Die ehemalige Restauration Parkhaus im Kaisergarten. Die gute Stube in Oberhausen.

Das Parkhaus it Brunnen in den 1910er. Bild Walli Wölk.
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  • Das Parkhaus it Brunnen in den 1910er. Bild Walli Wölk.
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Die ehemalige Restauration Parkhaus im Kaisergarten. Die gute Stube in Oberhausen.

  • Das Parkhaus im Kaisergarten. Die gute Stube in Oberhausen.

Eröffnet wurde die Restauration im Jahre 1903 und zerstört durch Kriegseinwirkung 1944. Die Trümmer wurden Anfang der 1950er beseitigt. Das Gebäude ist von der Baufirma Gebr. Kiefer in Duisburg erbaut worden.

  • Wo stand dieses prachtvolle Gebäude.

Das ehemalige Standort dieses Restaurant war wo heute die Pergola steht im Kaisergarten. Eingang Konrad-Adenauer-Allee. (Siehe bitte Collage)

  • Wem gehörte das Gebiet wo der Kaisergarten und dass Parkhaus entstand?

Das Areal wo sich heute der Kaisergarten befindet gehörte damals den Grafen Westerholt-Gysenberg.

  • Was war damals auf dem Gebiet des heutigen Kaisergarten bis 1897

Zu dieser befanden sich zwei Gebäude auf der Fläche. Die Hütte vom Schützenverein und ein Schießstand. Der Hammer-Kanal floss auch durch den heutigen Kaisergarten. (Siehe bitte Karte 1893). Es wurde erbaut um die Eisenhütte Neu-Essen (1791) mit Wasserkraft zu versorgen. Später wurde es zu Hammer Neu-Essen und zuletzt umgebaut als Steinfabrik (1950er). Der Hammerkanal diente der späteren GHH bis zur Begradigung der Emscher 1914. Bis dahin wurde die Kraft der Emscher benötigt für das Werk. Die wachsende Industriegesellschaft des frühen 20. Jahrhunderts lag viel daran, die Emscher zu verlegen und dabei zu kanalisieren. Immer wieder kommt es zu Überschwemmungen entlang der Emscher und die immer mehr von Abfällen der Industrie und der wachsenden Anzahl von Menschen verunreinigte Emscher. Aus dem träge mit wenig Gefälle (auf 100 km nur 81 m), und in großen Schleifen dahinfließenden, bis ins 19. Jahrhundert fischreichen und malerischen Emscher wurde ein in eine geradlinige Betonrinne gepferchter Abwasserkanal. Parallel zum Emscher-Kanal, entstand der Rhein-Herne-Kanal (1906-1914) als neue Wasserstraße für den An- und Abtransport von Rohstoffen und Industrieprodukten der stetig wachsenden Schwerindustrie des Ruhrgebietes.
Nachdem die Emscher begradigt wurde floss sie nicht mehr durch die Werke der GHH. Der diesem Jahr wurde der Rhein-Herne-Kanal eröffnet und die Emscher wurde in ihr heutiges Erscheinungsbild begradigt. Seit dieser Zeit floss die Emscher nicht mehr durch das Gebiet der GHH und am Schloss mäandert vorbei sondern wie heute begradigt. (Siehe Foto und Karte) Die Altarme der Emscher sehen wir noch immer im Kaisergarten. Diese enormen Arbeiten dauerten natürlich Jahre. Das Gebiet war alles andere als trocken so wie wir es heute kennen. Es war sumpfiges Wiesengelände. Die Emscher floss noch durch den späteren Kaisergarten.

  • Unsere Stadt erwarb das Grundstück vom Grafen Westerholt

Anfang 1896 kaufte die Stadt für 122.400 Goldmark vom Grafen Westerholt-Gysenberg ein 19 ha großes Gelände am Schloss Oberhausen. Es wurde zu Ehren des Kaisers Wilhelm I ein Denkmal gesetzt, eine Kaisereiche gepflanzt und der Park bekam den Namen Kaisergarten vorher hieß dieses Stück Schützen-Park oder Volksgarten. 1903 entstand an der damaligen Sterkrader Chaussee das Parkhaus die als Bier und Milchwirtschaft diente.

