In Memoriam Ernst Rasche 1926-2018

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Der Bildhauer Ernst Rasche 2016 in seinem Atelier. (Foto Emons)

Der Bildhauer Ernst Rasche ist tot. Der Ruhrpreisträger des Jahres 1962 und Mitgründer der Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstler und des Mülheimer Kunstvereins ist am 4. Februar im Alter von 91 Jahren gestorben.

Als Mensch und Künstler schöpfte Rasche aus der Kraftquelle seines christlichen Glaubens. Nicht nur die Altarräume der katholischen Stadtkirche St. Mariae Geburt und der evangelischen Petrikirche tragen seine Handschrift. Das Mahnmal auf dem Jüdischen Friedhof kam ebenso aus seiner Werkstatt, wie die in den 1970er und 1980er Jahren aufgestellten Brunnenlandschaften am Rathaus und auf der Schloßstraße oder der 1991 im Saarner Klosterhof aufgestellte Marien-Brunnen. Auch jenseits der Stadtgrenzen konnte Rasche in den kirchlichen und öffentlichen Räumen von bundesweit 140 Städten Akzente setzen. Am 24. November 1926 geboren, engagierte er sich in der von den Nazis verbotenen katholischen Jugend von St. Mariae Geburt. Als Kriegsteilnehmer überlebte er die sowjetische Kriegsgefangenschaft. Beruflich trat er als Bildhauer nach seiner 1947 begonnen Ausbildung an der Kunstakademie Düsseldorf in die Fußstapfen seines Vaters und fand mit seiner Frau, der Goldschmiedin Elisabeth eine kongeniale Lebenspartnerin. Das Ehepaar Rasche schenkte zwei Söhnen das Leben, die als Architekten und Bühnenbildner, wie ihre Eltern, kreativ gestaltende Berufe ergriffen haben.

Ehrenringträger der Stadt

Seine Heimatstadt, in der er „gerne lebte“, verlieh Rasche 2017 in Anerkennung seines Lebenswerkes ihren Ehrenring und Johannes Paul II. verlieh dem Bildhauer für sein künstlerisches Schaffen im kirchlichen Raum 1990 das päpstliche Ehrenkreuz. Zu seinem 90. Geburtstag würdigte das Wilhelm-Lembruck-Museum sein künstlerisches Schaffen mit einer Werkschau. Thomas Emons
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Franziskus Firla aus Mülheim an der Ruhr | 10.02.2018 | 17:28  
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