Gedicht: Flüchtende Zeit

Flüchtende Zeit

Fast hätt' ich die Zeit gefangen,
wollt’ sie knebeln, nach ihr langen,
wollt’ sie festbinden, am Herd,
sie hat sich massiv gewehrt.

Dacht’ ich stell ihr eine Falle:
Verstecke meine Uhren alle.
Schließlich ist sie drauf gekommen,
hat die Sonne sich genommen,

dass sie mir ins Auge scheine,
und ich wach werd’ von alleine.
Als ich abends – noch sehr munter –
wollte in die Küche runter,

war es dunkel, hat’s gekracht.
Ich vermute, es war acht.
Kurz darauf macht sie mir klar,
dass die Schlafenszeit nun da.

Sonne lässt sie nur noch glimmen,
Mondlicht soll mich müde stimmen.
Ich sag’: „Zeit, du hast gewonnen“,
dieser Tag ist glatt zerronnen.

Hol’ meine Uhren wieder vor:
„Zeit, gut’ Nacht, leg mich auf’s Ohr!“

Tanja Herbst (Pseudonym)

Autor:

Edith Schülemann aus Oberhausen

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