Stadtgeschichte Höfe: Der Lepkeshof und die ehemalige Lepkesmühle.

Lepkeshof .Mühlenstraße 128 . 46047 Oberhausen
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Geschichtlicher Rückblick auf den Lepkeshof, und der ehemaligen Lepkesmühle in Oberhausen-Dümpten. 

  • Lage des Lepkeshofes und ehemaligen Mühle.

Bei der Dreistädteecke in Oberhausen-Dümpten steht an der Straßenkreuzung der gelbe Grenzstein mit dem Namen der drei Großstädte Oberhausen, Mülheim, und Essen. In den 1930er waren diese Grenzsteine gelb, genau wie heute. 

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  • Bitte schaut euch auch die Karten, Collagen und Bilder an.

Der Lepkeshof in den 1930er.


Der Lepkeshof von oben.

Hier seht ihr alte Stadtkarten, Luftbilder Collagen von 1926 bis 2009. Collage früher und heute 1930er und 2019, Fotos aus den 1920-30er und 1960er.

  • Etwas Stadtgeschichte.

Nach der Gründung der Gemeinde Oberhausen 1862 trat die Gemeinde Dümpten 1910 die nördlichen Randgebiete an Oberhausen ab. Seit der Teilung des Kreises Duisburg 1874 gehörte Dümpten zum Landkreis Mülheim und dort ab 1878 zur Bürgermeisterei Styrum. Nachdem Oberhausen 1901 als selbstständige Stadt aus dem Landkreis Mülheim ausschied, 1904 ebenso die zur Stadt erhobene Bürgermeisterei Mülheim, bestand der Landkreis Mülheim nur noch aus Dümpten, Alstaden und Heißen. In diesem Zusammenhang wurde Dümpten zur eigenen Bürgermeisterei erhoben, die jedoch nur bis zur Auflösung des Landkreises Mülheim 1910 bestand. Mit der Auflösung des Landkreises wurde der nördliche Teil der Bürgermeisterei Dümpten in die Stadt Oberhausen eingemeindet, der südliche und Oberdümpten in die Stadt Mülheim. Die Grenze der früheren Bürgermeisterei Dümpten verlief (von West nach Ost) entlang der Herder-, Hilgenberg, Straßburger-, Roland-, Wehr-, Mellinghofer- sowie einer Linie südlich der Straße Katzenbruch und der Kettwiger Straße bis an die Borbecker Grenze.

Seit 1910 liegt der Lepkeshof in Oberhausen. Der Lepkeshof steht auf Oberhausener Stadtgebiet, während die Felder zu Mülheim und die Wiesen teilweise zu Essen gehören. Das muss uns alle nicht interessieren, es ist alles sehr spannend, aber für diese Dinge braucht man einige Zeit, zum einlesen. Unser Ziel ist über die Geschichte des Hofes und der Mühle zu berichten. Das war alles nicht so leicht, es wurde wochenlang recherchiert im Stadtarchiv Oberhausen, das hat schon viel mit Glücksspiel zu tun. Die alten Zeitungen bis 1860 runter haben keine Inhaltsangaben und man weiß nie, wann oder überhaupt einer darüber berichtet hat. Aber ich hatte Glück.

Der Lepkeshof in den 1930er.
  • Beschreibung einiger Gebäude des Lepkeshof.

