Christoph Maria Schlingensief

Der kurze Weg zum mühsamen, ewiglichen und unvergesslichen Abschied!
Lebenswege und Zeitungsartikel.

Fotos und Zusammenstellung von Kurt-Dieter Jünger, Oberhausen 2012/13

Einleitung

„Christoph Schlingensief ist nicht tot“ schrieb Alexander Kluge in seinem Nachruf.
Die Begründung lieferte C.S. selbst, da nach seinem Verständnis das Wesen der Kunst die reale Zeit auszulöschen versucht. Letztendlich geht es um die Erschaffung einer Idee (s.Christoph Schlingensief. Herausgegeben v. Aino Laberenz: Ich weiß, ich war´s , S. 278).
Kunst war und bleibt deshalb auch nur interessant, wenn sie auf das Leben bezogen wird (ebd. S.51).
Die Unterzeichnung des Oberhausener Manifest: Papas Kino ist tot anlässlich der 8. Westdeutschen Kurzfilmtage in Oberhausen von 1962 und die Gründung der Partei Chance 2000 mit dem Slogan: Wähle Dich selbst! sind u.a.Ausdruck dieses Kunstverständnisses. Kunst und Wirklichkeit kollidieren oftmals und werden dennoch miteinander verwoben (ebd. S. 15). Die Kunst mag zwar grundsätzlich keine Probleme lösen, aber mit ihr gilt es es Neues zu entdecken und zu schaffen (ebd. S. 87).
Im Festivalmagazin der 58.Internationalen Kursfilmtage Oberhausen vom 26. April bis 1. Mai 2012 wird symbolisch mit der Kettensäge geworben.
Die Deutschlandtriologie : 100 Jahre Adolf Hitler, Das deutsche Kettennsägemassaker und Terror 2000 haben als Tenor: Zerstörung um Neues erschaffen zu können. Dieses gemeinsame Grundthema verbindet C.S. unwissentlich auch mit Ernst Jünger.
Mit dem Operndorf in Burkina Faso, Afrika entwickelte er eine Idee, eine Bühne, einen Ort an denen sich Kunst und Leben durchdringen. Das Großartigste daran ist, dass die Menschen Vorort selbst daran mitgebaut hatten und damit auch die Beuys´sche Idee einer sozialen Plastik realisierten (ebd. S. 175) . Im Rahmen der „Emscherkunst“ misslang Prof. Roland Günter und mir leider eine derartige Umsetzung und entsprechend sehen die Kunstwerke heute auch aus.
Die Wirkungsreise von Oberhausen, München, Venedig/Lido, Hotel Excellsior, Wolfgangsee, Bayreuth, Berlin, Burkina Faso und zurück ist noch nicht zu Ende.
Die endlich geglückte Oberhausener Straßenumbenennung von Pacelli in Christoph Schlingensief-Straße entlang der Herz Jesu Kirche ist ein weiterer kleiner Lebensmosaikstein.
Im Glauben und der Hoffnung auf eine gerechtere Welt in Frieden und Liebe möge der Schutzengel von Wienke Treblin alle Wesen von Alpha bis Omega begleiten.
Unterstützen Sie bitte deshalb das Operndorf mit einer Spende auf das folgende Konto:Festspielhaus Afrika GmbH, Konto-Nr. 1128578, BLZ 10070124.
Besten Dank.

Autor:

kurt-dieter Jünger aus Oberhausen

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