Rotes Band und Scheren für Radschnellweg RS1: Eröffnet

An die Scheren, fertig, los!
v.l. Dr. Jan Heinisch, Karola Geiß-Netthöfer, OB Ulrich Scholten
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  • An die Scheren, fertig, los!
    v.l. Dr. Jan Heinisch, Karola Geiß-Netthöfer, OB Ulrich Scholten
  • Foto: PR-Foto Köhring/SM
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Voll war es am letzten Dienstag an der Radstation am Mülheimer Hauptbahnhof um 14 Uhr. Die Stadt hatte zu der offiziellen Eröffnung des nächsten Teilabschnittes des Radschnellweges RS1 eingeladen. Er führt vom Hauptbahnhof bis zur Ruhrpromenade. Der erste Spatenstich wurde im Juni 2016 ausgeführt.

Erster Radschnellweg der Republik

Auf dem im Jahr 2002 stillgelegten und  jetzt wiedereröffneten Abschnitt der Rheinischen Bahn können sich nun Fußgänger und Radfahrer unabhängig vom innerstädtischen Verkehr bewegen. Der RS1 ist der erste Radschnellweg der Republik. Wenn er im Jahr 2020 fertiggestellt ist, wird ein 101 Kilometer Weg zwischen Hamm und Duisburg nutzbar sein. Der RS1 ist schon jetzt ein Vorzeigeprojekt der Metropole Ruhr.

Oberbürgermeister Ulrich Scholten hatte Pressevertreter und Verantwortliche eingeladen, um die neue Radstrecke auf einer Länge von circa 800 Metern für die Nutzung freizugeben. Die ersten beiden Abschnitte des RS1 von der Essener Innenstadt bis zum Mülheimer Hauptbahnhof wurden im Jahr 2015 eröffnet.

Bürger, Prominenz und Medienvertreter: Alle kamen

Es lag eine freudige Erwartung in der Luft, als sich die große Gruppe Interessierter auf den Weg zur Hochpromenade machte. Vor dem roten Band warteten schon viele Bürger mit ihren Rädern. Zügig wurde das Band von Ulrich Scholten durchschnitten. An seiner Seite Staatssekretär Dr. Jan Heinisch, der stellvertretend für das Bundesinnenministerium für Umwelt, Naturschutzund für das Ministerium für Heimat und Kommunales des Landes NRW anwesend war. Im Rahmen des integrierten Innenstadtkonzeptes und des Städtebauförderprogramms wurden für diesen Bauabschnitt von den Ministerien 3,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Ministerien und Regionalverband gaben 5,3 Millionen für den Bau

Auch der Regionalverband Ruhr stellte kommunale Eigenmittel in Höhe von 1,6 Millionen Euro für diesen Bauabschnitt zur Verfügung. Für den Regionalverband unterstützte Karola Geiß-Netthövel die Eröffnung.
Innogy sponserte auf der Hochpromenade eine E-Bike Ladestation, die kostenfrei zum Aufladen genutzt werden kann. 

Großes Medieninteresse für Vorzeigeprojekt der Metropole Ruhr

Es waren sicher 100 Interessierte, die dabei sein wollten. Der WDR hatte ein Kamerateam geschickt, RTL-Westen filmte das Spektakel und Journalisten und Fotografen drängelten im Nieselregen, um die perfekte Bildposition zu finden. Nachdem das rote Band durchschnitten war, ging es gemeinsam über die Hochpromenade bis zum Ende der Strecke. Dort warteten kleine Radler-Kuchen, heißer Kaffee von einem mobilen Stand, die Radstation sowie der ADFC mit nützlichen Infos und give aways.

Öffentliche Hand, die unter dem Budget liegt?

Stadtsprecher Volker Wiebels eröffnete die Redezeit mit den Worten: “Das glaubt ja kein Mensch, dass es die öffentliche Hand schafft, Gelder einzusparen. Doch, das geht!“ OB Scholten bestätigte, dass es mehrere hunderttausend Euro seien, die dieser Abschnitt weniger gekostet hat. „Diese Hochpromenade ist ein wichtiger Beitrag zur Belebung unserer Innenstadt. Sie ist als Mischfläche für Fußgänger und Radfahrer angelegt, mit Aufenthaltsmöglichkeiten und Sitzflächen für die Benutzer“, sagte OB Scholten.

Freundlich, hell und gut durchdacht: Die Strecke

Entlang der meterbreiten Strecke stehen seitlich einladende Holzbänke, die von unten in der Dunkelheit mit LED-Lichtern beleuchtet werden. Die LED-Beleuchtung wurde konsequent bei den Geländerhandläufen und den Stelen weitergeführt, um für Radler auch in der dunklen Zeit eine sichere und angenehme Atmosphäre zu schaffen. Auf dem schmaleren Streifen können Fußgänger flanieren, der breite ist geeignet für die Radfahrer. Rücksicht aufeinander ist da angesagt.
Seit Dienstag wird jeder Radler im Bereich der Löhstraße gezählt. Auf dem Hinweg war es die Zahl 10, die leuchtete. Eine Stunde später zeigte der Zähler 93 Räder an. Die erwartete Zahl von 2.000 bis 3.000 Rädern pro Tag scheint nicht in weiter Ferne zu liegen.

Wie es weiter geht

Die noch ausstehende Fertigstellung des Stadtbalkons wird 2018 erfolgen. Die Fertigstellung des nächsten Abschnittes des RS1 über die Ruhr nach Broich bis zur Hochschule Ruhr West soll Ende 2018 erfolgen. "Dann feiern wir hier wieder mit Ihnen," freute sich Ulrich Scholten. 

Autor:

Heike Marie Westhofen aus Mülheim an der Ruhr

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