The BossHoss in Oberhausen
Cowboys zum Anfassen

The BossHoss.  Archivfoto: Carsten Walden
  • The BossHoss. Archivfoto: Carsten Walden
  • hochgeladen von Jörg Vorholt

Bei „Hot in herre“ wurde es wirklich extrem heiß. Stichflammen beheizten an zur Musik passenden Stellen die Bühne und Frontmann Alec Völkel zog sein weißes Unterhemd aus. Die Damenwelt kreischte beim Anblick seines tätowierten Oberkörpers, besonders als dieser sich durch die Halle auf Händen tragen ließ. Er ist schließlich ein Cowboy zum Anfassen.

Die Nähe zu den Fans wird bei Konzerten der Country-Rockband „The BossHoss“ ohnehin großgeschrieben. Am Freitagabend spielten sie in der fast ausverkauften Arena ihr vorletztes Konzert der „Black is beautiful“-Tour und luden dabei immer wieder Zuschauer auf die Bühne ein, damit diese an der extra eingerichteten Bar einem Song vom Kneipenhocker aus lauschen konnten. Sicher war es ein bemerkenswerter Anblick, denn die Zuschauer waren auf dem Aktivposten. Immer wieder klatschten sie im Takt, wedelten mit den Armen und bei der bekannten Nummer „Jolene“ tauchten sie die Halle mit ihren Handytaschenlampen in ein Lichtermeer. „Black is beautiful“ ist das achte Studioalbum, aus dem "The BossHoss" unter Anderem die Songs „In your face“, „Ayo“ und „She“ präsentierten. „Cook it up“ wurde außerdem gemeinsam mit Gaststar Seasick Steve gespielt. Natürlich spielte das Trio auch ältere Hits wie „Dos Bros“ oder „Don’t gimmie that“, die nicht minder vom Publikum gefeiert wurden. 

„The BossHoss“ gelang es, die Arena in einen Wild-West-Saloon zu verwandeln. Neben der Pyrotechnik standen auch die typischen Country-Instrumente wie Mundharmonika, Saxophon und Trompete immer wieder im Mittelpunkt. Sie vermittelten allerdings keine Melancholie, sondern uneingeschränkte Euphorie.

Fans mit Cowboy-Hüten

Es war auffällig, dass sehr viele Besucher mit Cowboy-Hüten in die Arena gekommen waren. Auf den Rängen wurde größtenteils gestanden und es wurde bei jeder Gelegenheit mitgesungen. Gerade der Anfang gelang durch viele temporeiche Stücke und lässige Übergänge. Nach knapp über zwei Stunden beendete "The BossHoss" mit „Word Up“ ein sehr gelungenes und stimmungsvolles Konzert. Bei jenem Song hoben die Cowboys geschätzte 50 Fans auf die Bühne, um mit ihnen den Abschluss zu feiern. Die Zahl derer, die im Verlauf des Konzerts mit der Band auf der Bühne standen, war am Ende fast im dreistelligen Bereich. Ein hautnahes Erlebnis. (nv)

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