Fachkräftemangel
Fachkräftemangel: Bedarf an Sensorik-Spezialisten in deutschen Unternehmen wächst

Der Fachkräftemangel ist für die Arbeitswelt zweifelsfrei eine der größten Herausforderungen – nicht nur in der IT- und Druckindustrie. So fehlen schon heute qualifizierte Mitarbeiter an allen Ecken und Enden. Allerdings ist dies erst der Anfang, denn die meisten Prognosen gehen davon aus, dass sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren noch deutlich verschärfen wird. Vor allem in technologischen Bereichen wie der Sensorik ist die Lage dabei besonders angespannt.

Warum ist die Frage nach Fachkräften im Bereich Sensorik so hoch?

Die Sensorik ist in der modernen Zeit einer der bedeutsamsten Technologien. So ist die aktuelle Entwicklung innerhalb der Wirtschaft in erster Linie durch die Digitalisierung geprägt. Mit der Hilfe von Digitaltechnik werden immer mehr Prozesse in Unternehmen automatisiert. Ein wesentlicher Grundpfeiler dieser Entwicklung ist die Sensortechnik. Damit überhaupt Abläufe in Produktionen automatisiert werden können, müssen die Systeme verschiedenste Faktoren erfassen können. Egal ob Position im Raum, Fertigungsstadium oder Umwelteinflüsse: Ein Großteil der für die Automatisierung benötigten Daten wird in modernen Produktionsumgebungen über Sensoren erfasst. Da es sich bei Sensoren und der dahintersteckenden Technik um ein komplexes Themengebiet handelt, setzt die Anwendung ein großes, fachspezifisches Know-how voraus. So wird für die Implementierung von sensorgestützten Systemen Fachpersonal zwingend benötigt.

Welche Folgen kann der Fachkräftemangel für Unternehmen haben?

Schon heute sind die Folgen des Fachkräftemangels in Deutschland für viele Betriebe im Geschäftsalltag spürbar. Eine sehr deutliche Auswirkung sind zum Beispiel die Kosten für das Recruiting. So müssen Unternehmen mittlerweile einen sehr hohen Aufwand betreiben, um eine offene Stelle mit einer entsprechenden Fachkraft besetzen zu können. Dieser Mehraufwand spiegelt sich wiederum in den Kosten wider. Auf lange Sicht kann der Fachkräftemangel allerdings noch deutlich drastischere Auswirkungen mit sich bringen. Vor allem wenn die Knappheit an Fachpersonal so groß wird, dass sich Stellen gar nicht mehr besetzen lassen, kann der Fachkräftemangel zu einem ernsthaften Problem werden.

In welchen Bereichen ist der Mangel an Fachkräften besonders groß?

Zwar handelt es sich bei dem Fachkräftemangel um ein branchenübergreifendes Phänomen, allerdings zeigt die Praxis, dass der Mangel vor allem für den deutschen Mittelstand problematisch ist. Mittlerweile sehen knapp die Hälfte aller Mittelständler in Deutschland den Fachkräftemangel als große Gefahr an. Insbesondere in Ballungsgebieten wie der Region Essen und Umgebung arbeiten viele mittelständische Unternehmen bereits an der Auslastungsgrenze. Hier verhindern die fehlenden Fachkräfte die Annahme neuer Aufträge und damit auch die Expansion der Unternehmen. Insbesondere in für die Digitalisierung relevanten Branchen wie der Sensortechnik fallen die daraus resultierenden Einbußen besonders hoch aus. Dies liegt vor allem an der hohen Nachfrage für individuell entwickelte Sensortechnik im In- und Ausland. Besonders als Exportprodukt ist deutsche Sensortechnik in Nordamerika und Asien gefragt wie nie.

Wie können betroffene Unternehmen dem Fachkräftemangel entgegenwirken?

Um den negativen Auswirkungen des Fachkräftemangels zu entfliehen, sollten Unternehmen am besten selbst für qualifizierten Nachwuchs sorgen. Neben der Zusammenarbeit mit Bildungsstätten ist ebenfalls die Rekrutierung aus alternativen Quellen eine aussichtsreiche Option. Vor allem die gezielte Förderung von Quereinsteigern hat sich in der jüngsten Vergangenheit als vielversprechende Maßnahme herausgestellt. Insbesondere Gruppen wie qualifizierte Flüchtlinge oder Studienabbrecher sind in diesem Zusammenhang ein attraktiver Pool für zukünftige Fachkräfte. So lassen sich aus Zielgruppen dieser Art mit gezielten Weiterbildungen bzw. Umschulungen relativ einfach qualifizierte Mitarbeiter generieren.

Fazit: Was gibt es abschließend zum Thema zu sagen?

Wie sich zeigt, ist der Fachkräftemangel vor allem für mittelständische Betriebe eine gigantische Herausforderung. Da es sich hierbei keineswegs um ein temporäres Problem handelt, sollten Unternehmen so schnell wie möglich selbstständig aktiv werden. So ist das eigene Engagement eine der effektivsten Waffen im Kampf gegen unbesetzte Stellen.

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