75 Jahre Werkzeug- und Maschinenbau Georg Beyer
Sondergenehmigung Nr. 457

Auf eine 75-jährige Firmengeschichte blicken (v.l.) Thomas Kretschmer, Harald Märzenacker und Silvia Butterweck zurück. | Foto: Foto: PR-Fotografie Köhring
  • Auf eine 75-jährige Firmengeschichte blicken (v.l.) Thomas Kretschmer, Harald Märzenacker und Silvia Butterweck zurück.
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Von RuhrText

Eines der traditionsreichsten Unternehmen in Mülheim feiert in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag. Die Werkzeug- und Maschinenbau Georg Beyer GmbH hat ihren Sitz schon seit Jahrzehnten an der Neustadtstraße 30 im Stadtteil Styrum. Die Erfolgsgeschichte begann einst in der Nachkriegszeit am Rande der Mülheimer Innenstadt.

Georg Beyer gründete am 6. November 1945 seine gleichnamige Firma mit der „Sondergenehmigung Nr. 457“ der damaligen Militärregierung Mülheim-Ruhr. An der Dohne 56, direkt neben der Thyssen-Villa, stellte Beyer zunächst Spielwaren her. Aus Erzählungen des im Jahr 1999 verstorbenen Firmengründers weiß Silvia Butterweck, die seit 42 Jahren in dem Mülheimer Unternehmen arbeitet, wie mühsam es für Georg Beyer war, an Blech als Rohstoff zu gelangen: „Herr Beyer hat das Blech oft auf Bauernhöfen im Umkreis zusammengesucht.“

Aus dem kleinen Betrieb an der Dohne erwuchs schon bald eine angesehene Firma. Bereits Anfang der 1950er Jahre wurden Werkzeuge hergestellt. Silvia Butterweck: „Die Firma war eine der ersten, die Chrom-Nickel-Stahl verarbeiten konnte. Es war bei den damaligen technischen Möglichkeiten nicht einfach, diesen zu drehen. Etwa ein Jahr später folgte der Umzug auf das große Gelände an der Neustadtstraße — ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung der Firma. Die Arbeiter wohnten meist in der unmittelbaren Umgebung. In dieser Zeit entwickelte sich die Zusammenarbeit und auch ein enger Zusammenhalt mit weiteren Mülheimer Firmen.

Wichtige Personalien: Im August 1978 begann Silvia Butterweck bei der Georg Beyer GmbH mit ihrer Ausbildung zur Bürokauffrau. Zwei Monate später trat Harald Märzenacker in das Unternehmen ein. Zusammen mit Georg Beyer bildeten die beiden ab 1990 ein Gesellschafter-Trio. Nach dem Tod von Beyer kurz vor der Jahrtausendwende kauften Butterweck und Märzenacker die Firma im Jahr 2000 von dessen Erbin auf. Damit war der Fortbestand des Traditionsunternehmens gesichert. 2019 ging Harald Märzenacker in Rente. „Wir haben uns ideal ergänzt. Jeder hatte seinen Aufgabenbereich: er als Maschinenbautechniker, ich als Bürokauffrau“, erinnert sich Silvia Butterweck gern an die gemeinsame Zeit zurück.

Neuer Geschäftsführer

In diesem Jahr wechselte der Besitzer. Im April übernahm Thomas Kretschmer die Firma, der Traditionsname blieb erhalten. Kretschmer: „Die Firma Georg Beyer GmbH besitzt einen guten und bekannten Namen. Diesen haben wir daher selbstverständlich behalten.“ Die führenden Köpfe sind nun Thomas Kretschmer als Geschäftsführer, Dieter Poschmann als Betriebsleiter und Silvia Butterweck als Prokuristin sowie Jamshid Kohestani (Meister und Qualitätssicherung) und Nicole Skuppin (Einkauf).

Geblieben ist nach der Firmenübernahme in diesem Jubiläumsjahr nicht nur der Name, sondern auch der Anspruch, Maschinenteile mit höchster Qualität zu erzeugen — und das auch, wenn es mal besonders schnell gehen muss. Zuverlässigkeit und Flexibilität zeichnen die Firma beim Drehen, Fräsen, Bohren oder auch bei der Behandlung von Oberflächen aus. Das nächste Vierteljahrhundert Firmengeschichte kann kommen, die Georg Beyer GmbH ist gerüstet.

Autor:

Marcus Lemke aus Mülheim an der Ruhr

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