Stadtgeschichte: Das Sterkrader Stadtwappen

Was hat das Bild mit den Stadtwappen von Sterkrade zu tun?  Hier im ehemaligen Abteigebäude des Klosters Sterkrade war das Originalwappen dass der späteren Stadt Sterkrade als Vorlage diente eingebettet.
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  • Was hat das Bild mit den Stadtwappen von Sterkrade zu tun? Hier im ehemaligen Abteigebäude des Klosters Sterkrade war das Originalwappen dass der späteren Stadt Sterkrade als Vorlage diente eingebettet.
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Das Sterkrader Stadtwappen

  • Etwas Sterkrader Geschichte.

Am 1. April 1886 wurde Sterkrade Bürgermeisterei mit den vier Gemeinden Sterkrade, Stadt und Feldmark Holten, Amt Holten (Biefang) und Buschhausen. Die Bürgermeisterei kam am 20. April 1887 zum Kreis Ruhrort und am 1. April 1909 zum Kreis Dinslaken. Am 20. April 1909 wurde der größte Teil von Buschhausen nach Sterkrade eingemeindet, gleichzeitig erhielt Oberhausen den Grafenbusch mit dem Schloss Oberhausen.  Am 17. März 1913 erhielt Sterkrade Stadtrechte. Die Bürgermeisterei Sterkrade wurde in die Stadt Sterkrade und die Bürgermeisterei Holten geteilt.

  • Aller Anfang ist schwer. 

Der Weg zum Stadtwappen bedurfte mehrere Anläufe bis es schließlich beim dritten mal klappte. Bürgermeister Eugen zur Nieden schaffte es, mit Empfehlung des ehemaligen Sterkrader Stadtverordneten und mächtigen GHH-Chefs Paul Reusch, die Stadtrechte zu erlangen. Am 17. März 1913 wurden der Bürgermeisterei Sterkrade die Stadtrechte zugesprochen.
Nach Beschluss der Sterkrader Stadtverordnetenversammlung wurde das Stadtwappen am 4. Juni 1913 angenommen. Gleichzeitig wurden als Stadtfarben blau und weiß bestimmt.
Wie man weiß hielt das Stadtrecht nur 16 Jahre. Am 01.08.1929 wurde Sterkrade im Zuge der kommunalen Neugliederung im Ruhrgebiet mit Osterfeld und (Alt-Oberhausen) zur neuen Großstadt Oberhausen (Rheinland) vereinigt.

  • Es war kein Wappen vorhanden.

Was der jungen Stadt jetzt fehlte, war ein Wappen, das sie als siegelführende Körperschaft benötigte.
Es lag keine eigene Skizze vor, für ein Wappen. Schnell gedachte man sich an die Wappentafel die am Abteigebäude des Sterkrader Zisterzienser Kloster angebracht war und zwar stammten sie von zwei Äbtissinnen.

Was hat das Bild mit den Stadtwappen von Sterkrade zu tun?  Hier im ehemaligen Abteigebäude des Klosters Sterkrade war das Originalwappen dass der späteren Stadt Sterkrade als Vorlage diente eingebettet.
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Habe die Wappen auf dieser schönen  Ansichtskarte entdeckt und sie gekennzeichnet.  Auf dem Bild, kann man sie schemenhaft erkennen. Das Foto zeigt die aus Ruhrstein angefertigten Originalwappen sie existieren immer noch, bis zum Abriss der letzten alten Klostergebäude 1969 waren die Wappentafeln auf der Rückseite angebracht (Siehe Markierungen). Heute finden wir sie, zum Schutz vor weiterer Korrosion, im Vorraum der St. Clemenskirche auf der linken Seite.
  • Habe die Wappen auf dieser schönen Ansichtskarte entdeckt und sie gekennzeichnet. Auf dem Bild, kann man sie schemenhaft erkennen. Das Foto zeigt die aus Ruhrstein angefertigten Originalwappen sie existieren immer noch, bis zum Abriss der letzten alten Klostergebäude 1969 waren die Wappentafeln auf der Rückseite angebracht (Siehe Markierungen). Heute finden wir sie, zum Schutz vor weiterer Korrosion, im Vorraum der St. Clemenskirche auf der linken Seite.
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  • Beschreibung und Herkunft der Wappen
Die Originalwappen sind in der Propsteikirche St. Clemens Oberhausen-Sterkrade, auch genannt St. Clemens Sterkrade, ist eine dem heiligen Clemens geweihte einschiffige Pfarrkirche zu finden. Großer Markt, 46145 Oberhausen
Bild: Martin Grundmann
  • Die Originalwappen sind in der Propsteikirche St. Clemens Oberhausen-Sterkrade, auch genannt St. Clemens Sterkrade, ist eine dem heiligen Clemens geweihte einschiffige Pfarrkirche zu finden. Großer Markt, 46145 Oberhausen
    Bild: Martin Grundmann
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Das Wappen der 26. Äbtissin mit der Jahreszahl 1772 zeigt zwei aufgerichtete Löwen, die mit ihren Vorderpfoten das Wappenschild halten, das ein mit fünf Rosen besteckter Kranz ziert.

