BurnOut... ausgebrannt und leer...
Hätte ich mir doch lieber ein Bein gebrochen....

....dann bräuchte ich nicht versuchen zu erklären, was eh niemand versteht. 
Ein gebrochenes Bein ist so offensichtlich. Man hat einen Gips, Krücken oder ist vielleicht sogar für kurze Zeit auf einen Rollstuhl angewiesen. Man kann natürlich gerade körperlich keine Leistung erbringen.
Es gibt mitleidige Blicke und verständnisvolles Nicken.

Ich habe "nur" Kopf. 
Ich habe eine Depression. Eine Erschöpfungsdepression. BurnOUT....
Ich bin oft sehr leistungsfähig, schaffe meine Aufgaben, die sich zwar "nur" auf häusliche Tätigkeiten, Kindererziehung und pflegerische Aufgaben bei der Mutter beziehen ( nach dem Tod meines Vaters kamen diverse Aufgaben hinzu ( Verträge kündigen, Bankgeschäfte erledigen, Wohnung auflösen). Einen Beruf auszuüben, dazu bin ich nicht in der Lage.

Niemand kann eine Depression sehen, niemand weiß wie es sich anfühlt und niemand weiß, was für ein Kampf es oft ist, für sich selbst und andere zu sorgen. ( Außer natürlich Betroffene und Angehörige.)

Viele, die das Wort Depression hören, können nichts damit anfangen.
Manche belächeln es. Traurig ist doch jeder mal, einen schlechten Tag hatte ich doch auch schon...usw...

Ich bin manchmal, nach einem langen Tag nicht mehr in der Lage klar zu denken. Pudding im Kopf. Wenn ich körperlich erschöpft bin, weiß ich, was ich am Tag geleistet habe, ich ruhe mich aus. Am nächsten Tag ist es meist wieder gut.

Psychisch erschöpft zu sein, bedeutet eine erhebliche Konzentrationsschwäche, eine verminderte Aufnahmefähigkeit, Angst und Panik können sich dazu gesellen...Diese Ängste sind so unterschiedlich wie wir Menschen... plötzlich hat  man Angst vor Menschenansammlungen, Angst davor was falsches zu sagen oder zu tun, große Selbstzweifel und der Versuch immer wieder Leistung zu erbringen.... was nicht funktioniert und somit ein negatives Selbstwertgefühl ergibt...unter Druck geht dann gar nichts.

Ich hatte viele Dinge im Kopf, als ich begann zu schreiben. Nicht alles was ich denke, kann ich so wieder geben, damit es verständlich wird.
Warum ich das überhaupt schreibe?
Weil ich mir Verständnis erhoffe, nicht für mich, sondern für alle die, die anders ticken. Die aus irgendwelchen Gründen eben nicht so funktionieren, wie alle es erwarten.

Ich möchte, dass der Leser, die Leserin darüber nachdenkt, dass nicht sein/ ihr Handeln und nicht seine/ ihre Kraft das nonplusultra sind. Es ist toll, das er/ sie es schafft.
Es gibt aber auch die, die alles versuchen, was sie können und trotzdem reicht es nicht...( für die, die es erwarten)

Schaut mal genauer hin und versucht zu verstehen!

Autor:

Nicole Deucker aus Oberhausen

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