Bachspaziergang am Handbach im Sterkrader Wald

Bei strahlend schönem Wetter trafen sich Mitglieder der BUND-Kreisgruppe Oberhausen und interessierte Bürgerinnen und Bürger am 25.03.2017 zu einer Exkursion zum Handbach, der teilweise als mäandrierender Bach das Schutzgebiet Sterkrader Wald durchzieht.
Cornelia Schiemanowski, Sprecherin der BUND-Kreisgruppe Oberhausen, begrüßte die interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer und wies darauf hin, dass der ökologisch wertvolle Lebensraum des Handbachs und des Sterkrader Waldes durch den geplanten Ausbau des Autobahnkreuzes A2/A3/A516 bedroht sei. „Deshalb wollen wir diesen ökologisch wertvollen Lebensraum zeigen.“
Norbert Axt, stellvertretender Sprecher der BUND-Kreisgruppe Oberhausen, übernahm dann die Führung der Exkursion und erläuterte zunächst an einer Karte den Verlauf des 5,4 km langen Fließgewässers, das nordwestlich von Königshardt entspringt, zum Teil verrohrt oder kanalisiert durch den Oberhausener Norden fließt und schließlich im Stadtteil Biefang in die Emscher mündet. Obwohl der Handbach stellenweise begradigt und tiefer gelegt wurde, weist er eine typische Fließgewässerdynamik auf. Bachmäander und Mergelgruben dienen als Laichgewässer für gefährdete Amphibienarten und als Lebensraum zahlreicher Insektenarten.
An einigen Stellen wurden mit dem Kescher typische Bewohner des Waldbaches entdeckt: die Steinfliegenlarve und die Rote Zuckmückenlarve sowie eine Amphibienlarve konnten in der Becherlupe bestaunt werden. Selbstverständlich wurden alle Tiere nur kurz beobachtet und dann wieder in ihr Gewässer zurückgesetzt. Der Weg führte auch zu einer uralten Rotbuche, die heute als Naturdenkmal besonders geschützt ist. Entlang der Wege war der Frühling deutlich zu sehen: Buschwindröschen, im Laubwald typische Frühblüher, blühten überall, Sauerklee zeigte seine grünen Blätter und an den Sträuchern und jungen Trieben der Bäume waren dicke Knospen und die ersten kleinen grünen Blätter zu sehen. Neben den Buchen, die den Sterkrader Wald prägen, wurde während des Spaziergangs auch ein Erlenbestand in der Handbachaue gezeigt. Es wurde darauf hingewiesen, dass in den alten Mergelkuhlen des Gebietes seltene Amphibienarten leben. Am Ende des Spaziergangs sagte ein Teilnehmer: „ Man staunt, wie vielfältig die Lebensformen hier sind. Wir sollten den Sterkrader Wald unbedingt erhalten.“

Autor:

Cornelia Schiemanowski aus Oberhausen

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