  • 1906 kam der prachtvolle Brunnen. Damals ein echter Hingucker.

Auf der Parkseite befand sich ein von einem Berliner Bildhauer ein in einem Rondell gestalteter Brunnen. Ein auf einem Felsblock sitzender Knabe, Frosch, Molch und Schildkröte zu seinen Füßen und einen wasserspeienden Delfin in den Händen. Anfang des 1. Weltkrieges wurde dann der aus Bronzeguss bestehende Brunnen eingeschmolzen. Über diesen Brunnen und die Gedenksteinen die im Kaisergarten liegen beschreiben wir in späteren Artikeln.

  • Der Teich im Kaisergarten

Im Kaisergarten befand sich ein Gondelteich mit Bootshaus. Dort konnte man ab 1901 in der Teichmitte sprühenden Springbrunnen umher rudern. Am Teich gehörte ein Verkaufsstand (Bude) und ein Verkaufsstand an der Hammerstr heute Am Kaisergarten, mit zum Parkhaus.

  • Das Areal Kaisergarten war ein Stück ursprüngliche Natur

Flurbezeichnung (Hasenkolch). 
Wir schreiben etwas ausführlicher darüber, es wäre schade wenn all die historischen Geschichten verschwinden. Vielen ist das alles was wir darüber schreiben uns eingeschlossen, unbekannt und für den ein oder anderen aber sehr interessant, und genau dafür manchen wir die Artikel. Diese Geschichten kommen nicht in den gängigen Büchern über Oberhausen vor.
Die Stadt kaufte damals ein Stück ursprüngliche Natur. Man hätte damals einen Glückstreffer gelandet. Auf alten Flurkarten wurde dieses Gebiet Hasenkolch genannt.

  • Und was ist so besonderes daran?

Der Name besagt das es sich früher um ein dichtes, bewachsendes Stück Natur handelt. Dieses Gebiet bot damals den Jäger etwas. Vor etlichen Tausend von Jahren hatten die Menschen der jüngeren Steinzeit hier ihr Jagdgebiet.

  • Woher weiß was man das?

Den Beweis fand man bei der Tieferlegung des Teiches im Kaisergarten im Jahr 1923. Ein prächtig und gut erhaltenes Steinbeil.

  • Die Karte von 1852

Die Karte von 1852 zeigt den Zustand bis zur Errichtung des Rhein-Herne-Kanals. Gegenüber des Schlosses Oberhausen war eine kleine Parkanlage mit einem Wassergraben der in kleinen Teich endete. Eine Blutbuche war dort in der Anlage bis in den 1960er.
In der Anlage des Kaisergartens im Emscherbogen ließ man einen Teil des Hasenkolch unverändert. Es war Einkünfte Eichenwald mit dichten Unterholz, der später mit anderen Bäumen durchsetzt worden ist. Wir haben ein Bild gefunden das eine Buche zeigt mit einen Umfang von 2,90 m in Brusthöhe. Sie wurde von eine Rundbank umgeben.(Siehe Foto).
In den Anfängen des Kaisergartens konnte man noch Hirsch, Reh, Fuchs und Dachs sehen. Mit der Zeit verschwanden sie, der Kaisergarten wurde immer mehr mit Freizeit und Sportanlagen bereichert. Die Menschenmassen wurden von Jahr zu Jahr mehr. In 1900er konnte man noch die zierliche Haselmaus beobachten. Die Vogelwelt war bis in den 1920er vielfältig im Kaisergarten. Ständiger Gast war die Nachtigall. Die Schau der Schau Glühwürmchen waren immer wieder ein Highlight gewesen im Kaisergarten. Nach älteren Erzählungen müssen es riesige Schwärme von Glühwürmchen gewesen sein. In folgenden Jahren verschwand immer mehr vom eigentümlichen Gebiet des Hasenkolch und heute ist nichts mehr davon vorhanden. Wir wollten es nur mal erwähnen, was es alles Mal gab im Kaisergarten gab.

