, ab 13 Uhr auch wieder Mülheimer Bürger zum Zuckerfest in die Moschee ein.

Der Vorstand der Islamischen Gemeinde Mülheim e.V. um Imam Mohammed Mansour (2. v.r.)
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Autor:

Claudia Leyendecker aus Mülheim an der Ruhr

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