Qualität vor Ort
Regionale Produkte weiter sehr gefragt

Sarah Terhorst, Frank Krechter, Linda Terhorst-Drüppel und Herrmann Hagedorn vor den Stallungen der Rinder an der Schwarzen Heide (v. l. n. r.).
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  • Sarah Terhorst, Frank Krechter, Linda Terhorst-Drüppel und Herrmann Hagedorn vor den Stallungen der Rinder an der Schwarzen Heide (v. l. n. r.).
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Discounter versuchen mit Dumpingpreisen für Fleisch, Eier sowie Obst und Gemüse ihre Kunden zu locken. Dass es aber auch Menschen gibt, denen es wichtiger ist, dass die Produkte aus der Region kommen, zeigen der Sterkrader Landwirt Herrmann Hagedorn und die Schwestern Sarah Terhorst und Linda Terhorst-Drüppel, Inhaber der Gaststätte Klumpen Moritz in Oberhausen-Sterkrade.

Der Klumpen Moritz bietet ab sofort Rinderrouladen, Sauerbraten, Steak und Gulasch direkt aus Sterkrade an, genauer gesagt von den Tieren von Landwirt Herrmann Hagedorn. Der Hof liegt nur einen Kilometer von der Gaststätte entfernt. "Wir finden es toll zu wissen, wo unsere Produkte herkommen", erzählt Linda Terhorst-Drüppel stolz.
Die 31-Jährige führt die Traditionsgaststätte auf der Bahnhofstraße gemeinsam mit Schwester Sarah bereits in der dritten Generation. "Die Speisen und Getränke im Klumpen kommen zu 75 Prozent aus der Region. Der Spargel kommt aus Sterkrade, das Bier aus Essen, das Wasser und die Softgetränke aus Duisburg."

Fleisch kommt von Sterkrader Tieren

Ab sofort kommt auch das Fleisch, welches von Metzgermeister Frank Krechter in Schermbeck geschlachtet wird, aus Sterkrade. "Das ist für beide Seiten eine win-win-Situation", sagt Landwirt Herrmann Hagedorn. Einerseits hat er die Einnahmen durch den Fleischverkauf, andererseits machen die Terhorsts ihre Sterkrader Stammkundschaft glücklich, wie Sarah Terhorst weiß: "Unsere Gäste wollen regionale Produkte haben." Das hat auch Hagedorn erkannt. Die Produkte, die er in seinem Hofladen und mobilen Automaten auf der Hagedornstraße verkauft, kommen größtenteils aus heimischem Anbau. Neben Grillfleisch sind hier auch Eier und Honig erhältlich.

"Regional ist das neue Bio"

Für Hagedorn ist klar: "Regional ist das neue Bio." Die großen Unternehmen wollen gleich ganze LKW-Ladungen mit Tieren mitnehmen. Das kann und will Hagedorn nicht leisten. Von seinen 50 Rindern sind manche nur zur Milchgewinnung und werden nicht geschlachtet. Die Tiere, die zu Fleisch verarbeitet werden, grasen zwei Jahre auf den Sterkrader Weiden. "Der Geschmack kommt durch die Nahrung der Tiere", erklärt Hagedorn. "Die freie Bewegung auf der Weide macht sich am Ende in der Qualität des Fleisches bemerkbar." Von dieser können sich die Gäste ab Freitag auch im Klumpen Moritz überzeugen.

Landwirte kennen auch die Schattenseite

Doch der Beruf als Landwirt hat auch seine Schattenseiten. Harte körperliche Arbeit und Überstunden gehören dazu. Trotzdem ist der Beruf Hagedorns Leben. "Man muss es einfach lieben." Allerdings hat die Branche seit Jahren akute Nachwuchssorgen. "Es gibt kaum junge Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten wollen."

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