  • Warum baute man das Parkhaus?

Der 1897 eingeweihte Kaisergarten, erfreute sich großer Beliebtheit. Von Jahr zu Jahr kamen immer mehr Gäste. Was fehlte war eine Restauration wo man sich hinsetzen konnte und sich gemütlichen draußen oder drinnen hinsetzen konnte, nach einen schönen Spaziergang, oder nach dem gondeln. Ein Es gab einen kleiner Ausschankbetrieb im Schützenverein dieser konnte aber nur im Sommer betrieben werden. Die Stadt war sich unschlüssig ob sie diese Räume ausbauen wollte. 1898 wurde eine Weinstube im Schloss Oberhausen errichtet. Man konnte den Aufsichtsrat und den Vorstand der Gutehoffnungshütte für sich gewinnen. Es bestand Interesse, auf der Seite der GHH. Die GHH leistete einen riesigen Betrag für die Erbauung de Restauration. 50000 Mark wurde von der GHH zur Verfügung gestellt. Die Stadt der das Parkhaus gehörte tat einen Betrag von 20000 Mark dabei, damit wurde eine Dampfheizungsanlage, Bier- und Fleischkühlanlage eingerichtet.
Hier die Spender Parkhaus.
GHH 50000 Mark
Bergbauaktiengesellschaft Concordia 3000 Mark
Aktiengesellschaft des Altenbergs (Vielle Montage) 500 Mark
für Bergbau- und Zinkhüttenbetrieb

Aktiengesellschaft für Zinkindustrie ( vorm. Wilhelm Grillo) 500 Mark
Aktiengesellschaft Oberhausener Wasserwerk 500 Mark
Von den Mitgliedern des Aufsichtsrates der Deutschen 100 Mark
Babcock & Wilcox Dampfkesselwerke, Aktiengesellschaft

Firma Richard Kühne Nachfolger 100 Mark
Fabrikbesitzer Karl Becker (Glashütte) 100 Mark

Es gab auch Sachspenden:
2 Weinkühler aus Kaiserzinn, japanische Vase von den Stadtverordneten Moelter. Eine große Anzahl Weingläser und Kelche. eine Bowle und Bowlengläser von dem Fabrikbesitzer Karl Becker.

Die Gesamtkosten für das Parkhaus lagen bei 87331,40 Mark

  • Wann wurde die Restauration Parkhaus eröffnet? Ein Riesenereignis

Eingeweiht wurde das Parkhaus am 26. September 1903. Es war ein riesiges Ereignis in unserer Stadt. Die Einweihung wurde schon Monate vorher geplant und Leute angeschrieben mit Rang und Namen. Man konnte an dem Festessen zur Einweihung des Parkhauses teilnehmen. Ein Gedeck kostete 4 Mark. Die Listen zum Eintragen lagen im Rathauskastellan, im Lokal der Gesellschaft Haideblümchen, im Lokal der Gesellschaft Verein, im Hof von Holland, in der Wirtschaft von Hilsmann, in der Wirtschaft von Holthaus, in der Wirtschaft von in der Beek. Am 22.September 1903 wurde sie geschlossen.

Ein reicher Flaggen- und Pflanzenschmuck zierte das Gebäude innen wie außen. Bei der Bevölkerung ist der Bau dieses Restaurant sehr begrüßt worden. Man hatte einen riesigen Kaisergarten aber keine Möglichkeit sich gemütlich hinzusetzen und Kaffee und Kuchen zu essen oder ein Getränk zu sich zunehmen. Auch wäre es schön wenn man Veranstaltungen dort abhalten könnte.

  • Alles was Rang und Namen hatte, kam zur Einweihung.

