Es gibt nichts, was es nicht gibt
DER ADVENTSKALENDER

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Bald ist es wieder soweit. Jeden Tag darf man ein Türchen aufmachen. Für die Meisten gehört ein Adventskalender einfach dazu. Er soll das Warten auf den Heiligen Abend versüßen und war von jeher etwas Besonderes. Kindern soll die verbleibende Zeit bis zum 24.12. veranschaulicht und die Vorfreude auf das Weihnachtsfest gesteigert werden. 

Es heißt, dass der erste selbstgemachte Adventskalender aus dem Jahr 1851 stammt. 
Bei den protestantischen Familien war es so: Nach und wurden 24 Bilder mit weihnachtlichen Motiven an Wand oder Fenster gehangen. Oder die Familien zeichneten 24 Kreidestriche an die Wand, die Sonntage hatten dabei längere oder farbige Striche. Jeden Tag durften die Kinder einen Strich weg wischen. 
Anders war es bei den katholischen Gläubigen. Jeden Tag wurde ein Strohhalm in die Krippe gelegt, damit das Jesus Kind Weihnachten ein weiches Bett hatte. Andere Formen für die Zeit vom 1.12. bis 24.12. waren eine Adventsuhr oder eine Adventskerze. 
Erst nach dem zweiten Weltkrieg entwickelte sich der Adventskalender, bei dem hinter jedem Türchen ein schönes Motiv oder ein Stück Schokolade versteckt ist. 

Immer wieder nehmen Menschen Einfluss auf den Adventskalender. Bräuche verändern sich und werden vom Zeitgeist geprägt. Es gibt verschiedene Formen von Adventskalendern, die mit den unterschiedlichsten Motiven und Füllungen ausgestattet sind. Leider wird der Adventskalender heutzutage oft erfolgreich von unzähligen Firmen vermarktet, der das christliche Brauchtum in den Hintergrund stellt.

Ich möchte euch hier einige vorstellen, die ich in diverse Kategorien unterteilt habe:

"Adventskalender Gaumenfreuden": Natürlich gibt es nicht nur die Kalender, die jeden Tag ein kleines Schokoladenteilchen enthalten, sondern noch viel mehr. Erwachsene (besonders Männer) freuen sich über einen hochprozentigen Kalender. Jeden Tag ein spektakuläres Bier, eine außergewöhnliche Gin oder Whisky Sorte. Aber auch täglich eine andere Teesorte kann so manches Herz erfreuen. 
Hochfeine Pralinen, Schokoriegel, Coladosen,.... Es gibt viel Auswahl. 

"Adventskalender Öko": Es gibt Kalender hinter deren Türchen sich jeden Tag Saatgut und eine Anzuchtpackung befinden. So kann man jeden Tag ein neues Mikrogemüse züchten. Auch gibt es Müsliriegel (Bio versteht sich) in den Kalendern mit exclusiven Sorten wie Paleo Kokos, Cranberry Pistazie,... . Auch hier Auswahl ohne Ende. 

"Adventskalender FSK 18": Jeden Tag ein erotisches Highlight. Für aufregende Pärchen Momente oder erotische Soloverwöhnmomente. Vibrierend, prickelnd und funkelnd geht es hinter den 24 Türchen zu. 

"Adventskalender Escape Room":
Jeden Tag muss man ein kniffliges mysteriöses Rätsel lösen. Die Fangemeinde wird immer größer. 

"Adventskalender Literatur": Hinter jedem Türchen versteckt sich eine kleine Geschichte oder ein Teil einer langen Geschichte, die in 24 Kapitel aufgeteilt ist. Für Kinder gibt es zum Beispiel den Pixi Adventskalender; jeden Tag wartet ein kleines Pixi Buch. 

"Adventskalender Animalisch":
Es gibt genug Menschen, die für ihre tierischen Lieblinge auch einen Adventskalender kaufen. Hunde, Katzen, Nager und auch Pferde dürfen sich jeden Tag auf eine Überraschung freuen. 

"Adventskalender einfach dufte": Hier gibt es etwas schönes zum Riechen. Parfums, Cremes, Badesalze oder Duftteelichter. Jeder von uns mag einen schönen Geruch.

"Adventskalender Spielzeug": Auch hier gibt es unzählige Varianten. Playmobil, Lego,....
Spielzeug raus nehmen, zusammen bauen und es kann los gespielt werden. 

