BUND-Kreisgruppe Oberhausen
Besichtigung der REMONDIS-Recyclinganlage

Nach dem letzten Brandereignis auf dem Gelände der Firma Remondis an der Buschhausener Straße am 9. Juni 2019 meldeten sich viele besorgte Anwohner mit Fragen zu Ursachen und Auswirkungen der Emissionen. Der BUND Oberhausen stellte dazu eine Anfrage an den Oberbürgermeister der Stadt Oberhausen und sprach mit Herrn Woidtke, zuständiger REMONDIS-Niederlassungsleiter . In diesem Gespräch wurden neue Brandschutzmaßnahmen erwähnt, die bei REMONDIS die Sicherheit erhöhen sollen und die besichtigt werden könnten. Diese Einladung zur Besichtigung nahmen einige Mitglieder BUND-Kreisgruppe Oberhausen gern an und kamen am 23.Oktober 2019 zur Buschhausener Straße 144, um den Betrieb der Recyclinganlage zu besichtigen.

Cornelia Schiemanowski, Sprecherin der BUNDKreisgruppe erklärte die grundsätzliche Haltung des BUND zur Abfallbehandlung: "Wir sehen das Prinzip der Abfallvermeidung an erster Stelle einer ökologischen Abfallwirtschaft. Abfallvermeidung muss somit das oberste Ziel einer ökologischen Abfallwirtschaft sein, denn jede Form von Sortierung, Behandlung, Verwertung und vor allem Beseitigung ist mit dem Verbrauch oder Verlust von Rohstoffen und Energie verbunden. Insgesamt sind die Recyclingquoten noch steigerungsfähig. Aus Gründen der Rohstoff- und Energieeffizienz fordert der BUND ein stärkeres Engagement der Politik, um die Recyclingquoten zu erhöhen. Für das Recycling von Siedlungsabfällen sollte eine gesetzliche Vorgabe von insgesamt 80 Gewichtsprozent festgeschrieben werden."

Der Betriebsleiter, Herr Schmugge, der Niederlassungsleiter Herr Woidtke und Herr Dr. Wollny als Immissionsschutzbeauftragter des Betriebs informierten bei Kaffee und Kuchen über die betrieblichen Abläufe und die Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und der Anwohner. In der 7 000 m² großen Sortieranlage werden Gewerbemüll, Sperrmüll und Papier in weiter verwertbare Abfallfraktionen aufgeteilt. Dazu wurde im Frühjahr eine automatische Sortieranlage gemäß Gewerbeabfallverordnung installiert, die es ermöglicht 8 % des Gewerbemülls zu recyceln. Hierbei wurden ca. 7,5 Mio.€ investiert sowie 10 neue Arbeitsplätze am Standort Oberhausen geschaffen. Auch die etwa 12.000 t Altpapier
der Stadt Oberhausen werden am Standort angenommen. Die Kompostmenge, die durch die Biotonne in Oberhausen eingesammelt wird, liegt mit 1500 t im Vergleich zu anderen Kommunen niedrig. Hier könnte die Mülltrennung noch verbessert werden.
Als bisher ungelöstes Problem wurde die unsachgemäße Entsorgung von Batterien und Akkus benannt, denn Lithium-Batterien und Akkus können Brände auslösen. Es wurde darauf hingewiesen, dass Altbatterien und Altakkus sachgerecht in Sammelboxen (Handel) oder bei kommunalen Sammelstellen entsorgt werden müssen, aber leider tauchen doch immer wieder Batterien im Müll auf.
Seit dem letzten Brand in der Recyclinganlage hat der Betrieb die Überwachung durch Kameras und Wärmebildkameras verbessert, Außerdem gibt es Rauchmeldeanlagen und Brandwachen, die auch am Wochenende ständig das Firmengelände kontrollieren. Die Firmenleitung hofft, dass damit weitere Brandereignisse vermieden werden können. Ein Gang durch die Halle und die Besichtigung der neuen Sortieranlage sowie der Bereiche, wo Gewerbemüll gelagert wird, verschaffte uns einen Einblick in die Betriebsabläufe und die komplexe Sicherheitsproblematik. Wir danken der Firmenleitung für die Möglichkeit der Besichtigung und hoffen, dass keine weiteren Störfälle auftreten.

Autor:

Cornelia Schiemanowski aus Oberhausen

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