Eine riesige Anzahl Leuten die bei der Einweihung zu gegen sein wollten von nah und fern haben sich rund um das Parkhaus versammelt. 130 Herren aus allen Ständen fanden sich hier ein. Als Ehrengäste der waren zugegen: Regierungspräsident Schreiber und Landeshauptmann der Rheinprovinz Dr. Penvers aus Düsseldorf, Oberbürgermeister Pehr und Kommerzienrat Kiefer aus Duisburg, die Direktoren der Gutehoffnungshütte der Schenkerin des prächtigen Baues. Ziegler und Jacobi. Die Mitglieder des Aufsichtsrates der Gutehoffnungshütte Kommerzienrat Franz Haniel und August Haniel waren leider am Erscheinen verhindert und das sehr bedauert wurde. Leider konnte Herr Geheimrat Carl Lueg nicht erscheinen infolge einer Krankheit. Sie sandten aber aller telegrafischen Glückwünsche. (Siehe Fotos)
Als die Herren Regierungspräsident Schreiber und Landeshauptmann Dr. Renvers nebst Begleitung von der Gutehoffnungshütte her, vor dem Gebäude angefahren kamen wurden sie mit einem Festmarsch begrüßt der Kapella 57er aus Wesel.

  • Herr Bürgermeister Wippermann hielt die Begrüßungsrede. Worte an die Spender.

Die versammelten Herren nahmen dann vor der Terrasse des Parkhauses Aufstellung, von wo aus der Herr Oberbürgermeister Wippermann die Begrüßungsrede hielt. Nach kurzer Vorstellung der Herren Beigeordneten hielt der Oberbürgermeister von der Rampe des Restaurationsgebäudes aus eine wirkungsvolle Ansprache an die Versammelten worin er nach kurzen Danke an die Geschenkgeber (Gutehoffnungshütte, Zeche Concordia, Zinkfabrik Grillo, Vielle Montagne, Becker und Rich. Kühne Nachf. das Gebäude in das Eigentum der Stadt übernahm. Herr Oberbürgermeister geleitet den Herrn Regierungspräsidenten dann durch die die Anlagen des Kaisergartens. Erst hierauf begann das Festessen unter den Klängen der Kapelle des 57 Inf.-Reg.

  • Herr Regierungs-Präsident Schreiber hatte das Wort. Viele Worte des Lobes vielen hierbei….. Herr Bürgermeister heißt nun Herr Oberbürgermeister verliehen durch ….

Nach dem 3 Gänge führte Herr Regierungs-Präsident Schreiber etwas Folgendes aus: Mit Freuden habe ich es begrüßt, dass es mir vergönnt war, auch einmal nach Oberhausen zu kommen, und wie mir Ihre Stadt anzusehen.
Viele Worte des Lobes über die Werke der GHH sie ist der Stolz für die Deutsche Eisenindustrie. Worte des Bedauerns dass Herr Kommerzienrat Lueg nicht dabei seien wegen seiner Krankheit. Das Parkhaus ist der krönende Abschluss der Anlage Kaisergarten. Mit Befriedigung erfülle es ihm Herrn Bürgermeister des Titels Oberbürgermeister zu verleihen. Zum Schluss bat er die Gäste sich zu erheben und mit mir zu rufen: Seine Majestät unser Kaiser lebe hoch, hoch, hoch!

  • Nochmal Herr Obermeister Wippermann

Der nächste Redner war Herr Oberbürgermeister Wippermann er bedankte sich beim hochverehrten Herrn Regierungspräsidenten und allen anderen Gäste. Ganz besonders freuen wir uns über die Vertreter der Gutehoffnungshütte Herrn Jacobi und Ziegler. Wir bedauern zutiefst, dass unser Ehrenbürger Herr Geheimrat Carl Lueg infolge Erkrankung verhindert ist. Die Firma Gebr. Kiefer wurde gedankt für Ihre schwere Aufgabe das Parkhaus zu erbauen. Es war nicht immer leicht. Mit einem dreifachen Hoch auf die genannten Gäste beendete Oberbürgermeister Wippermann seine Rede.

