DANKE FÜR IDEEN, IMPULSE & AKTIONEN
OSTERN 2021

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Im letzten Jahr haben viele Christen weltweit gesagt, dass Ostern nicht ausfällt, sondern coronabedingt  eben nur anders statt findet. Und gleichzeitig haben sie gehofft, dass Ostern 2021 wieder wie die Jahre davor gefeiert werden kann.
Aber auch dieses Jahr ist Ostern erneut anders. Papst Franziskus wird wohl als der Papst in die Geschichtsbücher eingehen, der während seiner Amtszeit zwei Mal in Folge seinen Ostersegen nicht vom zentralen Balkon des Petersdoms in die Menge von tausenden Pilgern auf dem Petersplatz spenden konnte.

Ich finde es gut, dass sich die katholische Kirche in Oberhausen dazu entschieden hat, die Präsenzgottesdienste an den Sonn- und Feiertagen abzusagen.
Ein weiteres Jahr Ostern ohne Feierlichkeiten in der Kirche, aber auch ein weiteres Jahr voller anderer Ideen und Impulse, die uns eingeladen haben, die Fastenzeit zu gestalten und wenn auch räumlich getrennt, dennoch irgendwie gemeinsam zu erleben und zu verbringen. Das Ende der Fastenzeit, also somit das Osterfest, das Fest der Auferstehung ist da.
Auferstehung bedeutet Hoffnung. Durch die Begleitung der Oberhausener Gemeinden konnten wir vergessen, was alles in dieser Zeit nicht möglich war, sondern wir konnten guten Mutes auf die Dinge schauen, die uns möglich waren und geboten wurden.

Neben Gottesdiensten auf Youtube und per Live Stream möchte ich euch von einigen Aktionen und Angeboten hier in Oberhausen berichten:

In der Gemeinde St. Barbara Königshardt gab es über den Newsletter eine Umfrage zu den Tagen in der Karwoche. Was verbinden die Menschen überhaupt mit Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern? Was fällt meinen Mitmenschen dazu ein? Die Antworten wurden u.a. vor der Kirche präsentiert. 

Ebenfalls in dieser lebhaften Gemeinde gab es die Aktion "40 Tage - 40 Vorsätze". In der Außenkrippe hingen kleine Holztäfelchen, die man mit seinen Vorsätzen, Wünschen und Impulsen für die Fastenzeit beschriften durfte.

Daneben der Oster-Wegweiser. Wie ein Countdown wurden die Tage bis zum Fest der Auferstehung runtergezählt und angezeigt. Eine tolle Idee; besonders für Kinder.

Das Motto des diesjährigen MISEREOR Hungertuches "Du stellst meine Füße auf weiten Raum" hat uns auch die Fastenzeit über begleitet. In St. Pankratius in Osterfeld konnten wir unsere Fußspuren (gedruckt, fotografiert, modelliert oder aufgemalt) in der Pfarrei hinterlassen. Aus diesen Fußspuren, wurde in der Kirche eine Installation umgesetzt. Gleichzeitig konnten sich die Menschen dazu passend Gedanken machen und mit Fragen wie "Trägt mein Glaube mich über unsicheren Grund?" oder "Hat mir die letzte Zeit den Boden unter den Füßen weggezogen?" auseinander setzen.

In der Gemeinde St. Josef Schmachtendorf wurde in der Kirche ein Weg mit gestalteten Füßen gelegt. "Wir machen uns auf den Weg". Unser Weg auf Ostern zu, der mit Gedanken und Vorsätzen beschriftet ist.

"Du stellst meine Füße auf weiten Raum" - dieses Motto gab es auch bei einem Erlebnisparcours in der Jakobuskirche zu fühlen und spüren. Familien waren eingeladen über verschiedene Untergründe wie Sand, Wiese, Steine,... zu laufen. Liebevoll bereitete Stationen, die uns Zeit zum Genißen, Träumen, Entspannen und Durchatmen gegeben haben.

In der Gemeinde Liebfrauen gab es in der Fastenzeit eine Ausstellung mit 10 Königsfiguren des Bonner Diakons Ralf Knoblauch. Im Gemeindesaal konnte man die Könige und Königinnen, die uns daran erinnern, dass jedem Menschen Gottes königliche Würde mit auf den Weg ins Leben gelegt wird, ansehen und bestaunen. Dazu gab es aber auch eine richtig gute Fotoaktion.

