Gutes Programm, schwerer Job

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Julius Müller, alias „Der Müller kommt“, hatte den schwersten Job des Abends und meisterte ihn mit Bravour. Die Sitzung der KG „Dampf drauf“ war überschattet von - nicht nur einem - Tanzunfall, bei dem ein verletztes Mädchen Glück im Unglück hatte.
In gewisser Weise war dieses Jahr der Wurm in der Sitzung der KG „Dampf drauf“ am vergangenen Samstag. Doch war die Gemeinschaft daran absolut schuldlos. Das Programm war solide und gut gewählt, die Künstler eine überzeugende Mischung aus Musik, Tanz und Unterhaltung. Das Publikum war überwiegend der Aufforderung nachgekommen, sich zu kostümieren und doch wollte der Funke nicht so recht überspringen. Immer wieder mussten die jeweiligen Künstler den Kraftakt leisten und die Besucher von den Stühlen holen.
Den schwersten Job in dieser Richtung hatte der Parodist Julius Müller, der als „Der Müller kommt“ die Bühne betrat. Doch er schaffte es, mit seinen Verkleidungen und angesungenen Schlagern, die Jecken wieder in Stimmung zu versetzen. Diese war nämlich kurz vorher auf dem Nullpunkt angekommen. Grund: Beim Gemeinschaftstanz der Oberhausener Garden war eine Tänzerin der „Blauen Funken“ im Rahmen einer Wurffigur schwer verunglückt und am Rücken verletzt worden. Mehrere Minuten dauerte die Erstversorgung durch einen im Saal anwesenden Arzt und die Rettungsteams, bevor das Mädchen schließlich von der Bühne transportiert werden konnte. Die wilden Spekulationen über den Gesundheitszustand des Mädchens, die anschließend durch die Halle schwappten, konnten aber schließlich von der Gardeleiterin der Funken, Christine Mertens, noch während der Sitzung entkräftet werden. Diagnose: „Das Mädchen ist ansprechbar und kann sich bewegen. Zur Sicherheit wird noch ein CT gemacht.“
Wie dann aus gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war, ist der siebte Brustwirbel gebrochen, das heißt, ein Haarriss ist letztlich diagnostiziert worden. Der Verletzten geht es den Umständen entsprechend gut, eine Operation ist nicht notwendig und sie wird auch wieder tanzen können.
Doch auch „Dampf drauf“ selbst blieb am Abend nicht verschont. Gleich zwei Mädchen der Seniorengarde mussten medizinisch versorgt werden. Eines erlitt während des Gardetanzes einen Kreislaufkollaps, ein zweites war umgeknickt und hat sich offenbar am Knöchel verletzt. Außerdem verdrehte sich noch die Tänzerin einer anderen Garde das Knie. So gab es viel zu tun für die Sanitäter in der Stadthalle.
Die „Coloured Birds“, die „Oeddingsche Jonges“, die Prinzengarde der Stadt Krefeld, Gerard der Bauchredner und eben „Der Müller kommt“ haben ihr bestes gegeben, das Publikum zu unterhalten. Und Dank des sensiblen Umgangs mit der Situation durch „Der Müller kommt“, ist die Sitzung letztlich noch zu einem guten Ende gebracht worden.

Autor:

Carsten Walden aus Oberhausen

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