MVG macht Senioren stark: Bustraining für Senioren mit neuem Konzept

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Wie komme ich mit meinem Rollator in den Bus? Wie halte ich mich richtig fest? Worauf muss ich im Straßenverkehr achten? Die Mülheimer Verkehrs Gesellschaft mbH (MVG) bietet bereits seit einiger Zeit Seniorentrainings an, um all diese Fragen zu klären.
Zusammengefasst werden in dieser Kooperation von Polizei und MVG die schon erfolgreich durchgeführten Konzepte von der EVAG und der Poilzei Essen. Eine zweigeteilte und abwechslungsreiche Mischung aus Praxis und Theorie erwartet die teilnehmenden Senioren.
Erst kürzlich führte die MVG mit der Polizei Mülheim eine Schulung für die Senioren des Sankt Engelbertus-Stifts durch. Man traf sich in der Stadthalle, wo die Teilnehmer zunächst in einer Theoriestunde Tipps und Informationen über das allgemeine Verhalten in Bus und Bahn erhielten. Dazu gehören beispielsweise das Fahrplan lesen, sich richtig festzuhalten oder sicher ein- und auszusteigen. Andreas Köhne, Leiter des pädagogischen Konzepts: „Wir wollen mit diesem speziellen Training älteren Fahrgästen die Angst vor dem öffentlichen Nahverkehr nehmen.“
Neben Senioren können auch Menschen mit Handicap teilnehmen, wie beispielsweise Sehbehinderte oder mobilitätseingeschränkte Personen. Uwe Ripke, Erster Polizeihauptkommisar von der Verkehrssicherheitsberatung, dazu: „ Mit dieser Veranstaltung wollen wir möglichst viele Leute erreichen, die Bus und Bahn nutzen. Kritische Gefahrenpunkte werden angesprochen um das Unfallrisiko so gering wie möglich zu halten. Wenn wir ältere Leute dazu kriegen das Auto stehen zu lassen, die öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und trotzdem die Mobilität gewährleistet ist, dann haben wir unser Ziel erreicht.“
In der anschließenden Praxisphase ging es dann für die Teilnehmer richtig zur Sache. Mit einem Bus wurden alle Senioren zum MVG-Betriebsgelände gefahren. Dort wurde dann das richtige Verhalten im Bus trainiert. Was passiert wenn die Bustür anfängt laut zu piepen? Muss ich dann sofort schnell aussteigen und einen möglichen Sturz in Kauf nehmen weil ich nicht mehr so schnell zu Fuß bin? Wie steige ich sicher aus dem Bus aus? Wo stelle ich meinen Rollator ab? Diese Fragen wurden ausführlich mit den Teilnehmern diskutiert und praktisch durchgeführt.
Den Abschluss dieser Trainigseinheit bildete das Bremsmanöver mit der Stunt-Puppe Bine. Hier wurde vielen erst klar, wie gefährlich es sein kann, sich nicht ordnungsgemäß auf seinen Platz zu setzen oder sich nicht sicher während der Fahrt festzuhalten. Die Folgen wären Knochenbrüche und Blessuren.
„Um Himmels Willen! Was da alles passieren kann. Da hätten wir ja nie mit gerechnet. Ein Glück, das uns heute gezeigt wurde, wie wir uns richtig verhalten müssen“, so die sehr interessierte Ursula Wintjes (83), Bewohnerin des Sankt Engelbertus-Stifts. „Dieses Seniorentraining war wirklich wunderbar. Letztes Jahr hatte ich mir meinen Arm gebrochen und konnte lange Zeit nicht mehr mit dem Bus fahren. Natürlich war ich dann bei meiner ersten Fahrt nach dem Unfall sehr unsicher und wusste nicht, wie ich mich verhalten sollte. Die Leute hier haben mich richtig gut beraten und mir die Angst genommen. Jetzt kann ich auch wieder entspannt zum Einkaufen fahren oder zum Kaffeetrinken. Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen dieses Programm mal mitzumachen.“
Maria Rienen (88), ebenfalls Bewohnerin im Engelbertus-Stift, kann diesem nur zustimmen: „Die Veranstaltung hat mir sehr sehr gut gefallen. Alle waren wirklich freundlich und zuvorkommend. Ich fühle mich jetzt sicherer und habe viel gelernt.“
Das Bustraining soll Senioren Mut machen, den Nahverkehr zu nutzen und Hemmschwellen abzubauen. „Durch die Kooperation mit der MVG, kombinieren wir beide Konzepte und können dadurch ein ganzheitliches Programm bieten“, ergänzt Andreas Köhne. Der Inhalt und Ablauf der Veranstaltung werden gemeinsam mit Pädagogen, Nahverkehrsexperten und der Polizei stetig weiterentwickelt.
Fünf Termine werden dieses Jahr noch angeboten, an denen maximal 25 Personen teilnehmen können. Interessierte können sich werktags zwischen 10 und 13 Uhr bei Andrea Graf, Tel. 0201-279-9163 anmelden. Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.mhvg.de .
HINTERGRUND:
* Der MVG-BegleitService bringt mobilitätseingeschränkte Fahrgäste sicher an ihr Ziel. Die Mitarbeiter der MVG holen Fahrgäste an ihrer Haltestelle oder auch zu Hause ab und betreuen sie auf ihrer Fahrt in Bus und Bahn.
* Ein Anruf genügt: Den MVG-Begleitservice bitte mindestens einen Tag vor dem Termin in der MVG-Servicezentrale, von 8 bis 14 Uhr, unter Tel. 4511133 bestellen.
* Der Service ist kostenlos. Ein gültiges Ticket wird jedoch vorausgesetzt.

Rolf Hensel (MVG/Kundenmanagement) hilft Ursula Wintjes (83 Jahre).
Autor:

Daniela Neumann aus Oberhausen

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