  • Herr Landeshauptmann Dr. Renvers und Herr Oberbürgermeister Lehr von Duisburg

Herr Landeshauptmann Dr. Renvers sprach auch zu den Anwesenden. Nun folgte Herr Oberbürgermeister Lehr von Duisburg. In seiner teilweise humorvollen Rede erwähnt er die lange Zeit der guten Beziehungen zu Oberhausen. Oberhausen habe viel Glück gehabt, wie Essen durch Krupp groß geworden ist , ist Oberhausen durch GHH groß geworden. Viele lobende Worte für die GHH . Die abschließenden Worten galten den anwesenden Vertreter der GHH die Herren Jacobi und Ziegler, sie leben hoch, hoch, hoch! Herr Direktor Jacobi bedankte sich für die freundlichen Worte und hofft dass die gute Beziehung zur Stadt Oberhausen weiterhin bleiben werde. Die Stadt Oberhausen lebe hoch, hoch, hoch!

  • last but not least. Herr Beigeordneter Kirschbaum

Der letzte offizielle Toast wurde von Herrn Beigeordneten Kirschbaum auf "unsere Frauen und Mädchen " ausgebracht. Die Damen konnten leider nicht Anwesen sein weil leider die Räumlichkeiten zu beschränkt seinen um die doppelte Anzahl zu schaffen. Er begann mit den Worten wenn ich jemand hier den Vorrang einräumen sollte, so müsste es der Frau sein. Denn unseren Frauen ist die Erholung zu gönnen. Viele Worte der Leistung über die Leistung der Frauen. Wir gedenken unseren unserer Frauen und so erheben wir die Gläser, es gilt die rheinische Treue, es gilt der Jugend und dem Liebreiz, der Schönheit und Anmut! Unsere Frauen und Mädchen sie leben hoch, hoch, hoch!
Zum Schluss nahm Herr Stadtverordneter Johann Uhlenbruck das Wort in warmen Worten der Ernennung des Herrn Oberbürgermeisters zu gedenken und ein beglückendes Hoch auszubringen, worauf dieser dankend erwiderte und sein Glas der Bürgerschaft widmete.

  • Zwischen den Reden. Speisen und schöne Musik.

Zwischen den Reden und Speisegängen spielte die Musik des Oberhausener Sängerbundes unter Leitung des Meisters Steinhauer. Es wurde viele Lieder gesungen. Frau Marie Steinhauer dichtete ein Festlied hier die letzten beiden Verse des schönen Gedichtes.
Seht, von Großmut aufgebauet
Ist vollendet nun dies Haus.
Kommet alle, kommt und schauet,
Gar so stattlich sieht es aus.
Dienen soll's des Leibes Labe,
Doch auch höherm sei's geweiht
Musika und auch and're Musen
Wandeln hier in Einigkeit.

Alle ihr, die sechs der Tage
Baunt der eiserne Beruf,
Eilt vergessend eure Plage,
Froh genießt, was Wohlfahrt schuf.
Und den Männern, deren Güte
Euch ein gastlich Dach gebaut,
Das vor Wetters Wut euch Hüte,
Kling ins Ohr des Dankes Laut.

Wann der letzte der frohen Gäste aus den eleganten hohen Räumen heimwärts pilgerte wurde nicht verraten. Mitternacht fuhr die letzte Straßenbahn. Verschiedene Gäste störten sich nicht daran. Es war ein schönes Fest.

  • Beschreibung des Parkhauses.

