Jahresausstellung der Künstler in neuen Räumlichkeiten

Die Mülheimer Künstler stellen diesmal in der Leineweberstraße aus.
  • Die Mülheimer Künstler stellen diesmal in der Leineweberstraße aus.
  • Foto: PR-Foto Köhring
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Ab Sonntag, 26. November, veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstler in Kooperation mit dem Kunstmuseum Mülheim ihre dreiwöchige Jahresausstellung 2017/2018. Dabei präsentieren insgesamt 33 Künstler ihre aktuellen Arbeiten. Neben den 28 Altkünstlern in der Leineweberstrasse 43, präsentieren auch fünf Debütanten ihre Werke zu unterschiedlichen Themen in der Schloßstrasse 31. Eröffnet wird die Jahresausstellung am Samstag, 25. November, um 17 Uhr in der Leineweberstrasse. Nach der Begrüssung durch Oberbürgermeister Ulrich Scholten führt die Kunstmuseumsleiterin Doktor Beate Reese in die Jahresausstellung ein.

1929 gründet der damalige Museumsdirektor Doktor Werner Kruse die Jahresausstellung. Laut Stadtarchivar Kai Rawe plante der Museumsdirektor die Avantgardekunst seiner Zeit neben Althergebrachten im Museum Platz zu bieten. Die Gegenüberstellung der Gegenwartskunst mit der Stadtgeschichte sollte Kunstliebhaber und die historisch interessierten Museumsbesucher weiterbilden. Darüber hinaus bot sich für Doktor Werner Kruse auch die Möglichkeit, Mülheimer Künstlern eine Ausstellungsmöglichkeit zu bieten. Diese Tradition wird bis heute gepflegt.

Neue Räumlichkeiten

Anders als in den Jahren zuvor findet die Jahresausstellung nicht im Kunstmuseum statt. Derzeit finden dort Planungen zu Renovierungsarbeiten im nächsten Jahr statt. Da die Räumlichkeiten des Kunstmuseums bis Februar ausgebucht sind, beschloss die Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstler die Jahresausstellung vorzuziehen. „Wir hätten unsere Jahresausstellung erst im März präsentieren können“, erklärt Heiner Schmitz. „Daher sind wir froh geeignete Räumlichkeiten für unsere Jahresausstellung gefunden zu haben“.

„Mit den Räumlichkeiten der Leineweberstrasse 43 und der Schloßstrasse 31 haben wir tolle Alternativen gefunden“, ergänzt Museumsleiterin Doktor Beate Reese. „Das gibt uns die Chance die Arbeiten einmal in einem völlig anderen Kontext zu präsentieren und setzt zudem neue Akzente in der Innenstadt“. Darüber hinaus seien beide Standorte laut Doktor Beate Reese gut fussläufig erreichbar.

Erfahrung aus den 90ern nutzen

Dass alternative Räumlichkeiten für die Jahresausstellung kein Hindernis für die Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstler darstellen, zeigte sich schon 1993. Dort musste die Jahresausstellung aufgrund von Renovierungsarbeiten in das stillgelegte Solbad Raffelberg verlegt werden. Dabei stellte die Ausstellung nicht nur einen neuen Besucherrekord auf, sondern musste damals sogar um vier Wochen verlängert werden. Die Erfahrung möchte die Arbeitsgemeinschaft nutzen und versuchen auch in diesem Jahr wieder viele Kunstinteressierte anzulocken, so die Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Uwe Dieter Bleil und Heiner Schmitz.

„Auch wenn ein alternativer Standort sehr reizvoll sein kann sind wir trotzdem froh, wenn wir nach der Renovierung wieder die Tradition im Kunstmuseum fortsetzen können“, machen Heiner Schmitz und Uwe Dieter Bleil dabei deutlich.

Aufstrebende Künstler

Neben vielen bekannten Künstlern wie Marianne Goldbach, Vera Herzogenrath, Heiner Schmitz, Uwe Dieter Bleil, Peter Helmke, Sabrina Seppi, Jochen Stenschke, Anja Strobel und Ursula Vehar zeigen auch fünf aufstrebende Künstler ihre aktuellen Arbeiten bei der Jahresausstellung. In der Schloßstrasse 31 debütieren Anna Dottai, Roni Khalil, Jan Kromarek und Gaby van Emmerich. Lediglich Lukas Benedikt Schmidt ist bereits zum zweiten Mal dabei. Die fünf Künstler wurden im Oktober im Kunstmuseum durch eine Jury ausgewählt und zur Teilnahme eingeladen.

Besonders der 16-jährige Schüler Roni Khalil ist aufgeregt. „Für mich ist es eine tolle Möglichkeit meine Werke mit anderen zu teilen. Mithilfe der Kunst kann ich darstellen, was sonst nicht greifbar ist. Bei meinen beiden Bildern „Kreation“ und „Kopf hoch“ habe ich mich als Leitmotiv gefragt wer ich bin und was ist dieses Ich“. Bei „Kopf hoch“ stand Roni Khalil im Kampf mit sich selbst und machte eine schwere Zeit durch. Dabei fühlte er sich teilweise wie in Ketten gelegt, konnte aber nicht sehen dass die Freiheit auf der anderen Seite liegt. „Der Kopf von der Figur ragt teilweise über die Erde hinaus und daraus entsteht mit der Zeit eine Blume. Damit will ich zeigen dass das Leben ein Prozess ist und es weitergeht. Der zentrale Schlüssel dabei ist Geduld“.

Öffnungszeiten

Alle Interessierten können sich die Werke ab Sonntag, 26. November, bis Sonntag, 17. Dezember, anschauen. Die Geschäfte haben immer samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Darüber hinaus gibt es an den Sonntagen, 26. November und 10. Dezember, die Möglichkeit mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen. Am Sonntag, 17. Dezember, findet von 17 bis 20 Uhr die Finisage und das Künstlerfest statt. „Es ist zwar eine kleine Ausstellung, allerdings hat diese ihren Reiz“, erklärt Heiner Schmitz abschliessend.

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