Neue Attraktion im Kaisergarten in Oberhausen
Goldschakale fürs Tiergehege

Ein Schakal, bald im Tiergehege im Kaisergarten zu bestaunen.  Foto: Tiergehege
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  • Ein Schakal, bald im Tiergehege im Kaisergarten zu bestaunen. Foto: Tiergehege
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Im Tiergehege im Oberhausener Kaisergarten soll zeitnah ein neues Gehege für Goldschakale gebaut werden. Das bestehende Wolfsgehege, der Standort des alten Adlerbereichs, das aktuelle Luchsgehege und Teile vom Mufflongehege sollen in ein großes Goldschakalgehege umgewandelt werden.

Mit der Ansiedlung des Goldschakals wird ein weiterer Beutegreifer in den Bestand des Tiergeheges aufgenommen, wie der Betreiber OGM und der Förderverein am Montag ausführlich erläuterten. Ursprüngliche Pläne, wie in der Vergangenheit wieder Wölfe anzusiedeln, wurden verworfen. Zum einen hatten sich viele Bürger gegen die Pläne ausgesprochen, zum anderen gibt es das Problem, dass Wölfe in der Haltung oft unverträglich miteinander umgehen. Das war auch bei den beiden früheren Wölfinnen der Fall, obwohl sie sogar Schwestern waren. Schakale hingegen gelten als genau das Gegenteil.
Neben dem Umbau der alten Wolfsanlage und der alten Luchsanlage wird das Gehege der Steinböcke in ein neues Luchsgehege umgebaut. Damit setzt Tiergehege-Leiterin Dr. Anette Perrey auch schon das Zeichen, auch in Zukunft Luchse im Tiergehege zu beheimaten. Die Steinböcke werden Oberhausen verlassen, sie haben bereits eine Heimat in der Eifel gefunden.

Einwanderer

Der Schakal ist ein Einwanderer, man findet seit einigen Jahren immer mehr Spuren von ihm in verschiedenen europäischen Staaten, im Westen bis zu den Niederlanden. Seine Population übertrifft mit rund 100.000 die des Wolfes um das etwa Siebenfache. Ihre Territorien sind indes viel kleiner als die des Wolfes. Mit einer Körperlänge von 70 bis 90 Zentimetern ist er etwas größer als der Fuchs. Seine Schulterhöhe liegt bei etwa einem halben Meter.
Kosten wird die gesamte Maßnahme rund 200.000 Euro netto, rund die Hälfte wird der Förderverein übernehmen. Die Bauarbeiten sollen so beginnen, dass sie eventuell noch in diesem Jahr abgeschlossen werden können. Es ist auch das letzte große Investment in der alten OGM-Struktur. Die Gesellschaft geht bekanntlich als Eigenbetrieb in den "Konzern" Stadt zurück. Die OGM hat das Tiergehege 14 Jahre lang betreut und mit Hilfe von Sponsoren, Handwerkern und der Ausbildungskolonne hier rund 780.000 Euro investiert, wie OGM-Geschäftsführer Hartmut Schmidt ausführte.

Neues Gehege

Zum Gehege selbst: Das muss im Bereich des Außenzaunes mit einer Grabesperre gesichert werden. Der Goldschakal neigt zum Graben von Höhlen und Gängen. Erfahrungen und Empfehlungen anderer Tiergehege machen die Grabesperre erforderlich, die wird mindestens drei Meter tief gebildet. Das vorhandene Teichbecken soll überarbeitet und vergrößert werden. Angedacht ist, dass ein Bachlauf dieses durchquert.
Im südwestlichen Bereich, der eine betonierte Vertiefung aufweist, soll Füllsand/Kies als Grabebereich eingebaut werden. Hier können die Schakale auf Grund der in die Erde gegossenen Betonwände Buddeln, ohne das Gehege verlassen zu können. Im rückwärtigen westlichen Bereich soll eine Pflege- und Krankenstation gebaut werden. Die Fläche beläuft sich auf etwa 2.400 Quadratmeter.

Auf Augenhöhe

Ein Höhepunkt für die Besucher: Das Gehege erhält eine Schutzhütte mit abgesenktem Niveau und zwei weitere Sicherheitsglasfenster im Außenzaun. Entsprechend soll das Erdreich auf der innen liegenden
Gehegeseite aufgefüllt werden, sodass die Besucher die Tiere durch ein weiters Fenster aus Sicherheitsglas auf Augenhöhe erleben können.
Die vorhandene Größe von circa 1.650 Quadratmetern bleibt für den Luchs erhalten, der vorhandene Zaun muss erneuert und höher einschließlich Elektrozaun ausgebaut werden. Baumfällungen sind nicht vorgesehen. Der vorhandene Steinbockstall wird zu einem Lager umgebaut.

Autor:

Jörg Vorholt aus Oberhausen

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