Der Kommentar zu den neuen Parkgebühren:
Schluck aus der Pulle

Die neue Parkuhr.    Foto: Jörg Vorholt
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Droht die neue Parkraumbewirtschaftung zum Rohrkrepierer zu werden oder ist sie erst ein Vorgeschmack auf die Belastungen, die auf uns zukommen, wenn es um den Klimaschutz geht?

Teile Oberhausens sind durch den Parksuchverkehr schwer belastet, hier soll Abhilfe geschaffen werden. Es wird gedrängelt, gehupt, zig Runden werden gedreht, um einen Parkplatz zu finden. Schließlich ist Parken in Oberhausen, selbst mit dem neuen Bewirtschaftungsplan, so günstig wie fast nirgendwo sonst. In Dinslaken etwa kostet die Stunde längst 1,40 Euro, hier gibt es großes Wehklagen ob der Erhöhung von 50 Cent auf einen Euro.

Und dennoch, vor allem für viele Arbeitnehmer, die auf dem Weg zur Arbeit aufs Auto angewiesen sind und bisher nichts oder deutlich weniger bezahlt haben, etwa für zwei Euro am Tag auf dem DGB-Parkplatz an der Friedrich-Karl-Straße standen, sind die neuen Gebühren ein richtiger Schluck aus der Pulle, der weh tut.

Eine Musterrechnung für einen Fünf-Tage-Job: Bei 104 Wochenendtagen, circa sechs bis acht Feiertagen, 30 Urlaubstagen und - mal unterstellt drei bis fünf Tage krank - kommt man auf rund 19 Arbeitstage pro Monat. Wo ein Tagesticket fünf Euro kostet, sind also rund 95 Euro "fällig". Das sind stolze 1.140 Euro im Jahr. Anderswo muss man dann bis zu 8 bis 9 Euro bei einem Vollzeitjob blechen. Das können dann rund 1.800 Euro im Jahr werden.

Dies vor Beziehern niedriger Einkommen zu kommunizieren, dürfte kaum möglich sein. Auch bei mittleren Einkommen hinterlässt das Spuren. Dass vor allem Pendler - vielleicht - einen kleinen Teil davon über die Steuererklärung zurückbekommen, ist nur ein schwacher Trost.

Im Rathaus sollte man daher dringend noch einmal nachrechnen.

von Jörg Vorholt

Die neue Parkuhr.    Foto: Jörg Vorholt
Jörg Vorholt
Autor:

Jörg Vorholt aus Oberhausen

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