"Adventskalender Gewinnen": Rubbellose laden jeden Tag dazu ein, etwas zu gewinnen. Aldi oder Ikea haben Adventskalender, wo Einkaufsgutscheine versteckt sind, dessen Wert hoch oder nicht so hoch sein kann.

"Adventskalender Minimalismus": Der sogenannte Zero Adventskalender steht für Verzicht und Minimalismus und gibt hilfreiche Anregungen zum Loslassen. 24 mal weniger ist mehr. 

"Adventskalender umgekehrt": Jeden Tag im Advent geben wir etwas ab. Eine kleine Spende wird in eine Box gelegt und dann am 24. Dezember oder auch in den Tagen danach an eine Wohltätigkeitsorganisation gespendet. 

"Adventskalender selbst gemacht": Es ist ein persönlicher Adventskalender. Oftmals wird viel Liebe und Arbeit rein gesteckt; zudem sehr zeitintensiv. 24 Aufmerksamkeiten für einen Mitmenschen. Egal ob in Säckchen, Umschlägen, Kisten, Kartons, Dosen, Schachteln oder sonst was verpackt. Ich finde selbstgemachte Kalender großartig. Eine tolle Idee! 

"Adventskalender Weihnachtsmuffel": Nicht alle Menschen mögen die Weihnachtszeit. So gibt es zum Beispiel einen Anti Adventskalender mit Unglückskeksen und deprimierenden Botschaften gefüllt.

"Adventskalender Beauty": Make up, Nagellack, Handcreme,... . Jeden Tag steckt etwas drin, um sich aufzuhübschen. 

"Adventskalender Handwerker": Hinter jedem Türchen steckt ein Werkzeug für Handwerker, Heimwerker, Baumarkt- oder Technikfans. Mini Wasserwaage, Alleskleber, Nylondübel oder Innensechskantschlüssel,... verbergen sich hinter den Türchen. 

"Adventskalender Luxus": Wenn ihr bis zum 1.12. noch im Lotto gewinnt, könnt ihr hier gerne zuschlagen. Für 2,5 Millionen Euro gibt es einen Kalender mit 24 hochkarätigen Diamanten. 

"Adventskalender Schmuck": Ohrringe, Ketten, Anhänger, Ringe,... . Klassisch, elegant, lässig, verspielt, mit Glitzersteinen, Perlen etc. Es gibt eine Menge Auswahl. 

"Adventskalender Textil": Hinter jedem Türchen steckt etwas zum Anziehen. Der Klassiker natürlich Socken. 

"Adventskalender Humanität": Wie zum Beispiel der Kalender vom Lions Club. Hinter jedem Türchen steckt ein von einer Firma oder Organisation gespendeter Gewinn. Der Erlös aus dem Kalenderverkauf ist für humanitäre Projekte bestimmt. Eine tolle Sache. Ich kaufe ihn mir jedes Jahr.

" Adventskalender spirituell und christlich": Motive, Impulse, Bilder, Geschichten, die uns auf die Ankunft des Herrn vorbereiteten. Denn genau das bedeutet Advent: die Ankunft des Herrn. Manchen Menschen tut es gut, besonders wenn sie viel Stress haben, mit einem geistlichen Impuls in den Tag zu starten. Impulse, die uns berühren, erfreuen und nachdenklich machen. 

"Adventskalender digital": Als App oder in Form von E-Mails oder mit Adventskalender-Gewinnspielen. Alles läuft online. 

"Adventskalender Lebendig": Auch begehbarer Adventskalender genannt. Es gibt etwas zu erleben. Diese lebendigen Adventskalender werden immer lokal organisiert. Privatpersonen, Firmen, Institutionen laden zu einer bestimmten Zeit zu sich ein und sind dann sozusagen der Gastgeber für das jeweilige Türchen. Was dort passiert, ist individuell, hat aber einen Bezug zur Adventszeit bzw. Weihnachten. 

Also, so unterschiedlich wir diese besinnliche Zeit erleben, so verschieden sind auch die Adventskalender und ihre Preise, die uns durch die Vorweihnachtszeit begleiteten.
Jeder hat seine eigene Einstellung zu Adventskalendern und der Adventszeit. Für mich zählt nicht höher, schneller, weiter, sondern langsamer, bewusster, menschlicher.

Autor:

Nina Benninghoff aus Oberhausen

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