Auf dem geteilten Schild ist vom Betrachter aus gesehen recht (heraldisch links und damit sekundär) im silbernen Feld ein blauer Querbalken, auf dem ein Rabe sitzt. Es ist das Familienwappen der Mutter aus dem Geschlecht der Hönnepel auf Burg Empel bei Rees, ein altes clevisches Rittergeschlecht. Links vom Betrachter ausgesehen (heraldisch rechts und damit dominant) ist das Familienwappen des Vaters aus dem Geschlecht der Dücker gen. Nunnum, dass drei blaue Querbalken im silbernen Feld zeigt. Die Farbe “Blau” rührt von dem Halbedelstein Lapislazuli her. Um das Wappenschild rankt sich das Oberwappen mit Helmzier.

Dieses Wappen mit der Jahreszahl 1678 und das Wappenbild der 26. Äbtissin, Antonetta Berna(r)dina von Wrede, von 1751 bis 1788 Äbtissin in Sterkrade, waren bis zum Abbruch des letzten Abteigebäudes 1969 dort angebracht. Die Originalsteine befinden sich heute am linken hinteren Pfeiler in der St. Clemenskirche und Nachbildungen an der östlichen Seite des Schwesternhauses an der Klosterstraße.

  • Man entschied sich, für folgendes Wappen.

 1913 nahm die Stadt Sterkrade offiziell das Wappen der Äbtissin Catharina von Nunnum gen. Dücker als Stadtwappen an. Hinzu kam über dem Schild zeitgemäß eine Mauerkrone. Diese beiden Wappen reichte man ein und schon in der Stadtverordnetenversammlung am 4. Juni 1913 entschied man sich der Rat für das Wappen der Anna Catherina von Nunnum, der Äbtissin mit der längsten Residenzzeit in Sterkrade, 42 Jahre! Es handelt sich hier um das Allianzwappen (Hochzeitswappen) der Eltern der Äbtissin.

Blasonierung: In Silber (Weiß) gespalten, vorn mit drei blauen Balken belegt und hinten geteilt durch einen blauen Balken, auf dem ein schwarzer Rabe sitzt. Das Oberwappen besteht aus einer roten Mauerkrone mit 3 Türmen.
Bedeutung: Es handelt sich um ein zusammengesetztes Wappen; zum einen das Wappen der 20. Äbtissin Anna Catharina von Nunnum gen. Dücker, von 1674 bis 1715 und zum anderen das Wappen des Geschlechts der Hönnepel vom Niederrhein, aus dem die Mutter der Äbtissin stammt. Statt einer Helmzier hat man dem Wappen eine Mauerkrone aufgesetzt. Nach Beschluss der Sterkrader Stadtverordnetenversammlung wurde das Stadtwappen am 4. Juni 1913 angenommen. Gleichzeitig wurden als Stadtfarben blau und weiß bestimmt.
Flagge: Sterkrade führt eine Flagge mit den Farben blau-weiß-blau im Verhältnis 1:8:1 mit dem Stadtwappen in der Mitte. Sie kann auch als Banner gehisst werden

  • Die Feier zur Stadtwerdung.

Für den 28. und 29. Juni, gleichzeitig mit dem 25-jährigen Regierungsjubiläum Kaiser Wilhelm II., wurde die Stadterhebungsfeier als lokalpatriotisches Ereignis angesetzt.
Der Fahnenentwurf wurde von der Bonner Fahnenfabrik vorgestellt, die auch die ersten Sterkrader Stadtfahnen pünktlich zu den Feierlichkeiten lieferte.
Die Zeitungen von damals schrieben: „Die Stadt war in ein Flaggenmeer gehüllt. Die Häuser waren bengalisch beleuchtet. Endlos war der Fackelzug der ortsansässigen Vereine, der sich durch die bekränzten Straßen bewegte. In Sälen und Zelten wurde vaterländisch überschwänglich gefeiert. Am Rathaus wehte die 2 X 3 Meter große neue Sterkrader Stadtfahne.“
Die Stadtfahne wurde von den Sterkrader Bürgern gerne angenommen und bei späteren Feiern schwelgte Sterkrade in blau und weiß.

