Reisebericht Mauritius
Mauritius, die Perle im Indischen Ozean

Sonnenuntergang am Hotelstrand
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Heute möchte ich den geneigten Leser auf eine Tour durch die Insel Mauritius mitnehmen. Die Reise haben wir 2007 gemacht.

Auf Mauritius hatten wir im Südosten ein Hotel in Trou d’eau Douce mit All inclusive gebucht. Alleine wegen der Getränke hat es sich schon gelohnt, da diese sonst nicht gerade billig sind. Ein Cocktail kostete 7 Euro, das Glas Bier 2 Euro und ein Remy Martin 12 Euro, der ist aber auch bei AI zu bezahlen.

Am Hotelstrand

Der Hotelstrand war von Seegras, abgestorbenen Korallenstücken und Muschelschalen übersät. Zum Baden haben wir daher den kostenlosen Boot-Shuttle vom Hotel zur beliebten Badeinsel Ile aux Cerf genutzt. An der Anlegestelle ist es dort allerdings sehr bevölkert und man sollte einige Minuten nach links gehen um ein einsames Plätzchen zu suchen.
Die Abendunterhaltung wurde von lokalen Musikgruppen gestaltet, die unterschiedlich gut waren. Aber so ist das nun mal mit dem Musikgeschmack.
Der Ort Trou d’eau Douce war nur wenige Gehminuten vom Hotel entfernt, hatte aber nur wenig zu bieten. Wir haben aber gehört, daß dort wohl ein großes Einkaufszentrum gebaut werden sollte. Das Wetter war in den ersten Tagen sehr stürmisch, aber meistens trocken. Danach hatten wir eine Woche sehr schönes und warmes Wetter bevor es in den letzten zwei Tagen wieder stürmisch wurde.

Auf der Ile aux Cerf

Wir haben vier Ausflüge bei der örtlichen Reiseleitung gebucht, die ich nun vorstellen möchte.

Wir haben den Ausflug Present & Past mitgemacht. Der Ausflug führte uns in den Norden der Insel.
Zunächst machten wir bei einer katholischen Kirche in Pampelmousses halt. Danach besuchten wir den Botanischen Garten dort. Hier gibt es über 600 verschiedene Pflanzen. Diese werden, ähnlich dem botanischen Garten in Kandy auf Sri Lanka, auch von den ausländischen Staatsgästen mitgebracht.

Im botanischen Garten von Pampelmousses

Anschließend fuhren wir zum Zuckermuseum in der Nähe.

Am Zuckermuseum von Pampelmousses

Zum Schluß ging es nach Port Louis. Hier hielten wir an der alten Zitadelle für ein paar Fotos. Danach ging es dann zur Caudan Waterfront. Hierbei handelt es sich um ein Einkaufszentrum. Wir hatten dort etwa drei Stunden Zeit uns umzuschauen und Einkäufe zu machen. Das ebenfalls dort untergebrachte Blue Penny Museum haben wir auch besucht. Hier kann man u. a. die originale Blaue Mauritius bewundern.

Blick auf die Hauptstadt Port Louis

Dann machten wir den Ausflug Roots. Wir wurden zunächst nach Mahébourg gebracht, von wo wir mit einem Boot zur Ile aux Aigrettes übersetzten. Auf dieser Insel hat der Mauritian Wildelife Fund alle nicht endemischen Pflanzen und Tiere entfernt und versucht so, das Aussterben von einigen bedrohten Tier- und Pflanzenarten zu verhindern.

Mauritius-Riesenschildkröte auf der Ile aux Aigrettes
  • Mauritius-Riesenschildkröte auf der Ile aux Aigrettes
  • hochgeladen von Alfred Müller

Wir fuhren dann nach St. Aubin, wo wir eine Keksfabrik besichtigten. Das Mehl wird aus Maniok gewonnen und dann nur noch mit Geschmacksstoffen versehen auf eine heisse Fläche gelegt. Bei der abschliessenden Kostprobe konnten wir alle Sorten probieren. Es hat sehr gut geschmeckt.