Mühlenstraße 128. Lepkeshof. Die Mühle gehörte dem Stift Essen. Der Bach wurde 1923 unterirdisch verlegt und der Teich zugeschüttet. Siehe Karte 1921 hier kann man noch den eingezeichneten Teich sehen). Der Wohnbau ist ein stattliches zweigeschossiges Giebelhaus von nur geringer Tiefe aus überputztem Fachwerk. Die großen, wohl nachträglich angebrachten, mit profilierten Sohlbänken versehenen Fenster aus dem 18. Jahrhundert stehen in unregelmäßiger Anordnung. Über dem Obergeschoss verläuft ein Holzgesims mit dünngeformten Profilen. Im Inneren ein Kamin. An der Rückseite Stallanbau mit unsymmetrischem, seitlichem Dachgiebel. Er wurde nach 1945 erweitert. An der Südseite des Wohnhauses eingeschossiger, traufenförmiger Anbau, E. I9. Jh., daran schließt, etwas zurückgesetzt, ein eingeschossiges Stall- und Gerätehaus an, dessen Frontseite Rundbogenblenden, von Zahnschnittfriesen begleitet, und in den Zwickeln je zwei Halbrundnischen besitzt. Unter dem Dach dreistufiger Zackenfries. In der erneuerten Scheune sind noch zwei ältere quer- und ein längsgewölbter Keller erhalten, die als Lagerraum für Eis der Brauerei in Dümpten dienten.
So beschrieb Professor Roland Günter den Lepkes-Hof Oberhausen (Die Denkmäler des Rheinlandes)

Der Lepkeshof in den 1960er.
  • Geschichte zum Lepkeshof.

Fast 1000 Jahre zurück. Die Abtei Essen hatte kurz nach ihrer Gründung um 850 von dem Erzbischof Gunthar von Köln ein eigenes Zehntgebiet geschenkt bekommen. In diesem durfte die Äbtissin nun selbst den Zehnten, d. i eine Art Kirchensteuer, erheben. Während in der Urkunde Otto der Große von 947 dieses Zehntgebiet in groben Zügen umrissen wird, erfahren wir in einer solchen 1027 den genaueren Verlauf seiner Grenze.

  • Lepkeshof ein Unterhof. Geschenk von Otto den Großen.

Lepkeshof war nämlich ein Unterhof des Essener Oberhofes Ehrenzell, der im Jahre 966 dem Essener Stift von Otto den Großen geschenkt worden war. Seine Hofstätte lag in der ehemaligen Bauernschaft Fronhausen vor den Toren des alten Essen. Solch ein Oberhof war der Verwaltungsmittelpunkt der Unterhöfe, die hierfür alljährlich bestimmte Mengen von Abgaben an Geld, Getreide Vieh, und Früchten abzuführen hatten. Die Schultheißen der Oberhöfe hatten hin wiederum bestimmte Lieferungen an das Stift zu leisten. die die Grundlage des Klosterhaushalts bildeten.

  • Im Areal des Lepkeshofs flossen einige Bäche.

Es flossen in diesem Areal Lepkesbach, Rolandsbach und Sellerbeckerbach die auf den Randhöhen entspringen, steilhändige Siepen in Oberdümpten geschaffen und breitmuldige Täler in die Bodenfläche von Niederdümpten eingetieft haben. Der Scheidbach entspringt in einer breiten Ursprungsmulde im südöstlichen Zipfel der alten Bauernschaft Bedingrade und fließt von dort in einem für unsere Gegend steilwandigen Tal mit mäßigen breiter Wiesenhöhle dem Austritt aus den Höhen beim Priesterhof zu. Von dort wendet er sich in einer Mulde, die ehedem stark versumpft und darum Nattland d. i. nasses Land genannt wurde nach der Emscher hin. Kurz vor seiner Mündung speiste er die Grästen (Gräben) des alten Rittersitzes Ripshorst, wo seit alters her ein Essener Dienstmannengeschlecht saß. Dort lag früher eine Gruppe von Höfen und Koten, die in einer alten Urkunde von 1027 „Gladbech“ genannt wird. Der Scheidbach bildet auf seinem Lauf von seiner Quelle Lepkeshof die Grenze zwischen den Städten Mülheim und Essen und ein Grenzbach seit fast tausend Jahre.

  • Der Scheidbach. Gladbech. Gelenbecks Hove. 14 Jahrhundert.