In der Pfarrei St. Clemens gab es einen Kreuzweg mit Stationen in St. Theresia, St. Josef Schmachtendorf, St. Barbara, St. Josef Buschhausen, St. Johann, Herz Jesu, Liebfrauen und natürlich St. Clemens. Die Stationen waren über die ganze Pfarrei verteilt. So waren wir nicht nur mit Jesus auf dem Weg, sondern haben den Kreuzweg auch als Chance verstanden, mit Jesus gemeinsam die Pfarrei zu erkunden.

Angefangen hat die Fastenzeit natürlich mit dem Aschermittwoch. "Ashes to go" - mit diesen Worten können die älteren Menschen vielleicht nicht so viel anfangen, aber es wurde ja erklärt, wie zum Beispiel in St. Pankratius. Dort gab es kleine Aschekreuzpakete zum Mitnehmen. So konnte man zuhause ganz traditionell die Fastenzeit mit dem Aschekreuz einläuten. "Ashes to go" - das Aschekreuz zum Mitnehmen und natürlich auch zum Weitergeben an seine Familie, Nachbarn oder Freunde.

In der St. Clemens Kirche in Sterkrade gab es zu den Fastensonntagen Impulse in der Kirche, die liebevoll im Altarraum arrangiert waren.

Die Gemeinde St. Barbara hat in der Fastenzeit Brottüten mit Impulsen für jeweils eine Woche raus gegeben, die man sich im Kirchenvorraum oder der Außenkrippe abholen konnte. Digital waren diese auf der Homepage zu finden. Am Gründonnerstag konnte man sich draußen vor der Kirche zuvor bestellte Brote abholen und so zuhause das letzte Abendmahl zelebrieren.

Am Karsamstag, dem Tag der Grabesruhe, gab es die Möglichkeit auf einen Stein den Namen eines Verstorbenen zu schreiben und diesen in die Grabeshöhle zu legen. Diese wurden dann vom Grab "gerollt" als Zeichen, dass auch unsere Verstorbenen mit Jesus ihr Ostern erlebt haben. Ein schöner Gedanke, der den ein oder anderen trösten mag. 

Auf Hölzern ebenfalls in der Königshardter Gemeinde konnte man seine Ängste, Sorgen und Nöte notieren. Diese wurden dann in einem Osterfeuer (keine öffentliche Veranstaltung) verbrannt. Diese befreiende Geste mag uns Wärme und Licht bringen.

In der St. Josef Kirche konnten wir symbolisch eine Träne auf das Grab von Jesus legen. Am Ostersonntag wurde uns seine Auferstehung durch das leere Grab bildlich verdeutlicht.

Besonders Kinder benötigen für dieses für sie schwer verständliche Thema eine Visualisierung. Diese gab es so auch in St. Clemens.

Wirklich liebevoll gepackte Ostertüten gab es in den einzelnen Kirchen zum Mitnehmen. Da war etwas für Groß und Klein dabei. Osterkerzen, Palmzweige, Backmischungen, Weihwasser, Ausmalbilder,... und vieles mehr.

Für diese tolle Überraschung, für diese schöne Aufmerksamkeit gehört allen Helfern und Helferinnen ein großes Dankeschön. Aber nicht nur dafür. DANKE für alle Ideen, alle Aktionen, alle Impulse und schönen Momente. DANKE an alle Menschen, die uns das auf unterschiedliche Art und Weise ermöglicht haben. Stellvertretend für uns alle möchte sich der Osterhase dafür bedanken.

Meine Fotos und mein Bericht zeigen natürlich nur eine Auswahl. Es wurde noch viel viel mehr in den einzelnen Gemeinden und Kirchen angeboten.
Ostern 2021 war mal wieder anders als sonst, aber dennoch besonders.
Wie Ostern 2022 gefeiert wird, wissen wir jetzt noch nicht, aber egal wie, so hoffe, nein so weiß ich, dass es auf jeden Fall (Kirche sei Dank) wieder ein besonderes Fest wird.

Autor:

Nina Benninghoff aus Oberhausen

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