Einblicke in die Abläufe eines ambulanten Pflegedienstes
Traumjob gefunden

HKS Schuhmacher hat seine Büroräume an der Marktstraße 36 um ein ganzes Stockwerk erweitert. Fotos: Jens Knetsch
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  • HKS Schuhmacher hat seine Büroräume an der Marktstraße 36 um ein ganzes Stockwerk erweitert. Fotos: Jens Knetsch
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 „Es ist so schön, dass Sie da sind!“ – dieser Satz begegnet Andrea Berger an diesem Morgen gleich ein paar Mal. Für die gelernte Altenpflegerin ist es eigentlich ein ganz normaler Montag, an dem sie für die "Häusliche Krankenpflege Schuhmacher" (HKS) unterwegs ist.

Seit dem Jahr 1992 ist Heinz Schuhmacher mit seinem Unternehmen in Oberhausen aktiv. Der examinierte Krankenpfleger machte einst seine Leidenschaft zum Beruf. Eine Arbeit in einem stationären Krankenhaus kam für ihn nicht in Frage, kurzerhand entschied er sich für den Weg in die Selbstständigkeit. Angefangen mit zwei Personen ist das Unternehmen, das heute an der Marktstraße 36 in der Innenstadt zu finden ist, auf nunmehr 48 Mitarbeiter gewachsen. „Früher habe ich scherzhaft gesagt: wir übernehmen alles, von der Kranken- und Altenpflege bis hin zur hauswirtschaftlichen Versorgung (zum Beispiel Reinigung, Wäsche waschen und vieles mehr). Heute ist genau dieses Portfolio gefragt und zeichnet uns und unsere Dienstleistung aus“, so der 58-Jährige.

Verantwortungsbewusstsein

Doch er weiß, dass die Kunden das Verantwortungsbewusstsein und die Kompetenz des HKS-Teams sehr schätzen. „Wir überzeugen durch Leistung“, so der Geschäftsführer, der fest davon überzeugt ist, dass „gute Arbeit auch Bestand hat."
Genauso sieht es auch Andrea Berger, die gerne früh unterwegs ist und den Kontakt zu den Patienten sehr schätzt. „Ich bin gebürtig aus Oberhausen, kenne mich in meiner Heimatstadt sehr gut aus und schätze es sehr, dass ich vielen unterschiedlichen Menschen begegnen kann.“ Für jeden hat die 55-Jährige ein paar freundliche Worte übrig, kennt Patient sowie die Kranken- und Familiengeschichten oftmals in- und auswendig. „Ich persönlich mag es sehr, wenn man trotz der oftmals nicht so schönen Gemütslage des Patienten, auch ein wenig Privates sprechen kann.“

Selbstständigkeit und Verantwortung

Ob Hilfe beim Anziehen von Strümpfen, die Verabreichung von Medikamenten, Insulin spritzen, das Waschen und die Pflege von Patienten, Andrea Berger hat ihren Traumjob gefunden und möchte diesen auch nicht mehr eintauschen. „Ich liebe diese Selbstständigkeit und die Verantwortung“. Genau das ist es auch, was sie jüngeren Kolleg/innen gerne mit auf den Weg geben möchte. „Es ist ein wunderbares Gefühl, für Menschen da zu sein und ihnen den Alltag zu erleichtern.“ Unterwegs in den dritten Stock fliegt sie förmlich die Treppe hinauf. „Bei uns ist es so, dass wir nicht unter Zeitdruck arbeiten müssen. Natürlich gilt es Ankunfts- und Besuchszeiten zu dokumentieren. Es ist aber eher so, dass sich unsere Kunden auch schon auf unseren Besuch freuen.“ Entsprechend herzlich fallen die Begrüßungsworte und die Verabschiedungen aus.

Dokumentation per App

Doch es geht auch anders: „Warum kommst Du denn heute etwas später?“, fällt die nächste Begrüßung auf den ersten Blick etwas schroff aus. Doch das Augenzwinkern der Patientin verrät den neckischen Spaß hinter der Anmerkung. Während Andrea Berger per App den Beginn der Tätigkeit dokumentiert, wirft sie einen Blick auf den Medikamentenplan, erste Informationen zum Allgemeinbefinden werden ausgetauscht. Nach dem Besuch geht’s treppabwärts wieder zum Auto. „Ich habe mein Fitness-Studio sozusagen bei der Arbeit“, lacht Andrea Berger und freut sich schon auf den nächsten Termin.

Ausbildung

Auch Inhaber Heinz Schuhmacher lässt es sich nicht nehmen, Termine wahrzunehmen. Der gelernte Krankenpfleger ist zudem Lehrer für Pflegeberufe und bildet schon seit Jahren erfolgreich Nachwuchskräfte aus. So haben junge Frauen und Männer die Chance, in den Job hineinzuwachsen. „Beide Seiten haben die Chance, sich aneinander zu gewöhnen. Oftmals gehen wir dann nach der Ausbildung auch einen gemeinsamen Weg“, berichtet Schuhmacher, der in den zurückliegenden Wochen sein bestehendes Büro von 120 Quadratmetern um weitere 140 Quadratmeter erweitert hat.
„Unsere Mitarbeiter finden nun einen modernen Aufenthaltsraum vor, in dem wir uns täglich besprechen.“ Dieser wird dazu genutzt, sich über neue Patienten, Änderungen in der medikamentösen Einstellung oder einfach nur über Alltäglichkeiten auszutauschen. „Oftmals sind die Parkplatz-Situationen bei den Kunden vor Ort oder Straßensperrungen in Oberhausen das einzig nervenaufreibende“, so Andrea Berger. Oder doch nicht? „Heute morgen habe ich Kaffee verschüttet!“, schüttelt die HKS-Mitarbeiterin den Kopf. Eben doch ein ganz normaler Montag. 

von Jens Knetsch

Autor:

Jörg Vorholt aus Oberhausen

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