+++Eilmeldung+++ Möbelhäuser dürfen ab Montag öffnen
Laumann lockert Auflagen in NRW

Derzeit ruht der Betrieb auch bei Möbel Hardeck noch. Das soll sich ab Montag ändern.
  • Derzeit ruht der Betrieb auch bei Möbel Hardeck noch. Das soll sich ab Montag ändern.
  • Foto: Molatta
  • hochgeladen von Christian Schaffeld

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sorgte am heutigen Donerstagnachmittag für einen absoluten Hammer. Ab Montag dürfen landesweit alle Möbelhäuser und Babymärkte wieder öffnen - auch IKEA.

"Wir haben hier einen nordrhein-westfälischen Weg", so der Minister auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf. Noch gestern Abend konnten sich die Ministerpräsidenten der Länder in einer Video-Konferenz nicht einigen. Jetzt geht NRW also den eigenen Weg. Sowohl Babyfachmärkte, als auch große Möbelhäuser wie Hardeck, Kröger und IKEA dürfen wieder öffnen. Laumann sprach von "einer klaren Öffnung des wirtschaftlichen Lebens". Trotzdem warnt er, nicht fahrlässig zu werden und appeliert an die Menschen, sich des Risikos von COVID-19 bewusst zu sein. "Wir müssen noch Dinge juristisch abgleichen. Die alte Verordnung läuft Sonntag aus. Deshalb wollen wir die neue Verordnung heute veröffentlichen, damit die Tage bis montag genutzt werden können und sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber darauf vorbereiten können." Die meisten anderen Geschäfte, deren Verkaufsfläche die 800 Quadratmeter übersteigt, müssen geschlossen bleiben.

"800 Quadratmeter keine Willkür"

Wichtig ist Minister Laumann, dass es sich bei dieser Zahl um keine Willkür handelt. "Die 800 Quadratmeter sind in den Baugesetzbüchern des Landes Nordrhein-Westfalen festgelegt. Ab dann beginnen Großraumläden." Und genau diese sollen weiter geschlossen bleiben. Ausgenommen sind davon neben Möbel- und Einrichtungshäusern auch Autohäuser, Fahrradhändler, Buchhändler und Babyfachmärkte. "Es wird jedoch Auflagen geben", so der CDU-Politiker. Wie diese genau aussehen werden ist derzeit noch nicht bekannt. Fest steht: Die Hygienemaßnahmen müssen erhöht werden. Auch muss es eine Zulassungsbeschränkung bei den Häusern geben. Warteschlangen sollen entzerrt werden, sodass der nötige Mindestabstand eingehalten werden kann, um Infektionen zu vermeiden. "Wir werden dann ja spätestens Anfang Mai sehen, wie sich die Infektionszahlen in Deutschland und auch bei uns in Nordrhein-Westfalen verändern, oder hoffentlich eben in die richtige Richtung weiter verändern." Wichtig ist bei all den hoffnungsvoll stimmenden Neuigkeiten jedoch, dass die Infektionsrate nicht in die falsche Richtung driftet.

Autor:

Christian Schaffeld aus Oberhausen

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