Werbegemeinschaft lädt zum 2. Saarner Oldtimer-Cup - Anmeldungen laufen

Das Innenleben eines Cadillac Eldorado Biarritz Convertible aus dem Jahr 1959, wie ihn schon Elvis Presley fuhr.
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  • Das Innenleben eines Cadillac Eldorado Biarritz Convertible aus dem Jahr 1959, wie ihn schon Elvis Presley fuhr.
  • Foto: PR-Foto Köhring
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Wer nicht wagt, der nicht gewinnt - die Erfahrung machte erst letztes Jahr die Werbegemeinschaft Saarn mit dem 1. Oldtimer-Cup. Die Resonanz war enorm, sowohl von den Teilnehmern als auch den Zuschauern. Und so gibt es dieses Jahr den 2. Oldtimer-Cup - diesmal mit Ausfahrt.

Aus den Erfahrungen des ersten Jahres hat man gelernt. Mit Hartmut Mäurer und Klaus Bierhoff hat sich die Werbegemeinschaft zwei engagierte Experten geholt, die - ehrenamtlich - den Cup organisieren. Mäurer hat bereits als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Sparkasse die Automobilausstellungen organisiert, Bierhoff wiederum für den ADAC Mülheim Events vor allem im Oldtimerbereich auf die Beine gestellt.

"Auto-Wandern" ins Bergische

Am Sonntag, 20. September, wird gestartet. Treffpunkt ist das Autohaus Audi Wolf an der Düsseldorfer Straße, das den Cup maßgeblich mitsponsert. Schließlich stammt die Idee dazu von Inhaber Thomas Veltman. Von hier aus werden rund 90 Oldtimer eine Ausfahrt ins Bergische Land antreten, mit „charmanten, kleinen Übungen“, wie es Mäurer umschreibt, sowie einer Mittagseinkehr.
Ein Zeitlimit soll es nicht geben. Entschleunigung, so genanntes „Auto-Wandern“, steht im Vordergrund, wie Bierhoff betont.

Am Nachmittag treffen die Teilnehmer am Kirmesplatz an der Mintarder Straße ein und werden von dort aus einzeln zum Pastor-Luhr-Platz fahren, wo sie dem Publikum vorgestellt werden. Hier gibt es an diesem Tag auch ein musikalisches Programm für die Zuschauer und Lekkereien wie Currywurst, verkauft aus dem alten umgebauten Feuerwehrwagen.

Die Düsseldorfer Straße wird an diesem Tag komplett gesperrt, die Geschäfte öffnen zum verkaufsoffenen Sonntag. Auf der Straße parken die Oldtimer, abends gibt es bei VW Wolf auf der Kölner Straße die Siegerehrung mit Pokalen und anschließender Party.

Teilnehmer werden ausgesucht

Um die Zahl der Teilnehmer sorgen sich die Veranstalter nicht. „Wir werden die Teilnehmer aus allen Anmeldungen aussuchen“, erklärt Mäurer. Denn das Feld muss begrenzt werden, ansonsten sei eine solche Veranstaltung nicht mehr händelbar. Am liebsten, so Hartmut Mäurer, wolle man 90 verschiedene Oldtimer dabei haben, vom „Alltagsauto“ bis zum „Stauner-Auto“. Und aus der Umgebung sollten sie kommen.

Sicher bestaunt werden kann beim Cup zum Beispiel der alte Ford D 17 M Taunus Turnier von Eggert Kessler. Die Saarner Familie Kessler, die ein Tapetenhaus im Dorf betreibt, hat ein solches Modell viele Jahre für den Betrieb genutzt, heute fährt Eggert Kessler den Wagen aus dem Jahr 1965 aus Liebhaberei.

Mit dabei ist auch ein Audi NSU Ro80 von Norbert Bohnes aus dem Jahr 1976. Eine Zeitlang hatten die NSU einen schlechten Ruf, da das Material schnell verschliss. Das änderte sich aber nach einigen Jahren. Mit neuen Materialien erhöhte sich die Laufleistung des Wagens deutlich. Norbert Bohnes jedenfalls schwärmt von seinem Oldtimer, der noch mit dem Wankelmotor betrieben wird: „Als Techniker schätze ich den seidenweichen Lauf, wie eine Turbine. Und den hohen Fahrkomfort.“ Der Wankelmotor ist längst wieder passé, sein NSU aber läuft und läuft.

Ein echtes "Stauner-Auto"

Ein echtes „Stauner-Auto“ ist der Cadillac Eldorado Biarritz von Norbert Barthel. Sechs Meter lang und 2,10 Meter breit ist das weiße „Prachtschiff“, das der Saarner vor vier Monaten in Spanien erstanden hat. Von diesem Modell wurden im Jahr 1959 nur 1320 gebaut, in Deutschland gibt es keine 40 mehr davon. Charakteristisch sind die großen Heckflossen, die Raketendüsen nachempfunden sind. „Das war damals der amerikanische Traum, der Standards gesetzt hat, denn Dach, Türen, Sitze und Kofferraum werden elektrisch bedient,“ erklärt Barthel.

Elvis schenkte dieses Modell in Pink seiner geliebten Mutter, Marilyn Monroe räkelte sich fotowirksam auf dem Rücksitz. Sechs Personen finden auf Vorder- und Rückbänken Platz. Natürlich wird das 345 PS starke Gefährt auch spazieren gefahren - „es wäre ein Schande, dieses Wagen der Öffentlichkeit vorzuenthalten“ - aber schneller als 130 mag Barthels nicht fahren. Aber die Maße dieses Auto wird Strecken-Koordinator Bierhoff bei seiner Planung sicher berücksichtigen müssen.

Autor:

Regina Tempel aus Mülheim an der Ruhr

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