  • Großer Zapfenstreich zur Sterkrader Stadtwerdung

Am Abend war die gesamte Bevölkerung trotz ungünstiger Witterung beim Großen Zapfenstreich auf der Wilhelmstraße dabei. Dann bewegte sich ein fast endloser Festzug durch die Innenstadt. Fast alle Häuser waren in bengalisches Licht getaucht. Auf dem Großen Markt löste sich der Zug und mit festlichen Banketten wurde im Kaiserhof, in der Tonhalle Broß und in mehreren Festzelten auf dem Neumarkt weitergefeiert. Im Kaiserhof sprach GHH-Direktor Wedemeyer, in der Tonhalle Broß Beigeordneter Nießen und in den Festzelten der ehrenamtliche Beigeordnete Klapheck. In den Zelten spielte die Regimentsmusik der 150er. Immer wieder klang der “Sterkrader Stadtmarsch“ auf, den Justizrat Dr. Fabry komponiert hatte und der durch die Hüttenkapelle seine Uraufführung erlebte.

Mittelpunkt der Feiern anlässlich der Stadtwerdung war ein großer Festakt im Kaiserhofsaal , an dem alle Schichten und Stände und zahlreiche Ehrengäste von übergeordneten Behördenstellen teilnahmen. Der Sterkrader Stadtmarsch den der damalige Justizrat Dr. Hugo Fabry aus diesem Anlass komponiert hatte, erlebte bei diesem Festakt seine Uraufführung durch die damals über 50 Mann starke Hüttenkapelle unter Leitung von Otto Wuttke.

Die Sterkrader Handwerkerschaft feierte die Stadtwerdung mit einem Festzug , in dem Angehörige aller Handwerkszweige in Berufskleidung auf geschmückten Festwagen ihr Handwerk praktisch demonstrierten.

Nach Zeitungsberichten war das Wetter auch am zweiten Festtag schlecht, es regnete mit kurzen Unterbrechungen. Morgens warteten die Hüttenkapelle und die Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr dennoch mir Promenadenkonzerten auf. Nachmittags versammelten sich die Schulkinder auf Kolbs Wiese zu einem Vorbeimarsch am Rathaus. Auf den Plätzen am Volkspark gab es sportliche Vorführungen, die aber wegen des starken Regens abgebrochen werden mussten. Auch die Wohlfahrt kam an diesen Festtagen zu ihrem Recht. Die Kreisfürsorgerin Frl. Baumgarten verkaufte mit mehreren Damen und jungen Mädchen Postkarten und rote Nelken. Als Erlös konnten der Säuglingspflege 956 Deutsche Mark zugeführt werden.

Als erster Sportverein trug die Fußballabteilung von StAm 17. März 1913 erhielt Sterkrade Stadtrechte, die Bürgermeisterei Sterkrade wurde in die Stadt Sterkrade und die Bürgermeisterei Holten geteilt. . Clemens, der Aloysiusverein Sterkrade, das Sterkrader Wappen in blau und weiß auf ihrem Trikot. Heute ist das Wappen stadtbezogen nur noch an der Seitenwand des Sterkrader Rathauses und am Freiherr-vom-Stein Gymnasium zu sehen. Einige Sterkrader Firmen und Vereine zeigen den Sterkrader Raben im Wappen in ihren Briefköpfen und Mitteilungen.

Quellen:
Autor: Historisches Oberhausen. Martin Grundmann
Ausgabe General-Anzeiger 1913, 128, 1938, 1953
Rhein und Ruhrzeitung 1938,33.
Ruhrwacht 1955,1957
Alfred Lindemann Kalender 2003, 1993. 100 Jahre Sterkrade

https://de.wikipedia.org/wiki/Sterkrade,
http://www.derwesten.de/staedte/oberhausen/die-ahnen-der-aebtissin-standen-pate-id9717922.html

Autor:

Martin Grundmann aus Oberhausen

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