Da wird zum ersten Mal der Ort am Austritt des Scheidbaches aus den Höhen „Gladbech“ genannt. Dieser Name, der so viel wie „Ort am klaren reinen Bach“ bedeutet, ist seit langen Zeiten verschwunden. In dem alten Namen des Lepkeshofes „Gelenbecks Hove“ klingt er noch nach.
Dagegen hat sich ein anderer Name für die Gegend, der seit dem 14 Jahrhundert auftritt, bis in unsere Tage erhalten. Die nördliche steile Talflanke, die die Oberhausener Straße nach Oberfrintrop und Bedingrad benutzt, wird heute noch von den Dümptener „Labberg“ genannt. Aus der der früher gebräuchlichen Form „Lappenberg“ gewinnen wir Anhaltspunkte für die Entstehung dieses Namens. Am Fuße des Berges stand nämlich ein Grenzbaum zwischen der Herrschaft Broich und dem Stift Essen, den man Labbaum nannte, da er zur Kennzeichnung seiner Eigenschaft als Grenzbaum angelappt war. Die Gegend bekam daher den Namen „am Lappenbaum“ woraus dann kurz „im Lappen“ und später „im Lepgen „wurde. Der Berg wurde zum Lappenberg. 1360 erstmals so genannt.
Wie uns alte Karten und urkundliche Mitteilungen zeigen, lagen hier im alten Gladbeck bis zur 2 Hälfte des 19. Jahrhunderts drei Höfe und eine Anzahl Kotten. Der Lepkes-, Schmelings-, und Lepkeshof, der Nattelands-, und Bleyskoten, das Häuschen am Lappen“ und das Häuschen am Hexberg, (was nicht von Hexen, wohl aber von Hecken abzuleiten ist).

  • 15 Jahrhundert. Den neuen Namen „giert ym lepgen“.

In den Kattenbusch --so genannt , weil es an einer anderthalb Meter langen Kette festgelegt war-- einer zu Anfang des 15. Jahrhunderts angelegten , auf älteren Grundlagen beruhenden Handschrift, werden die Abgaben der Oberhöfe mit ihren Unterhöfen aufgeführt. Daraus erfahren wir, wer der damalige Besitzer des Lepkeshof war und welche Abgaben er zu entrichten hatte. Hermann, genannt Kule von Glebeke, musste Himmelfahrt 12 Denare zahlen und am 21. Dezember sechs Fass Gerste nach Ehrenzell liefern. Nach einer anderen Nachricht über die Einkumpften des Hofes Ehrenzell hat Tele in Lebbeck von dem Gut tot Geladtbecke dasselbe zu geben. In einem späteren Lagerbuch des Essener Stiftes. Werden die einzelnen Ländereien an Saatland, Wiese und Holz genauer angeführt, die von der Gelenbecks Hove abgabepflichtig sind. Im 16. Jahrhundert erscheint dann der neue Name des Hofes. In einer Beschreibung der hoefen so dem huihs Broch schuldich fynt perlt und wagen von etwa 1550 wird giert ym lepgen genannt. Der neue Name kam von Lappenbaum und Lappenberg.
Die Gelenbecks Hove war ein Leibgewinns- oder Behandigungsgut. Der Erbpächter des Gutes, Leibgewinner genannt, musste gegen die einmalige Abgabe in Geld eine Hand an den Gute gewinnen und hatte dafür gegen eine jährliche Pachtabgabe die lebenslängliche Nutznießung. Bei der Übernahme des Gutes durch einen neuen Erbpächter wurde der Vertrag schriftlich niedergelegt und dieser Gewinnbrief dem Pächter ausgehändigt. Am Anfang des 19 Jahrhunderts wurden mit der Aufhebung des Essener Stifts auch die Gewinngelder und Pachten durch eine einmalige Zahlung abgelöst. Das Dekret der Großherzoglich Bergischen Regierung vom 11. Januar 1809 über die Ablösung der Lehen bedeutete auch für den Lepkeshof das Ende der Beziehungen zum Oberhof Ehrenzell. In diesen Jahren, kam er auch durch Einheirat in die Familie Tedden. Der Hof wurde dann von dem Bauern Hermann Rohland bewirtschaftet, der von dem alten Burggrafen Hof in Alstaden stammt.