Das im Kaisergarten errichtete Restaurationsgebäude besteht aus Keller-. Erd-und 1. Obergeschoss, sowie einem Dachgeschoss . Die Hauptfront liegt nach der Sterkrader Chaussee hin in etwa östlicher Richtung, ca. 40 Mtr hinter der Straßenflucht. Durch den Haupteingang, zu dem eine Breite Freitreppe hinaufführt, tritt man zunächst in den 3 Mtr. breiten nach hinten durch eine Glasabschlusstür abgetreten Vorflur, von hier aus gelangt man gleich links in den Garderobenraum. Dahinter liegt der Treppenaufgang zu den Stockwerken, und die Treppe, die zum Keller führt. Gegenüber im Treppenaufgang, rechts vom Vorflur, befindet sich eine 3 Mtr. breite Flügeltür, die zum großen Restaurationsraum führt, der 9,40 Mtr . langend 7,80 Mtr. ist. Mit diesem Raum steht in direkter Verbindung ein kleinerer nach hinten liegender, der wie der große, durch eine Büffetöffnung mit dem Anrichteraum in Verbindung steht. Weiter rechts schließt sich der Saal an. Dieser ist 15 Mtr. lang, 12 Mtr. breit und ca. 7 Mtr. hoch und ist nach vorne durch eine in Verblendziegeln gemauerte und mit Gesimssteinen abgedeckte Brüstung abgeschlossen, in der Mitte liegt eine breite Freitreppe. An den hinteren westlichen Gebäudeseite, liegt die durch große Glastüren sich an den Saal anschließende 25 Mtr. lange und 5 Mtr. breite Veranda, die durch die Glasfenster einen ungehinderten freien Ausblick bietet. Der Fußbodenbelag besteht aus Terrazzo. Vom Innern der Veranda führt eine Glastür über eine Freitreppe nach außen und eine festliche Tür zum hinteren Flur der Restauration der nach der hinteren Gartenseite einen Ausgang hat.
Das im Kaisergarten errichtete Restaurationsgebäude besteht aus Keller-. Erd-und 1. Obergeschoss, sowie einem Dachgeschoss . Die Hauptfront liegt nach der Sterkrader Chaussee hin in etwa östlicher Richtung, ca. 40 Mtr hinter der Straßenflucht. Durch den Haupteingang, zu dem eine Breite Freitreppe hinaufführt, tritt man zunächst in den 3 Mtr. breiten nach hinten durch eine Glasabschlusstür abgetreten Vorflur, von hier aus gelangt man gleich links in den Garderobenraum. Dahinter liegt der Treppenaufgang zu den Stockwerken, und die Treppe, die zum Keller führt. Gegenüber im Treppenaufgang, rechts vom Vorflur, befindet sich eine 3 Mtr. breite Flügeltür, die zum großen Restaurationsraum führt, der 9,40 Mtr . langend 7,80 Mtr. ist. Mit diesem Raum steht in direkter Verbindung ein kleinerer nach hinten liegender, der wie der große, durch eine Büffetöffnung mit dem Anrichteraum in Verbindung steht. Weiter rechts schließt sich der Saal an. Dieser ist 15 Mtr. lang, 12 Mtr. breit und ca. 7 Mtr. hoch und ist nach vorne durch eine in Verblendziegeln gemauerte und mit Gesimssteinen abgedeckte Brüstung abgeschlossen, in der Mitte liegt eine breite Freitreppe. An den hinteren westlichen Gebäudeseite, liegt die durch große Glastüren sich an den Saal anschließende 25 Mtr. lange und 5 Mtr. breite Veranda, die durch die Glasfenster einen ungehinderten freien Ausblick bietet. Der Fußbodenbelag besteht aus Terrazzo. Vom Innern der Veranda führt eine Glastür über eine Freitreppe nach außen und eine festliche Tür zum hinteren Flur der Restauration der nach der hinteren Gartenseite einen Ausgang hat.

