Dialog eingeleitet

Parkplätze sind auf der Fahnhorststraße ein rares Gut. Die Situation wird sich eher noch verschärfen. Foto: Peter Hadasch
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  • hochgeladen von Marc Keiterling
Wo: Oberhausen-Osterfeld, Oberhausen auf Karte anzeigen

Emotional ging es zu in der Aktuellen Stunde der Bezirksvertretung Osterfeld am vergangenen Dienstag. Auslöser war die bevorstehende Ansiedlung der Bosnisch-Islamischen Kulturgemeinschaft in einem ehemaligen Bäckereifertigungsbetrieb an der Fahnhorststraße.
Drei islamische Häuser, Moscheen oder Kulturzentren sind an dieser Straße bereits beheimatet. Einige Hausbesitzer fühlen sich nun angesichts der vierten Ansiedlung „überfahren“, wie es ein Betroffener während der Bezirksvertretung formulierte.
Wilhelm-Hartmut Weishaupt, Bereichsleiter Baugenehmigung und Bauordnung der Stadt Oberhausen, erklärte, dass man entsprechend der vorliegenden Bauvoranfrage nicht von einem Saal für große Feiern wie Hochzeiten oder ähnliches auszugehen habe. Gebetsstunden und Religionsunterricht sei demzufolge vorgesehen. Ein Antrag auf die Errichtung eines Minaretts, nach Presseberichten so erfolgt, sie ihm „nicht bekannt“, unterstrich Weishaupt. Die bei Veranstaltungen sowie zu Gebetsstunden bereits jetzt angespannte Parkraumsituation, sowie den Lärmschutz habe man im Auge.
Der polizeilichen Darstellung, dass die Verkehrssituation nicht im höheren Maße auffällig sei, widersprachen einige der anwesenden Bürger deutlich. Nach ihrem subjektiven Gefühl habe sich die Gefährdungslage durch wildes Parken deutlich verschärft. „Bei Veranstaltungen ist meine Garage ständig zugeparkt. Rufe ich die Polizei, kann die auch nichts ausrichten. Lasse ich abschleppen, darf ich das auch noch bezahlen“, empörte sich ein Hausbesitzer.
Stefan Zimkeit, Sprecher der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Osterfeld, bedauerte, dass es die Gemeinde auch aus seiner Sicht versäumt habe, das Thema des Umzugs zur Fahnhorststraße frühzeitig und offen anzusprechen. Gleichzeitig warb er für einen Dialog zwischen Anwohnern und Bosnisch-Islamischen Kulturgemeinschaft. Letzteres verfehlte seine Wirkung nicht. Noch vor den Türen der Aula der Gesamtschule Osterfeld, wo die Bezirksvertretung tagt, trat man anschließend in einen Austausch.

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