Das ehemalige Pflasterstein-Mosaik Stadtwappen von Oberhausen am Grillopark.

General-Anzeiger 1956. Unser altes Stadtwappen am Grillopark. Grillostr / Schwartzstr.
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Das ehemalige Pflasterstein-Mosaik Stadtwappen von Oberhausen am Grillopark.

Hattet ihr euch nicht auch schon mal gefragt warum Oberhausen kein Mosaik-Stadtwappen hat, wie Osterfeld oder Sterkrade? Vor einigen Jahren wo ich mich intensiver für das historisches Oberhausen zu interessieren begann, kam mir der Gedanke öfters. Die vielen Bücher die ich bis jetzt gelesen habe über unser historisches Oberhausen enthielt keine Info darüber. Egal wo man nachfragte, keiner hatte eine Auskunft darüber. Durch Zufall fiel mir beim Recherchieren in unseren Stadtarchiv Oberhausen ein kleiner winziger 6 Zeilen Absatz in der Zeitung der Ruhrwacht von 1958 auf.
" Das Oberhausener Stadtwappen das auf den Bürgersteig Ecke Grillo- u. Schwartzstraße war, ist der der Rohrverlegung für das Heizkraftwerk zum Opfer gefallen. Hoffentlich versäumt man nicht, das hübsche Pflasterstein-Mosaik an der alten Stelle wiedererstehen zu lassen. Natürlich in der für Groß-Oberhausen nunmehr endgültig festgelegten Form. " 
Leider wurde es bis dato nicht gemacht. Das hat natürlich sofort unser Interesse geweckt. Hier war ein Hinweis dass es wirklich mal ein Mosaik Stadtwappen gab. Wow.
Der Text enthielt auch eine wichtige Info der Reporter sprach von der endgültig festgelegten Form.
Das bedeutete dass dieses Pflasterstein-Mosaik vor 1952 entstanden sein musste. Groß-Oberhausen war noch ein Hinweis das es nachdem Zusammenschluss der drei Städte war im Jahre 1929.
Wir schauten auf unsere Homepage www.oberhausen.de leider gab es kein Ergebnis zu dem Stadtwappen aus Pflastersteinen. Wir haben dann einige Anrufe getätigt zum Rathaus Oberhausen, aber keiner wusste etwas von diesen Wappen oder hatte Kenntnis wann es verlegt worden ist. Auch beim Tiefbauamt kam nichts zum Vorschein, es wurden auch ältere Mitarbeiter gefragt die schon in Rente waren, leider ohne Ergebnis und Bild.
Unser Anlaufpunkt bei solchen Dingen ist immer der sehr belesene und gut informierter Mitarbeiter des Stadtarchiv Herr Uecker, leider konnte es uns dieses Mal nicht weiterhelfen, das kommt ganz ganz selten vor.
Jetzt mussten natürlich etliche Jahrgänge durchforstet werden. Ich möchte nochmal darauf hinweisen, dass so etwas nicht sehr leicht ist und immer etwas Glück dazu gehört so was zu finden. Es gibt kein Inhaltsverzeichnis für geschriebene Artikel, Kurznachrichten usw. wo sollte man anfangen zu suchen.
Wir haben natürlich länger gesucht einige Wochen, aber nachher aufgehört. Man muss nach einer gewissen Zeit sich selber sagen, jetzt ist Schluss. Der Vorteil dabei ist, man lernt sehr viel über seine Stadt beim durchstöbern der alte Zeitungsberichte. Wir hatten viele Anlaufpunkte durchgekämmt 70, 75 Jahre Oberhausen, alles wurde nachgeschlagen kein Foto, kein Hinweis. Die Rathaus-Protokolle wurden durchgeblättert und und …. Die Jahrgänge 1929, 30 intensiv durchforscht. Null, nichts, kein Treffer. Hatten gedacht das das Jahr 1929 ein guter Ansatz war. Im Zuge der Kommunalen Neugliederung im Ruhrgebiet wurden am 29. Juli 1929 die Stadtkreise Oberhausen an der Ruhr, Osterfeld und Sterkrade zum neuen Stadtkreis Oberhausen (Rheinland) mit Korrekturen an den Grenzen zu den Nachbarstädten Duisburg, Mülheim an der Ruhr und Bottrop vereinigt. Seit dem Zusammenschluss trägt die Stadt den Namenszusatz (Rheinland) oder (Rhld.).
