Silvester-Bilanz von Feuerwehr und Polizei

Die Mülheimer Feuerwehr hatte viel zu tun. Foto: Feuerwehr

"Überwiegend friedlich", so beschrieb die Polizei Essen-Mülheim den Jahreswechsel 2016/2017. Nur vereinzelt kam es zu Straftaten. Da hatte die Feuerwehr schon mehr zu tun.

Die Polizei zieht eine überwiegend positive Bilanz der Sylvesternacht. Die Einsatzkräfte waren in der Nacht verstärkt worden, um auf Störungen sofort reagieren zu können. Auf Essener Gebiet wurde eine 450-Personen-starke Gruppe mit Migrationshintergrund begleitet, zudem gab es eine Strafanzeige gegen einen 16-Jährigen, der in Altendorf mit einer PTB-Waffe geschossen hatte.
Gegen 00.30 Uhr wurde die Polizei von Anwohnern in die Schreinerstraße in Mülheim gerufen. Dort hatte ein 58-jähriger Mann auf der Straße "mitgeknallt". Allerdings war im Anschluss eines Knalls immer ein metallisches Poltern zu hören. Anwohner sahen dann, wie der Mann eine Waffe einsteckte und in einem Haus verschwand. Als die Polizeibeamten den Mann befragten, sagte dieser, dass er keine Waffen besitze und auch nicht geschossen habe. Da er aber als Sportschütze bekannt und die Zeugenhinweise eindeutig waren, wurde über die Staatsanwaltschaft Duisburg die Durchsuchung der Wohnung angeordnet. Insgesamt wurden sechs Langwaffen, vier Kurzwaffen, sowie 1244 Schuss Munition sichergestellt. Vor dem Hause fanden die Beamten 28 leere Hülsen. Die Waffen und Munition wurden sichergestellt. Gegen den Schützen wurde eine Anzeige gefertigt.

103 Einsätze zählte die Feuerwehr Mülheim über Silvester. Einige schwere Verletzungen gab es durch Pyrotechnik.

An einem der einsatzreichsten Tage des Jahres wurden die diensthabenden Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr am Abend durch die Freiwillige Feuerwehr mit zwei Einsatzfahrzeugen am Standort Broich, sowie einem Einsatzfahrzeug am Standort Heißen unterstützt. Ebenso wurde der Rettungsdienst der Feuerwehr durch die beiden Hilfsorganisationen Johanniter Unfallhilfe und Deutsches Rotes Kreuz ergänzt.
In der Silvesterschicht kam es zu insgesamt 74 Rettungsdiensteinsätzen. Einige dieser Einsätze war auf übermäßigen Alkoholkonsum zurückzuführen. Leider gab es auch schlimme Verletzungen die durch unsachgemäßen Gebrauch von Pyrotechnik entstanden sind. So wurden einem Mann drei Finger abgerissen. Bei einer weiteren männlichen Person kam es zu einer Handverletzung. Ein dritter Mann wurde mit dem Verdacht eines geplatzten Trommelfells in eine Essener Spezialklinik gebracht.

Die Feuerwehr rückte zu 26 Brandeinsätzen und drei technischen Hilfeleistungen aus.

11.24 Uhr: Ein gemeldeter Gasaustritt in einem Mehrfamilienhaus an der Leibnizstraße entpuppte sich als Fehleinsatz. Ein Gaswarnmelder hatte im Kellerbereich Alarm ausgelöst. Bei Messungen im Gebäude konnte aber glücklicherweise kein ausgetretenes Gas nachgewiesen werden.

19.37 Uhr: Ein verängstigter zugelaufener Hund wird ins Tierheim gebracht.

20.12 Uhr: An der Holthauser Höfe brennt eine zirka zwei Meter hohe Hecke auf einer Breite von zirka sieben Meter. Aufgrund der starken Rauchentwicklung gab es mehrere Anrufe. Das Feuer wurde mit einem Löschrohr gelöscht.

00.45 Uhr: In einem Hotel am Tourainer Ring kam es in einem Gästezimmer zu einem Zwischenfall. Durch das Abbrennen von Wunderkerzen geriet ein Teppich in Brand. Durch diesen Vorfall löste die Brandmeldeanlage Alarm aus. Die Gäste konnten das Feuer gerade noch rechtzeitig löschen. Durch die Feuerwehr erfolgte eine Nachkontrolle des Zimmers.

01.52 Uhr: Gegen 1.50 kam es in Dümpten zu einem kurzfristigen Stromausfall. Eine Anruferin schilderte dass sie in ihrer Wohnung eine Erschütterung gespürt habe. Das Haus mit der besagten Wohnung wurde kontrolliert. Es konnten keine Schäden festgestellt werden. Des Weiteren kam es im gesamten Stadtgebiet zu 24 Bränden von Altpapiercontainer, Abfalltonnen und Kleinflächen.

Insgesamt waren 44 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und 19 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz.
Erfreulicherweise kam es in diesem Jahr nicht zu Behinderungen der Einsatzkräfte durch Beschuss von Raketen oder Böllern. Vielmehr verhielten sich die meisten Feiernden sehr korrekt beim Herannahen der Einsatzfahrzeuge und winkten diesen teilweise sogar zu.
Die Feuerwehr Mülheim sagt Danke für den umsichtigen Gebrauch des Feuerwerks und dem uns entgegengebrachten Respekt.

Autor:

Lokalkompass Mülheim aus Mülheim an der Ruhr

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