In der Keksfabrik in St. Aubin

Abschließend haben wir dann noch den Crocodile Park besucht. Außer einigen Krokodilen kann man dort viele Mauritius-Riesenschildkröten sehen. Weiter gibt es noch ein Gehege mit Makaken, Flughunde und auch einige Chamäleons. Ein Besuch ist auf jeden Fall lohnenswert.

Chamäleon im Crocodile Park

Der schönste, aber auch anstrengendste, Ausflug war die Nature-Tour. Es sollte eine 2-stündige Wanderung durch den Black River Georges National Park werden. Es wurden dann aber rund 4 Stunden und alle hatten hinterher völlig verdreckte Schuhe und Hosen. Aber die Mühe hat sich gelohnt. Es war eine wunderschöne Wanderung. Teilweise war der Weg so steil, dass man Seile gespannt hatte, an denen man sich festhalten musste. Einmal mussten wir auch unsere Schuhe ausziehen und einen Bach überqueren.

Unterwegs im im Black River Georges National Park
  • Unterwegs im im Black River Georges National Park
  • hochgeladen von Alfred Müller

Unser Guide Berty, der Beste den wir hatten, hat uns auf der Wanderung viele Pflanzen und einige Tiere gezeigt. Hier sahen wir die Pink Pidgeon, die hier von Forschern beobachtet werden, da sie fast ausgestorben waren. Es gab vor etlichen Jahren nur noch ca. 20 Vögel, inzwischen ist die Population aber schon wieder auf einige Hundert angewachsen.

Pink Pidgeon im im Black River Georges National Park
  • Pink Pidgeon im im Black River Georges National Park
  • hochgeladen von Alfred Müller

Nach der Wanderung stärkten wir uns mit einem Mittagessen in der Exil-Lodge. Es hat sehr gut geschmeckt. Es gab trockenes Rinder-Curry. Anschließend fuhren wir zunächst zu einer Anthurienfarm und dann zum Rochester Falls. Es ist zwar nur ein kleiner, aber dafür wunderschöner Wasserfall, der sich da über die Kante erloschener Lava ergiesst.

Rochester Falls

Unsere letzte Tour hatte den Namen Colours. Sie führte uns wieder in den Süd-Westen der Insel. Der erste Stop war an einem Vulkankrater. Danach fuhren wir zu einer Teeplantage mit einer anschliessenden Teeverkostung.

Erloschener Vulkan

Danach besuchten wir einen Hindutempel, der an einem See im Nationalpark liegt.

Am Hindu-Tempel

Weiter ging es nach Chamarel zu den Terres des Sept Couleurs. Hier gibt es zunächst einen sehr schönen Wasserfall, der in eine unzugängliche Schlucht hinab stürzt und dann kommt die eigentliche Attraktion. Auf einer Fläche von etwa einem Hektar erstrecken sich einige Bodenwellen, die je nach Tageszeit und Sonneneinstrahlung in unterschiedlichen Farben leuchten. Es ist ein sehr schöner Anblick.

Terres des Sept Couleurs

Donnerstags gab es im Hotel immer eine Sega-Show. Sega ist ein Tanzmusikstil, der aus der traditionellen Volksmusik von Mauritius hervor gegangen ist.

Sega

Eine Reiseleiterin erklärte uns, dass er hauptsächlich mit den Hüften getanzt wird, da er ursprünglich von den gefesselten Sklaven getanzt wurde und diese hatten daher kaum andere Möglichkeiten. Die traditionelle Musik wird mit Handtrommel, Triangel, Sandbrett und der Bongo gespielt. Die moderneren Varianten werden aber auch von ganz normalen Bands mit E-Gitarre, Bass, Keyboard und Drums gespielt.

Autor:

Alfred Müller aus Oberhausen

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