  • Auszug aus dem Artikel....

Auszug aus dem Artikel des
DÜMPTENER BÜRGERVEREIN UNSER DÜMPTEN
Ausgabe 73 • 2012
Dümptener Zeitschrift. Geschichtlicher Rückblick auf den Lepkes Hof
(aus Unterlagen von Elisabeth Scheidt, geb. Rohland, vom Lepkes Hof) B. L

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, kam dann die Familie Rohland ins Spiel. Deren Stammhof lag in Mülheim, etwa auf dem Gelände Mannesmann/Heifeskamp. Der Familie war durch Erbschaft ein großer Hof in Alstaden zugefallen, den Friedrich Rohland übernahm. Er hatte von seiner ersten Frau zwei und von seiner zweiten Frau elf Kinder. Einer seiner Söhne, Hermann Rohland, heiratete 1883 die Tochter Tedden.

Mit ihm zog für zwei Generationen der Name Rohland auf dem Lepkes Hof ein.
Sein Sohn Friedrich (Fritz) war der Vater von Elisabeth Rohland, heute Frau Scheidt, Jahrgang 1924. Sie war einziges Kind der Familie und heiratete 1948 Hans Scheidt
vom 8 km entfernten Scheidtschen Hof in Essen-Fullerum.

Den Lepkes Hof verwaltete nach dem Tode ihres Vaters, Helmut Braasch, ein Freund der Familie. Dieser bewirtschaftete in Kooperation mit dem Hof in Fullerum die 22 ha Ackerland des Lepkes-Hofs. 1980 übernahm der jüngste Sohn von Frau Scheidt, Friedrich Scheidt, den Hof und sanierte 1982/83 mit viel Liebe zum Historischen Erbe mit Architekt Sunderbrink aus Oberhausen das bereits vor 1651 errichtete Wohnhaus von Grund auf. Das alte Fachwerk ist heute wieder sichtbar.

Zunächst betrieb die Familie noch Schweinemast und Getreideanbau. 1990 wurde die Schweinemast aufgegeben, Obstbäume gepflanzt sowie nach und nach Erdbeer-, Himbeer- und Blumenfelder zum Selbstpflücken angelegt. Auf den Apfelplantagen wachsen heute über 15 Apfelsorten. 2011 kam eine große Kirschbaumplantage hinzu. Der Hof wandelt sich zu einem Obsthof. Im hofeigenen Laden vermarktet Familie Scheidt die eigenen Produkte, ergänzt um Produkte aus der Region. Die nächste Generation steht schon bereit.

Friedrich Scheidt hat drei Kinder. Der jüngste Sohn, Johannes Scheidt, ist mit
23 Jahren bereits Obstbaumeister.

Für aktuelle Infos zum Hof bitte diesen Link benutzen. Einfach mal vorbeigehen, immer ein Besuch wert.

Der Lepkeshof
Lepkeshof bei Facebook.

  • Lepkes-Mühle mit Geschichte

Das Recht Mühlen anzulegen, stand damals ursprünglich nur dem König zu und konnte von ihm auf andere übertragen werden. Da die Herren von Broich Landesherren der Unterherrschaft waren, war das Recht der Mühleneinrichtung auf sie übergegangen. Die herrschaftlichen Mühlen die Kornmühle zu Broich und die später eingerichtete Fruchtmühle am Kahlenberg waren Zwangs- oder Bannmühlen. Die Einwohner der Herrschaft durften nur hier ihr Getreide mahlen lassen und mussten ein Sechzehntel von jedem zu mahlendem Malter als sogenanntes Molter abgeben. Das war immerhin beachtliche Einnahmequelle für die Broicher Herren, wenn man bedenkt, dass beispielweise im Jahre 1600: 506 Häuser in der Herrschaft gezählt wurden. Und es leuchtet ohne weiteres ein, das die Anlage einer neuen Mühle auf den stärksten Widerstand der Broicher Landesherren Stoßen musste. Sie gaben verständlicherweise nur ungern ihre Vorrechte auf, auch als bereits in Frankreich die Brandfackel der großen Revolution aufleuchtete und sämtlichen Vorrechten der Grundherren ein Ende bereitet wurde , Es sind uns die Verhandlungen über die Erbauung einer Mahlmühle in den Lepkeshof zu Dümpten ein interessantes Beispiel für die Übergangszeit zwischen dem Eindringen der Gedanken der Revolution und der Aufhebung der Grundherrschaften der Herrenvorrechte in unserer Heimat.

