Ausstellung im Gasometer ist eröffnet

Der Weg zum Gipfel ist beschwerlich. Doch die Aussicht entschädigt für alles. 
^Foto: Carsten Walden
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Der Kilimandscharo, Mount Rushmore, Ayers Rock, die europäischen Hochalpen oder das Dach der Welt, der Himalaya; sie alle und noch viel mehr, sind Teil der Ausstellung "Der Berg ruft". Ab Freitag, 16. März, ist diese, eine faszinierende Bergwelt umfassende Schau im Gasometer, für die Öffentlichkeit zugänglich.

VON KARIN DUBBERT

Gasometerchefin Jeanette Schmitz und Kurator Professor Peter Pachnicke ist damit wieder ein Coup gelungen. Denn selbst für Menschen, die wenig oder gar nichts mit Bergwandern oder Bergsteigen zu tun haben, ist die Ausstellung sehenswert. Die viel beschworene "Sehnsucht" und "Faszination" der Berge wird in den großformatigen Fotos und beeindruckenden Filmausschnitten spürbar. Neueste Technik, die unter anderem vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zur Verfügung gestellt worden ist, erlaubt es dem Besucher außerdem, die Bergwelt auch aus der Vogelperspektive wahrzunehmen.
Mittelpunkt dieser spektakulären Ausstellung ist das Matterhorn, vermutlich einer der berühmtesten Berge der Welt, in den Walliser Alpen. Kopfüber hängt es als Modell über der Gasdruckscheibe. Ein Blick in den darunter angebrachten Spiegel erlaubt dem Betrachter einen Blick auf den Gipfel, Krater, Täler und Schneefelder, wie ihn der Adler im Flug wahrnimmt. Selbstverständlich wird auch die Geschichte des Matterhorns und seiner Erstbesteigung am 14. Juli 1865, die in einer Tragödie mit vier Toten endete, erzählt. Ebenso wird über heilige und auch geschichtsträchtige Berge berichtet. Der Berg Sinai zum Beispiel, auf dem Moses von Gott die zehn Gebote empfangen haben soll oder der Ararat in der Türkei, auf dem Noah nach der großen Sintflut mit der Arche gestrandet ist, sind Teil der Ausstellung.
Doch nicht nur die schönen Seiten der Bergwelt werden in dieser Ausstellung gewürdigt. Der "Massen-Bergsteigertourismus" beispielsweise am Mount Everest und die damit verbundenen Hinterlassenschaften der diversen Seilschaften in den Lagern und am Berg selbst, sind ebenfalls Themen. Der wohl berühmteste Extrem-Bergsteiger der heutigen Zeit, Reinhold Messner, hat für die Ausstellung extra "Müll vom Mount Everest" zur Verfügung gestellt. Verrostete Blechdosen, Gasflaschen, Sauerstoffflaschen und anderen Unrat, den die Sherpa, ein Volk, das im Schatten des Himalaya lebt und den Bergsteigern als Träger der Ausrüstung zur Seite steht, regelmäßig nach der Bergsteiger-Saison vom Berg holen.
Auch dem Lebensraum für Tiere und Pflanzen in dünner Bergluft wird in dieser Ausstellung Platz eingeräumt. Murmeltiere, Berggämsen, Wildblumen wie die Alpenrose und das viel gerühmte "Alpenglühen" laden den Betrachter zum Verweilen ein. 

Der Weg zum Gipfel ist beschwerlich. Doch die Aussicht entschädigt für alles. 
^Foto: Carsten Walden
Die Kehrseite der Medaille: Extrem-Bergsteigertourismus im Himalaya. ^Foto: Carsten Walden
Autor:

Klaus Bednarz aus Oberhausen

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