Monate, wirklich Monate später fanden wir wieder durch Zufall endlich etwas über unser Mosaik. Wir hatten eigentlich nach etwas anderen geschaut und wurden belohnt.
Das war ein Jubel wert. Ihr lacht wahrscheinlich darüber, aber es ist mühsam und manchmal ist man auch traurig, nichts zu finden. Wenn der Artikel fertig ist egal wie lang er ist, sieht man nicht wie viel Mühe, Zeit, Telefonate, Befragungen an Passanten, Bücher und Zeitungen durchwälzt worden sind, Glück ist auch wichtig für solche Recherchen ohne Datum. Wir wollen kein Fleißkärtchen dafür, es soll nur zur Info dienen.
In diesen Artikel befand sich endlich ein Bild von unserem Pflasterstein-Mosaik Stadtwappen. Wunderbar, endlich. General-Anzeiger 1956
Das Pflasterwappen wurde 1930 dort eingelegt, gleichzeitig mit dem Bau des Rathauses Oberhausen.
Das Pflasterstein-Mosaik Stadtwappen hatte noch die alte Stadtwappenform. (Siehe Bild altes Stadtwappen)
Es entspricht genau dem am 28. Dezember 1887 von den damaligen Stadtverordneten beschlossenen Wappenschild, der folgendermaßen beschrieben wurde: „ Der Schild ist herzförmig mit einer aufgesetzten Mauerkrone, das Wappen ist in drei Felder geteilt, und zwar so, dass das silberne Metall als eingeschobene Spitze die Felder in schwarzer und roter Farbe trennt. Das obere Feld rechts (links vom Beschauer) zeigt auf schwarzen Grunde den Merkurstab mit dem geflügelten Rade als Symbol des Handels und Verkehrs. Das obere Feld links (rechts vom Beschauer) zeigt im roten Felde die Embleme der Industriezweige an, welche durch das Aufblühen des Bergbaus in hiesiger Stadt heimisch geworden sind. Auf silbernen Metallgrund des eingeschobenen dritten Feldes sind die Symbole Schlägel und Eisen angebracht. Die drei Felder bringen die Trikolore des deutschen Reiches zum Ausdruck, in der Erinnerung daran, dass Oberhausen unter der glorreichen Regierung des ersten deutschen Kaisers Wilhelm I. zur Stadt erhoben wurde. Das war im Jahre 1874. Das Wappen wurde der Stadt 1888 von König Wilhelm I. von Preußen verliehen.
Bei der Zusammenlegung der Städte (Alt-Oberhausen, Osterfeld, Sterkrade) im Jahre 1929 ließ man das Stadtwappen bestehen.
Neues Stadtwappen
Auch das am 31. Oktober 1952 beschlossenen neue Stadtwappen von Groß-Oberhausen hat sich an die Überlieferung gehalten, nur dass statt der Farben Schwarz-Silber-Rot die Wappenfarben Blau-Silber-Rot gewählt wurden und der Schild jetzt eine fünftürmige Mauerkrone trägt.
Die Stadtflagge ist Blau/Weiß, bis 1996 Schwarz/Weiß/Rot.
Wir schauten wieder in etlichen alten Zeitungen diesmal noch sorgfältiger 1930,37, 49 usw. aber wir fanden kein weiteres Bild oder Daten dazu. Auch nicht bei der Eröffnung des Rathauses im Mai 1930 ist es war kein Foto dabei, das das Wappen zeigte. In keiner der Oberhausener Zeitungen.
Wahrscheinlich haben sich einige Leute in Laufe der Jahrzehnte sich auf den Wappen fotografieren lassen und diese Fotos liegen noch irgendwo in der Familien-Fotokiste. Der Grillo-Park ist ja immer stark besucht egal welches Jahrzehnt. Vielleicht hat ja ein Leser ein Foto davon, oder hat es in einen Buch gesehen!
Das Pflasterstein-Mosaik Stadtwappen ist auch auf keiner Postkarte zusehen? Weder Grillo-Park Motive oder Rathaus zeigen dieses. Warum eigentlich nicht?
Würde mich sehr freuen wenn wir mal unser Pflasterstein-Mosaik Stadtwappen zurückbekommen in der neuen Form. Vielleicht hat ja unsere Stadt ein wenig Geld übrig für unser Stadtwappen in Mosaik-
Steinpflasterform. Es wäre bestimmt ein Hingucker.
Vorschläge:
Im Grillo-Park ist genug Platz. Mit einigen Umbauarbeiten, könnte man das Pflasterstein-Mosaik Stadtwappen auch an der alten Stelle in der heutigen Form einlegen.

