Theater Oberhausen stellt Spielplan 2020/2021 vor
Erinnerung an Christoph Schlingensief

Das Theater Oberhausen.   Archivfoto: Jörg Vorholt
  • Das Theater Oberhausen. Archivfoto: Jörg Vorholt
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Trotz der Corona-Krise, die gerade auch Kulturschaffende schwer in Bedrängnis bringt, muss in die Zukunft geschaut werden. Und so hat das Theater kürzlich seinen neuen Spielplan für die Saison 2020/2021 vorgestellt.

15 Premieren umfasst der Spielplan. Darunter das Familien-Weihnachtsstück "Peter Pan" für Kinder ab sechs Jahre, ein Kinderstück für kleine Theaterbesucher ab vier Jahre, das den Arbeitstitel "Mermaids" trägt und ein Stück für Jugendliche ab 15 Jahre, "Tigermilch".
Ein besonderes Augenmerk aber richtet das Theater auf einen der bekanntesten Söhne der Stadt, den verstorbenen Regisseur und Filmemacher Christoph Schlingensief.
Unter der Überschrift "Schlingensief 2020" will das Theater von Freitag, 23., bis Sonntag, 25. Oktober ein "Spektakel zum Erinnern, Feiern und Weitermachen mit der Frankfurter Hauptschule, Thomas Lehmen und dem Ersten Oberhausener Arbeitslosen-Ballett, Hannah Dörr, Lionel Somé, Kaufmann/Witt und vielen anderen", inszenieren.

Aktionskünstler und Regisseur

Über Christoph Schlingensief ist oft zu hören, dass er fehlt. Der Aktionskünstler und Regisseur mischte sich mit seiner Kunst ins Leben ein wie kaum ein anderer. Seine Aktionen und Filme werden als "hochpolitisch und ultrakonkret, zugänglich und bitter relevant, immer mit einer Portion Humor und Trash" beschrieben.
Am 21. August jährt sich der Todestag des gebürtigen Oberhauseners zum zehnten Mal, am 24. Oktober wäre sein 60. Geburtstag.
"Schlingensief 2020" ist zum einen eine Retrospektive, die eine spürbare Erinnerung an Schlingensiefs Kunst und Leben schaffen möchte und ihn in seine Stadt trägt. Zum anderen werden künstlerische Positionen der Gegenwart, die mit Schlingensief verbunden sind, ohne ihn zu wiederholen, produziert und gezeigt. Thematisch werden Fragen nach dem Tod und der Fragilität des Lebens gestellt, nach altem und neuem Faschismus, nach den Ausgeschlossenen und Totgeglaubten unserer Zeit und nach einem Leben jenseits von Europa und Eurozentrismus.
Der "spektakulären Normalität" soll ein Gegenspektakel entgegen gesetzt und so für einige Tage die Alltagswirklichkeit in der Stadt durcheinander gebracht werden.
Gefeiert werden soll rund um den Altmarkt, wo Christoph Schlingensief gewohnt hat und heute noch die Apotheke seines Vaters an der Stöckmannstraße angesiedelt ist, und im Theater. Nähere Informationen dazu und zum gesamten Spielplan gibt's im Internet unter www.theater-oberhausen.de (kd)

Autor:

Jörg Vorholt aus Oberhausen

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