Rechts neben den Treppenaufgang befindet sich der Eingang zur Damentoilette, im Flur hinten gelangt man linksseitig zur Herrentoilette. -- Der Bodenbelag der Flure, Aborte und der Anrichteräume besteht aus Terrazzo, desgleichen die Podeste der äußeren Aufgangstreppen. Der Terrazzobelag im Vorflur zeigt das städtische Wappen. Im 1. Obergeschoss liegt, gleich links vom Treppenaufgang, ein weiterer Restaurationsraum, von dem aus eine Glastür auf einen Vorbau führt der ringsum von einer massiven Brüstung eingeschlossen ist. Sämtliche Räume, sowie 2 Räume der Wohnung im Obergeschoss werden durch Niederdruckdampfheizung geheizt. außerdem sind der Saal sowie die Restaurationsräume und Anrichteräume mit Ventilatoren versehen. Durch die Glasabschlusstür, erreicht man die Wohnung des Wirtes, die aus sechs Wohnräumen besteht. Sämtliche Räume bis auf einem, sind direkt vom Flur aus zugänglich, ferner steht die Wohnung durch eine Glastür mit dem Holzzementdach in Verbindung. Dies ist in der Hinterfront durch 2 massive Brüstungen geschlossen. Im Dachgeschoss befinden sich außer ein geräumiger Trockenboden 4 Schlafräume- für das Personal. Im Kellergeschoss kommt man aus dem Flur gerade aus in die 7 m lange und 5,50 m breite Küche; danebenliegt durch eine Tür von der Küche aus zugänglich die Spülküche, von der durch Keller, hinten unter der Veranda, eine besondere Treppe nach außen führt. Von der Spülküche aus kommt man in den Heizkeller, der unter dem Saal liegt. Außer beim Wirtschaftskeller, in der Speisekammer befindet sich hinten eine Bierkühlanlage, sowie der Weinkeller, von der Bierkühlanlage und dem Weinkeller führen Treppenaufgänge nach außen. Der unter dem Saal befindliche freie Raum soll zum Aufbewahren von Gartenmöbel dienen, ferner ist unter ihr eine von außen zugängliche Bedürfnisanlage eingerichtet. Die Fußböden des Flures , Küche. Speisekammer und Spülküche sind mit weißen und roten Tonplatten belegt. Die äußeren Fronten sind teils mit roten Blendziegeln verblendet, teils glatt verputzt, sowie mit hellen wetterfesten Anstrich versehen. Die Dachflächen, sowie die des Turmes sind mit naturroten Falzziegeln zugedeckt, ebenso die Dachluken und Dachhäuschen. Die Beleuchtung inwendig wird durch Gas bewerkstelligt. Bis zum Dachgeschoss ist die Wasserleitung angelegt und auf dem Flur des Dachgeschosses ist ein Wandbrunnen angebracht. Auf der Skizze sind die angegebenen Räume vermerkt Figur 1 zeigt uns das Erdgeschoss. Figur 2 das Obergeschoss. Das unter dem Erdgeschoss liegende Kellergeschoss deckt sich im Allgemeinen mit den Raumverhältnissen am Erdgeschoss, nur sind diese, ihren Zweck entsprechend, etwas anders eingeteilt. Ähnlich verhält es sich mit dem Dachgeschoss. Das Gebäude ist von der Baufirma Gebr. Kiefer in Duisburg erbaut und macht dieser aller Ehre.

  • Allgemeines und Geschichten zum Parkhaus

Das Parkhaus hat immer wieder neue Pächter und die Stadt als Verpächter musste oft die Miete kürzen oder gar einklagen. Obwohl hier immer viel Publikumsverkehr war. So schön wie es immer auf alten Postkarten aussieht ist das Leben leider nicht immer. Die Umstände sind vielfältig warum es immer wieder hoch und runter ging im Parkhaus. Die hohen Pachtkosten, Kriege 1 (1914-18) und 2. Weltkrieg (1939-1945). Ruhraufstand, 1920, Ruhrbesetzung 1923-25 und politische Unruhen, Inflation, Arbeitslosigkeit kennzeichneten den Weg. Das ist nur ein kleiner Teil warum, weshalb es ist ein komplexer Weg gewesen.

  • Der Höhepunkt des Parkhauses in den 1920er. Herr und Frau Pothmann übernahmen die Leitung.

Das Parkhaus im Kaisergarten kam nach dem ersten Weltkrieg erst richtig in Fahrt. Eine kleine Geschichte zum Parkhaus aus den 1920er Herr Pothmann schon ein sehr bekannter Gastwirt in Oberhausen, er leitete Oberhausens größtes Konzertcafe "Stadtcafe" an der unteren Marktstr. Eheleute Pothmanns übernahmen das Parkhaus. Frau Pothmann führte Regie im Parkhaus.