 Infos zum  Stadtwappen usw.

Der Schild (Plural Schilde) steht für:
Schild (Schutzwaffe), eine flache, tragbare Schutzwaffe; siehe dort auch zur Wortherkunft und Grammatik
Wappenschild, Grundbestandteil eines Wappens
Schild (Sternbild)
Schild (Geologie), großes, tektonisch stabiles Gebiet innerhalb eines Kontinents
https://www.duden.de/rechtschreibung/Schild_Schutzwaffe_Schirm

Stadtwappen:
Wappen

Stadtwappen der kreisfreien Stadt Oberhausen
Das Wappen der Stadt Oberhausen zeigt in einem durch eine silberne Spitze von Blau und Rot gespaltenen Schild, darin schräg gekreuzt ein schwarzer Schlägel und ein schwarzes Eisen (die Symbole des Bergbaus), vorne einen von zwei silbernen Schlangen umwundenen silbernen Merkurstab, hinten gekreuzt eine silberne Zange und einen silbernen Hammer, überdeckt mit einem silbernen Zahnrad. Im Oberwappen ist eine Mauerkrone mit fünf Türmen dargestellt.

Die Stadtflagge ist Blau/Weiß, bis 1996 Schwarz/Weiß/Rot.

Das Wappen wurde der Stadt bereits 1888 von König Wilhelm I. von Preußen verliehen. Allerdings war das vordere Feld zunächst schwarz statt blau. Am 21. Oktober 1952 verlieh das Innenministerium Nordrhein-Westfalen das Wappen neu in seinen heutigen Farben. Es vereint die Symbole der allgemeinen Industrie (Zahnrad und Hammer), der Hüttenwerke (Zange) und des Bergbaus (Schlägel und Eisen) mit dem Symbol für Handel und Verkehr (Merkurstab).

https://de.wikipedia.org/wiki/Oberhausen#Wappen

Im Zuge der Kommunalen Neugliederung im Ruhrgebiet wurden am 29. Juli 1929 die Stadtkreise Oberhausen an der Ruhr, Osterfeld und Sterkrade zum neuen Stadtkreis Oberhausen (Rheinland) mit Korrekturen an den Grenzen zu den Nachbarstädten Duisburg, Mülheim an der Ruhr und Bottrop vereinigt. Seit dem Zusammenschluss trägt die Stadt den Namenszusatz (Rheinland) oder (Rhld.). Dieser Zusatz ist bis heute nach Angaben des Presseamtes (1. August 2006) noch gültig. Die Einwohnerzahl von Alt-Oberhausen hatte bereits um das Jahr 1914 die 100.000-Grenze überschritten und damit Oberhausen zur Großstadt gemacht. Heute hat Oberhausen etwa 210.000 Einwohner.

Die Gebietsreform von 1929 führte dazu, dass die heutige kreisfreie Stadt Oberhausen drei gewachsene Zentren hat. Die erst Anfang der 1990er Jahre geplante „Neue Mitte“ kann heute als viertes Zentrum der Stadt gewertet werden.

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