Gedenken an Unwetter: Hagelkreuzprozession in Sterkrade

Foto: privat

Am kommenden Sonntag, 20. Mai, steht wieder das Sterkrader Hagelkreuz im Mittelpunkt. An diesem Tag lösen Katholiken traditionell ein Versprechen ihrer Vorfahren ein. Das Versprechen geht zurück auf ein fürchterliches Unwetter mit Sturm und Hagel, das im Jahre 1704 über die Region hinweg zog.
In kurzer Zeit wurden die Früchte harter Arbeit zerstört. Kein Korn, kein Brot, viele Menschen mussten leiden. Man weiß nicht ob Naturkatastrophen wie die jüngsten Überschwemmungen in Australien oder der verheerende Tsunami in Japan“ mit dem Unwetter vergleichbar sind, aber für die Menschen zu damaliger Zeit muss es verheerend gewesen sein.
Damals gelobten die Sterkrader Bürger im Gedenken an das Geschehene alljährlich am Sonntag vor Pfingsten eine Hagelprozession durchzuführen.
Im Dreieck Steinbrinkstrasse/ Postweg errichtete man ein hölzernes Kreuz , das nach seinem Zerfall im Jahre 1849 durch das heutige steinerne Kreuz ersetzt wurde.
Seit dieser Zeit pilgern die katholischen Kirchengemeinden der 2007 errichteten Grosspfarrei St.Clemens zum Hagelkreuz.
Die Prozessionen finden inzwischen in jedem Jahr unter einem anderen Thema statt. Das Thema in diesem Jahr lautet: „Wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm“.
Ausgangspunkte für die einzelnen Gemeinden sind:
9 Uhr St. Barbara; 9.30 Uhr Liebfrauen, 9.45 Uhr Volkspark, 10.15 Uhr Herz Jesu und St. Clemens.
Die Feier beginnt um 10.30 Uhr mit einem Wortgottesdienst. Von hier aus nimmt die Prozession ihren Verlauf zum Schulhof des Freiherr vom Stein-Gymnasium, um dort die Eucharistie zu feiern. Zelebrant ist in diesem Jahr Pastor Vogel aus der Gemeinde Liebfrauen. Die musikalische Leitung unterliegt Veith Zimmermann. Nach dem Gottesdienst auf dem Schulhof zieht die Prozession über die Wilhelmstraße, Brandenburgerstraße zur Clemenskirche. Hier erfolgt der Schlusssegen.
Im anschließenden „Fest der Begegnung“ auf dem Großen Markt vor der Propsteikirche verwöhnen die acht Kirchengemeinden ihre Gäste mit Speisen und Getränken.
Besonderheit : Fast alles ist kostenlos, gespendet werden darf gerne. Ein Teil der Kollekte wird in diesem Jahr dem Amazonas Verein zur Verfügung gestellt.
Das Fest der Begegnung geht zurück auf die Grundsteinlegung der Pfarrei vor fünf Jahren.

Autor:

Klaus Bednarz aus Oberhausen

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