  • Es war das Jahr 1790.

als der Bauer Hermann Lepgen ein Gesuch an die Broicher Kanzlei richtete, ihm auf seinen Hof die Errichtung einer Mühle zu gestatten, für sich und seine Nachbarn Hermann Schmeling Ian Priester Wb. Becker und den Schneider Helberg. Mancherlei Erhebungen und umständliche Schreibereien sind nötig, bis die die Kanzlei in Broich den Erbpachtbrief ausstellen kann. Auf herrschaftlichen Befehl muss der Müller der Broicher Mühle eine genaue Aufteilung über die Menge der von der diesen Höfen gemahlenen Frucht und die Malterabgabe berechnen. Es muss weiter festgestellt werden, wie viel Personen zu den einzelnen Haushaltungen gehören. Dann verlangt man, dass alle Dümptener Nachbarn dort mahlen lassen. Das wird aber von Lepgen und seinem Anhang energisch zurückgewiesen, da der Bach dazu nicht genügend Wasser führe. Es geschieht alles, um die Einrichtung der Mühle womöglich zu hintertreiben oder wenigsten eine hohe Pacht herauszuschlagen. Am Ende des Jahres 1791 kann Lepkes endlich der Erbpachtbrief der Broicher Herrin Marie Luise Albertine verwitwete Landgräfin von Hessen überreicht werden. Er muss 50 Reichstaler sofort an die Kanzlei zahlen und eine jährliche Pacht entrichten, die nach der Fruchtmenge festgesetzt wird. Die Erbpacht wird aufgehoben, wenn er oder die Mahlgäste Fusel brennen oder eine andere Familie aufnehmen. Bei Wassermangel müssen die Beteiligten die herrschaftliche Mühle benutzen. Wenn der Erbpächter die Mahlgäste übel behandelt, steht es ihnen frei, wieder bei der Broicher Mühle mahlen zu lassen. Für den Fall Defraudationen sind besonders strenge Strafen vorgesehen. Beim dritten Fall erfolgt die Entziehung der Erbpacht.
Im Jahre 1797 stellt Lepgen den Antrag die Mühle in erblichen Besitz zu übernehmen. Es dauert ungefähr zwei Jahre, bis die Verhandlungen darüber zum Abschluss gebracht sind. Eine große Rolle spielt die Frage, ob Lepgen auch an Inländer –gemeint sind die Einwohner der Broicher Herrschaft – verlaufen darf. er selbst verlangt die Berechtigung dazu, da er sonst nichts verdienen könne. Doch sind die Bedenken der Hofräte zu groß. In dem Belegsbrief vom 12. Juli 1799, in dem Lepkes die Mühle für 1600 Reichstaler zugesprochen wird, ist ausdrücklich vermerkt, dass er in Ausland verkaufen darf.
Von 1802 an wurde Lepgen in einem Rechtsstreit mit der Kanzlei verwickelt, da er seit 1800 einen zweiten Mahlgang eingebaut und einen Mühlenteich angelegt hatte. Die Befugnis dazu wurde ihm bestritten und ihm der Vorwurf gemacht das er die Herrschaftsübervorteile. er ist dagegen der Meinung, dass er dadurch seinen Mahlgerechtsame keineswegs ausgedehnt habe, da der Bach auf seinen Grund fließe. er erklärte, dass er mit einem Fang nicht alle Sorten mahlen könne. Sein Plan sei gewesen, die Stiftischen im Essenschen und die Kölnischen im Vest Recklinghausen mit seinem Buchweizen- und Weizenmehl zu versehen, da im Essenschen sein Buchweizen und die Vest sein Weizen gebaut wurde. Über den Ausgang dieser Auseinandersetzung schweigen die Alten. Wie aber auch das Ende dieses Rechtstreites gewesen sein mag, ihre endgültige Regelung fand die Sache bei der Aufhebung des Mühlenzwanges durch die Sache der Aufhebung des Mühlenzwanges durch das Dekret der Großherzoglich Bergischen Regierung vom 18. September 1811. Wie wir einem späteren Bericht aus dem Jahre 1819 entnehme, waren seit der Aufhebung des Mühlenzwanges zehn weitere Fruchtmühlen in der Herrschaft entstanden ein Zeichen, wie notwendig diese Maßnahme war. Die Lepkesmühle war bis 1914 in Betrieb, musste dann stillgelegt werden, weil der Mühlenteich durch den Ausbau der vorüberführenden Straße nach Bedingrade immer wieder verschlammte. Der Bach wurde 1923 unterirdisch verlegt und der Teich zugeschüttet.

