"TEAM HABE" ENTDECKT.....
LOST PLACE (NR. 4)

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Lost Places sind spannend, abenteuerlich, aufregend und auch magisch.
Doch der verlassene Ort, den das "Team HaBe" nun besuchte, hatte auch etwas bedrückendes: ein Altenheim.

An einer Tür prangt ein Graffitischriftzug "NICHT MIT MIR". Diese drei Worte gehen dem "Team HaBe" heute nicht mehr aus dem Kopf. Immer wieder schleichen sie sich mit den daraus resultierenden Überlegungen und Phantasien in ihre Gedanken, ja sogar in ihre Stimmung.

"Nicht mit mir." Die wenigsten Menschen möchten ihren Lebensabend später in einem Altenheim verbringen. Dieses Wort alleine schon birgt bei dem ein oder anderen viele negative Asoziationen: Aufgabe der gewohnten vier Wände und seiner Selbständigkeit, Gefühl von Abgeschoben werden und Isolation,... . Kein einfaches Thema. Ich möchte auch auf keinen Fall Altenheime schlecht reden. Es ist ein bewegendes und zudem oftmals trauriges Thema.
Schieben wir diese Gedanken nun wieder beiseite und begeben uns auf die Reise durch diesen Lost Place.

Direkt zu Beginn sehen die Beiden vom "Team HaBe" das in einigen Räumen und Fluren noch Licht brennt. Das hat schon etwas schauderhaftes, wenn man in ein leerstehendes, nicht mehr genutztes Gebäude kommt und dort das Licht an ist. Es ist ein wenig so, als ob es noch in Betrieb wäre.
Wahrscheinlich haben andere "Besucher"  das Licht bei ihren Besichtigungen nicht wieder ausgemacht.

Es gibt dort lange Flure, von denen viele Räume abgehen. Etliche Türen stehen auf, einige sind zu, aber kaum eine Tür ist abgeschlossen.
Die Flure haben verschiedenfarbige Streifen an der Wand. Wahrscheinlich sind so früher die Wohnbereiche gekennzeichnet worden.

Das "Team HaBe" erinnern die Flure optisch an ein Krankenhaus; auch durch die Betten, die immer mal wieder einsam im Flur rum stehen. Diesen Anblick hat man in Krankenhäusern ja leider auch zwischendurch.
Doch die Betten hier haben nicht dieses typische krankenhausgrau, sondern sind in einem Braunton gehalten.

Die beiden Urbexer kommen noch einmal auf die "Besucher" zu sprechen. Damit meinen sie nicht die typischen Urban Explorer, sondern diejenigen, die hier her kommen, um einen Schlafplatz zu finden. Aber auch die, die hier abhängen und ihren Müll, ihre Schmierereien und die Überreste ihrer Zerstörungswut hinterlassen. Kein schöner Anblick. So ein Verhalten bleibt dem "Team HaBe" immer wieder unverständlich.

Das "Team HaBe" versteht sowieso nicht, warum so viele "Überbleibsel" bei der Schließung einfach hier zurück geblieben sind. Hätte man die Möbel, wie z.B. die Betten nicht an andere Altenheime oder bedürftige Menschen spenden können?

Wie schon geschrieben, stehen die Betten nicht mehr nur in den Zimmern, sondern auch in den Fluren verteilt. Es sieht so aus, als ob Wege oder Räume damit versperrt worden sind, damit dort nicht jeder rein gelangt. Vielleicht eine Art Schutz und Sicherheit der Obdachlosen, die sich hier her zurück ziehen.
Wobei es auch bestimmt ein paar jugendliche "Besucher" gibt, die es toll finden, sich mit den Betten quer durch das Altenheim zu schieben.

Warum wurde das Gebäude nicht komplett leer geräumt? In einem Raum finden die Urbexer unzählige Schlüssel und einen Drucker, der noch im Karton verpackt ist.

Im Untergeschoss entdeckt das "Team HaBe" eine kleine Kapelle. Auch hier wurde so einiges zurück gelassen: zwei Heimorgeln und sogar das Behältnis mit dem eingeworfenen Kerzengeld stehen verlassen im Raum. Hier ein paar Eindrücke davon:

Es ist schlimm, wenn solche "Werte" hier verwahrlosen oder zerstört werden.

Viele der Zimmer wirkten sehr klein. Wenn hier ein Bett und ein Schrank drin stehen, ist der Raum so gut wie ausgefüllt.

Oft befand sich zwischen zwei Zimmern ein Badezimmer, was von jedem der beiden Zimmer durch eine Tür begehbar ist. Vermutlich haben sich immer zwei Bewohner ein Badezimmer geteilt. Vielleicht entsprach das Altenheim so auch nicht mehr den Standards und Richtlinien und wurde deshalb geschlossen. Hoffentlich haben die Bewohner in einer anderen Einrichtung ein neues Zuhause gefunden, in dem sie sich (auch) wohl fühlen können.

Hier noch einige Fotos, die das "Team HaBe" vor Ort gemacht hat:

Zum Abschluss noch eine Spielerei mit dem Licht. Es zeigt das gleiche Motiv; mal heller und mal dunkler. Ich finde ja, dass beide Bilder unterschiedlich wirken, aber beide wirken!

Diesen Lost Place Bericht möchte ich mit einem Zitat beenden:
"Es kommt nicht drauf an, wie alt man wird, sondern wie man alt wird." (Werner Mitsch)

*Alle Fotos stammen vom "Team HaBe"

Die letzte Lost Place Geschichte vom "Team HaBe" gibt es hier; einfach anklicken:

"Team HaBe" und das Schloss 

Autor:

Nina Benninghoff aus Oberhausen

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