Styrum-Kalender jetzt erschienen

Der Geschichtsgesprächkreis Styrum e.V. stellt den neuen, spektakulären Styrum-Kalender vor und ehrt Ulrike Nottbohm (vorne Mitte) für ihr einzigartiges Layout.
  • Der Geschichtsgesprächkreis Styrum e.V. stellt den neuen, spektakulären Styrum-Kalender vor und ehrt Ulrike Nottbohm (vorne Mitte) für ihr einzigartiges Layout.
  • hochgeladen von Claudia Leyendecker

Styrum hat zahlreiche Kunstwerke im öffentlichen Raum vorzuweisen. Manche mussten für den neuen Stadtteil-Kalender des Styrumer Geschichtsgesprächskreises e.V. regelrecht wieder „ausgegraben“ werden, so vier Aluminiumtafeln im Park des Schlosses Styrum. Wie im Dornröschenschlaf schlummerten die Tafeln hinter starken Bewuchs. Jetzt ist der Blick wieder frei auf die Tafeln, die 1992 an der Mauer des Schlosses angebracht worden waren.

Ulrike Nottebohm von der Feldmannstiftung erhielt am vergangenen Samstag viel Beifall für ihre Idee zum diesjährigen Kalender. „Über 600 Fotos habe ich im Corona-Sommer zum Thema „Kunstobjekte in Styrum“ geschossen,“ erinnert sie sich. Und sie konnte die Mitglieder überzeugen. „Der diesjährige Kalender ist ein tolles Dokument für den Stadtteil,“ so Ulrike Nottebohm. Auch Max Schürmann wertete das Layout seiner Kollegin als ein tolles Thema für Styrum.

Das Januar-Bild vor dem Café4You stammt aus dem Jahr 1995. Zehn Jahre zuvor war die Röhrenplastik „Rostvita“, Standort Steinkamp-/Hauskampstraße, entstanden und von den Mannesmannröhren-Werken gestiftet worden – zu sehen auf der Februarseite des Kalenders. Einige der älteren Arbeiten stammen aus dem Jahre 1926: Der Brunnen „Drei Kinder und Fische“ und das Fischer-Mädchen sind am Schloss Styrum zu sehen. Gedacht wird der Skulptur im März. Vergessen werden soll auch nicht das Reliefband von Friedebert Reihl im heutigen Naturfreibad.

Wohl die berühmteste Künstlerin ist Alice Könitz mit ihrem „Türgesicht“, dass sie an ihre Kindheit in Styrum erinnerte. Das Türgesicht im Hauseingang der Moritzstraße 120 inspirierte die heute in Los Angeles lebende Künstlerin. Eine eigene Ausstellung hatte sie im Museum Alte Post in den vergangenen Jahren. Max Schürmann: „Durch den Kalender 2021 lässt sich der Stadtteil wieder neu entdecken.“ Im Frühjahr und Herbst wird das Museum jeweils Führungen zu Kunstobjekten in Styrum durchführen. Mit der Realisierung des Kalenders entwickelten sich Kooperationen mit dem Museum, der Stadt und der PIA-Stiftung.

600 Kalender sind vorbestellt

Bezirksbürgermeister Heinz-Werner Czeczatka-Simon betrachtet es als wichtige Aufgabe der BV II Finanzierungen zum Erhalt von Kulturdenkmälern für den Stadtteil voranzutreiben. 600 Styrum-Kalender sind bislang vorbestellt worden und seit Samstag in der Feldmannstiftung für 3 Euro erhältlich. Der Kalender 2020 wurde 840 Mal verkauft. Auch wenn sich der Styrumer Geschichtsgesprächskreis im November aufgrund von Corona nicht in der Feldmannstiftung treffen kann, die Mitglieder hoffen auf regelmäßige Treffen freitags wieder ab Dezember. Zur Mitarbeit an ihrem Geschichtsband 6 werden noch Interessierte gesucht. Kontakt ist herzustellen über die Feldmannstiftung.

Autor:

Claudia Leyendecker aus Mülheim an der Ruhr

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