  • Die erste Bar in Oberhausen. Parkhaus stand Pate.

Hier entstand auch die erste "Bar" in Oberhausen sie wurde unter dem Namen Torkelstube eröffnet. Grammophon- Musik, Sessel , Teppiche , hinter der Theke Damen , mit Herrenschnitt-Muster. Zu dieser Zeit waren dort die französischen Besatzungsmitglieder Offiziere die Stammgäste. Es herrschte oft Hochbetrieb. Genau wie heute kam es immer wieder zu Schlägereien.

  • Herr Pothmann hatte eine grandiose Idee.

Herr Pothmann hatte eine gute Idee er richtete in unmittelbarer Nähe einen Vorläufer des Kaisergarten-Zoos ein. Im Mai 1924 eröffnete Herr Pothmann die Zoologische Abteilung ein. (Siehe Postkarten) Am Anfang waren es Goldfasane, Rebhühner, später bunte Ente, Rehe, Affen. Sie lebten hinter einem Drahtgeflecht in Gehegen, vor denen die Kinder stundenlang wie festgenagelt die Tiere beobachten. Pothmanns eroberten die Volksherzen mit Tierliebe. Im Parkhaus konnte man gut und lange schwofen. Seine langgestreckte Glasterrasse wartete stets mit Musikern auf, und die Paare aus Osterfeld, Sterkrade und Oberhausen zelebrierten. Damals waren die Männerhosen unten so weit wie Röcke.
Im Sommer waren die überdachte Glasveranda und die Terrasse, beide an der Rückfront des Hauses zum Park hin, stets besetzt. Für die Kinder der Gäste waren allerlei Belustigungen veranstaltet, draußen spielte nachmittags im Pavillon eine Kapelle, abends war an den Samstagen und Sonntagen Tanz im Restaurant-Saale. War immer ausverkauft. Komiker wurden engagiert und volkstümliche Coupletsänger (Schlagersänger). Betrieb war immer. Nach dem 1 Weltkrieg wurde in der ersten Etage die erste Bar Oberhausens eröffnet "Torkelstube". Hier spielte eine kleine Kapelle und später mit Grammophon. Die Besucher waren von den blonden und schwarzen Haaren der Damen begeistert. Die blondeste Frau war Frau Pothmann.
Auch wenn man nicht so viel Geld zu Verfügung hatte, es war nicht mal teuer, außerhalb des Trubels und Jubels der in der oberen Etage herrschte, unten im Saal bei diskreter Schlagerberieselung zu sitzen.
Jeder kam auf seine Kosten bei den Weinfesten, Karnevalsabenden, Rheinischen Abenden und vielen anderen geschickt arrangierten Sonderabenden.

  • Auch das gab es. Bewachung Parkhaus 1911.

Der Polizeipräsident Oberhausen.
Der Kaisergarten wird an Werktagen von 7-9:30 Uhr , 11- 13 Uhr, und 17- 20 Uhr, am anderen Tage von 8-11 Uhr 14:30 - 17:30 Uhr und 19 - 21 Uhr und an Sonntagen ununterbrochen von 11 bis spät abends durch einen Schutzmann abpatrouilliert. Außerdem wird der Garten nachts- mindestens 3-mal wöchentlich - zu den verschiedensten Zeiten eine Doppelpatrouille begangen. Ich halte diese Sicherheitsmaßnahmen im Einverständnis mit der zuständigen Polizei-Inspektion für ausreichend.

Quellen:

Unserer besonderer Dank wie so oft an Herrn Uecker, sehr belesener und gut informierter Mitarbeiter im Stadtarchiv Oberhausen.
Etliche Ausgaben aus der
Oberhausener Zeitung 1904, 1906 , 1910, 1915, 1920, 1924
General-Anzeiger 1924, 25, 26,29
Ruhrwacht 1960, 61
Rathaus-Protokolle
WAZ
NRZ
Rhein-Ruhr-Zeitung 1897,
National-Zeitung
Heimatbuch Seipp 1964
Praktikus 1955

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