  • Einige Daten zum Lepkes-Hof aus kleinen Berichten aus alten Zeitungen

Der Teich hatte eine Größe von über 1 Morgen ca. 2500 qm. Auf manchen Karten ist er zu sehen.

In den 1840er wurden neue Räume geschaffen für die Bäckerei und Brauerei. Die Zeche Königsberg später Zeche Oberhausen, wurde damit beliefern. Bis zum 1900 sind beide wieder verschwunden. Herr Professor Günter erwähnte diesen Raum in seiner Beschreibung. Lagerung von Eis.

Lepkes-Hof hatte eine Größe von 18 Morgen Saatland, ¼ Morgen Wiese, und einen Busch Eichenholz.

  • Abschließendes Wort

Natürlich hat der Artikel keinen Anspruch auf Vollständigkeit, es werden bei  späteren Recherchen immer wieder einige Informationen über den Lepkes-Hof ans Tageslicht kommen. Diese werden natürlich dann auch im Artikel einfließen. Ich bin kein Profi, sondern Hobby-Historiker dem die Heimatgeschichte sehr am Herzen liegt.

  • Falls ihr Bilder oder Infos hat …….

Falls ihr noch einige Angaben oder Bilder habt, würden ich mich freuen, wenn ihr sie mir zusendet. Dies würde ich dann in den Artikel einbinden. Dankeschön. 

Quellen:

Autor: Historisches Oberhausen, Martin Grundmann

National-Zeitung 1934,1935,1936,1937, 1938,
Der Neue Tag 1935, 1937, 1938
General-Anzeiger 1925, 1929. 1931, 1934
Ruhrwacht verschiedene Jahrgänge 1930er
Heimatbuch 1927 Seipp
In diesem Artikel sind noch einige wunderbare Zeilen zum Lepkes-Hof. Herrlich.
DÜMPTENER BÜRGERVEREIN UNSER DÜMPTEN
Ausgabe 73 • 2012
Dümptener Zeitschrift. Geschichtlicher Rückblick auf den Lepkes Hof
(aus Unterlagen von Elisabeth Scheidt, geb. Rohland, vom Lepkes Hof) B. L

Auch bitte mal hier reinschauen. Heimatgeschichte.

http://www.duemptener-buergerverein.de/

Professor Roland Günter den Lepkes-Hof Oberhausen (Die Denkmäler des Rheinlandes)
http://www.roland-guenter-werke.de

Oberhausen in Wikipedia.
https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCmpten_(Oberhausen)

Relief der alten Wassermühle am Restaurant Frintop
Mühlenstr. 116
46047 Oberhausen

https://www.restaurant-frintrop.de/

Der Lepkeshof in Oberhausen:
Lepkeshof
Mühlenstraße 128
46047 Oberhausen

http://www.lepkeshof.de/

https://www.facebook.com/lepkeshof

Autor:

Martin Grundmann aus Oberhausen

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