"StadtPoeten" schreiben für den Poesie-Briefkasten

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Poesie-Briefkasten in der Stadtbibliothek will Gedichte von Bürgern

Die Stadtbibliothek im MedienHaus, Synagogenplatz 3, startet am Wochenende mit einem dauerhaften Poesie-Projekt für Mülheimer. Denn Gedichte werden von Menschen jeden Alters geschrieben. Die meisten fristen ihr Dasein in einer Schublade. Das möchten Claudia vom Felde, Leiterin der Stadtbibliothek, und Susanne Junker, Bibliotheksangestellte, jetzt ändern.

Als langjährige Bibliotheksmitarbeiterin wird Susanne Junker die Projektleitung übernehmen.
Dazu braucht es einen poetisch gestalteten Briefkasten, einen Standort in der Bibliothek und viele Mülheimer, die ihre Gedichte dort einwerfen oder sie per Post an den Poesie-Briefkasten schicken. Die Idee zu diesem Projekt stammt von Heike Marie Westhofen, die sich in München von einem ähnlichen Projekt inspirieren ließ - und Lyrik liebt. Sie konnte Peter T. Schulz dafür gewinnen, den poetischen Briefkasten "ehrenamtlich" mit einem Schriftzug zu versehen.

"Dichte, gefühlvolle und oft bildreiche Sprache, das macht Gedichte aus. Und sie erreichen Leser emotional. Sie können mit dem Dichter verbinden - und mit dem eigenen Erleben"

, meint Claudia vom Felde.

In dieser politisch schwierigen und bewegten Zeit, fehlt den Menschen der Blick für die Poesie des Alltags.

Gedichte verbinden

Wer kann teilnehmen und was geschieht mit den Gedichten der "StadtPoeten"? Jeder kann teilnehmen, Kinder, Jugendliche, Erwachsene. Der Poesie-Briefkasten nimmt Lyrik auf Papier, handschriftlich oder ausgedruckt, auf Filtertüten, Bierdeckeln oder Stoff.
Sobald ein Poet ein Gedicht einwirft (oder einsendet), erteilt er der Stadtbibliothek im MedienHaus das Recht auf einen honorarfreien Abdruck. Eine fachkundige Jury wird sich in regelmäßigen Abständen zusammensetzen und monatlich soll das beste Gedicht in der Mülheimer Woche abgedruckt werden.
Geplant sind - irgendwann - eine öffentliche Lesung, thematische Lyrik-Wettbewerbe, Poesie im öffentlichen Raum und ein Gedichtband der Mülheimer "StadtPoeten".
Wie der Poesie-Briefkasten von den Mülheimern angenommen wird, das wird sich in der nahen Zukunft zeigen.
Claudia vom Felde, Susanne Junker und Heike Marie Westhofen hoffen auf mutige und schreibwütige Bürger, die den Weg zum Briefkastenschlitz finden und den Kasten reichlich füttern werden.

Der Poesie-Briefkasten wird zum ersten Mal mit Lyrik von Heike Marie Westhofen, Claudia vom Felde und Susanne Junker (von links) gefüttert. Foto: PR-Foto Köhring

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