Pilotprojekt in Oberhausen - An der Oranienstraße kommt erster Müll unter die Erde

Eine Anwohnerin beim Entsorgen von Hausmüll, begleitet von WBO-Geschäftsführern Karsten Woidtke und Maria Guthoff sowie Immeo-Abteilungsleiter Dirk Lüdtke
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Das renommierte Immobilienunternehmen Immeo hat als erster Eigentümer und Vermieter das Angebot der WBO GmbH in Anspruch genommen, Abfälle und Wertstoffe seiner Mieter an der Oranienstraße in Oberhausen-Schmachtendorf nicht mehr in Mülltonnen und –containern zu sammeln, sondern in sogenannten Halbunterflurbehältern. Ein Halbunterflurbehälter wird einen halben Meter in der Erde eingelassen. Ein System mit Vorteilen.

Halbunterflurbehälter - eine innovative Entsorgungsalternative

Für die mehr als 250 Bewohnerinnen und Bewohner in 124 Wohnungen der Immeo-Wohnhäuser hat die WBO insgesamt acht Behälter an zwei Standorten platziert. „Dabei geht es um eine moderne Idee als Alternative für eine optimale Entsorgung, da das Halbunterflursystem eine Reihe von Vorteilen bietet“, erklärt WBO-Geschäftsführerin Maria Guthoff. So beschreibt es auch der Geschäftsführer von Immeo Wohnen Service GmbH, Jochen Humpert:
„Die Immeo hat bereits an anderen Standorten wie z. B. im Duisburger Stadtgebiet positive Erfahrungen mit diesem innovativen Abfallentsorgungssystem gemacht. Mit der WBO können wir nun auch in Oberhausen diese platzsparende Entsorgungsmöglichkeit umsetzen. Für Immeo spielt dabei das saubere Erscheinungsbild des Wohnumfelds eine große Rolle, auch Fremdbefüllungen von Dritten zulasten der Mieter sind hierbei nicht mehr möglich. Zudem sind die barrierearmen Einwurfschleusen auch für mobilitätseingeschränkte Personen gut erreichbar.“

Die Vorteile

Die Behälter sind wegen ihrer niedrigen Einwurfhöhe komfortabel bedienbar, so dass es kinder-, alten- und behindertenfreundlich ist.
Der Baustil ermöglicht sowohl eine platzsparende als auch optisch angenehme Alternative, da die Container bzw. Sammelbehälter einen halben Meter unter der Erde und dadurch weniger sichtbar sind. Also wird mehr Abfall auf weniger sichtbarem Raum ermöglicht und wertet das gesamte Wohnumfeld auf.
Unangenehme Gerüche werden auch deutlich wahrnehmbar reduziert.
Ein System, das auch bei den Bewohnerinnen und Bewohnern gut ankommt und nach anfänglicher Skepsis jetzt sehr positiv gesehen wird. So sagte eine Anwohnerin, es sei alles gut, und das neue System sorge für ein schönes Erscheinungsbild.
„Das System kann durchaus auch als Beitrag zur Stadtsauberkeit empfunden werden, da die Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass hier weniger Müll an den Standflächen zu finden ist als an normalen Müllcontainern“, so Maria Guthoff.
Das Halbunterflursystem ist einsetzbar für alle Abfälle, die in verschiedenen Behältern getrennt entsorgt werden, und zeichnet sich somit auch als umweltbewusstes System aus. Die Behälter sind farblich gekennzeichnet, so dass erkennbar wird, welcher Abfall wo hin gehört. Außerdem sind die Behälter durch die Stabilität im Boden auch langlebiger.
Die WBO leert die Abfallbehälter mit einem speziell umgerüsteten Kranwagen.
Eine Schließfunktion, die die Anwohner mit einem Schlüssel zum Öffnen und Verschließen der Abfallsäule umsetzen, verhindert Fremdeinwürfe. Die Behälter haben ein Volumen von ca. drei Kubikmetern.

Testphase

„Mit dem Pilotprojekt an der Oranienstraße startet eine Testphase, die wir Anfang nächsten Jahres mit einem zweiten Halbunterflurbehälterprojekt ergänzen werden“, erklärt WBO-Geschäftsführer Karsten Woidtke. Um sie zu einem Regelprojekt zu machen, müsste zunächst die städtische Abfallsatzung angepasst werden. Deshalb ist die Testphase erst mal bis Ende 2018 geplant.

Was zu beachten ist

Für die Nutzung von Halbunterflurbehältern sind einige Voraussetzungen zu beachten, z. B:
- Die Standortfläche muss frei von Versorgungsleitungen (was bei einer Tiefe von 50 cm eigentlich auszuschließen ist), Schächten und Wurzelwerk sowie frei zugänglich - d.h. nicht zugeparkt oder durch andere Hindernisse blockiert - sein und rundum einen gewissen Raum insbesondere für die Müllabfuhr gewährleisten.
- Liegt der Standort im öffentlichen Verkehrsraum, muss bei der Stadt eine Sondernutzung beantragt werden.

Eine Anwohnerin beim Entsorgen von Hausmüll, begleitet von WBO-Geschäftsführern Karsten Woidtke und Maria Guthoff sowie Immeo-Abteilungsleiter Dirk Lüdtke
Ein neues System, das von den Anwohnerinnen und Anwohnern sehr positiv angenommen wird.
Autor:

Andrea Rupprath aus Oberhausen

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