RWO Team12
Das ist die torgefährlichste Fußballmannschaft Deutschlands

Michel Hilgert, Tim Meiers, Maurice Sobiech und Dennis Hundscheidt (v. l. n. r.) sind wichtige Bestandteile der Erfolgsgeschichte vom RWO Team12.
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181 Tore in 20 Spielen - das ist die beeindruckende Bilanz vom RWO Team12. Dabei gab es lediglich 15 Gegentreffer. Nun steht die im Sommer 2018 gegründete Fanmannschaft dicht vor dem direkten Aufstieg in die Kreisliga B.

Zwei Jahre hat es gedauert, bis RWO wieder eine 2. Mannschaft in den Spielbetrieb schickt. Doch eine solche ist die Mannschaft von Cheftrainer Sebastian Saß nur in den Statuten des Verbandes. "Unser Konzept ist ein anderes. Wir wollen keine 2. Mannschaft sein", stellt der sportliche Leiter Thorsten Binder im Gespräch mit unserer Redaktion klar.

50 Prozent kommen aus der Kurve

Das Besondere am Team12 ist, dass die Truppe zu 50 Prozent aus Spielern aus dem Kreis besteht und zu 50 Prozent aus Leuten aus der aktiven Fanszene. "Dieses Gleichgewicht wollen wir auch halten", sagt Binder. Wie schwierig das ist, hat auch der sportliche Leiter zu spüren bekommen. "Als wir nach der Gründung den Aufruf zur Spielersuche gemacht haben, kamen 60 Jungs zum Probetraining. Obwohl manche Spieler sportlich besser waren, mussten wir diesen absagen, weil wir die 50/50 Quote halten wollten." Der finale Kader, mit dem der Verein von 60 möglichen Punkten 58 holte, besteht aus 27 Akteuren.

Planungen für kommende Saison abgeschlossen

Auch die Planungen für die kommende Spielzeit sind bereits komplett abgeschlossen. "Bei uns braucht sich niemand mehr zu melden", stellt Binder klar.
Doch wie kam die Idee einer solchen Mannschaft überhaupt zustande? "Die Idee kam Ende 2017. Damals sind Jungs aus der aktiven Fanszene auf uns zugekommen. Da auch wir vom Verein die Idee schon vorher hatten, passte das 1:1." Im anschließenden halben Jahr wurde sich bei RWO mehrfach die Woche zusammen gesetzt, um ein Konzept für eine solche Fanmannschaft zu erarbeiten. "Zuerst einmal mussten wir klären, wer wir sein wollen: Eine Thekenmannschaft, oder eine Mannschaft mit sportlichen Ambitionen?"

Mannschaft soll keine Thekentruppe sein

Die Beantwortung der Frage war allerdings schnell geklärt. "Sowohl wir vom Verein, als auch die Jungs aus der Fanszene wollten eine ambitionierte Mannschaft stellen, die in der Kreisliga C eine gute Rolle spielen soll." Als Vorbild nahm sich RWO Lok Leipzig und die Stuttgarter Kickers, die beide seit Jahren schon eine solche Mannschaft haben. Wichtig war Binder vor allem eines: "Wir wollten eine Verzahnung im Oberhausener Amateursport." 
Diese scheint gelungen zu sein, denn RWO bekommt immer mehr Lob für das Team12. Kein Wunder, schließlich ist es die torgefährlichste Seniorenmannschaft Deutschlands.

Meisterschaftskampf trotzdem spannend

Die Meisterschaft ist dennoch nicht sicher. Mit 60 Punkten, aber einem Spiel mehr auf dem Buckel, übt BV Osterfeld III weiterhin Druck aus. "Nach dem bisherigen Saisonverlauf sind unsere Ziele jetzt schon klar formuliert." Der Aufstieg mit Meisterschaft soll es sein. Um auch in Zukunft erfolgreich zu sein, wird beim Team12 weiter professionell gearbeitet. "Wir trainieren zwei bis dreimal in der Woche. Das ist für ein Kreisliga C Team schon ungewöhnlich." Für den Erfolg macht Thorsten Binder aber vor allem den Teamgeist verantwortlich. "Obwohl die Jungs sich vorher nicht kannten, ist ein super Zusammenhalt entstanden." Darauf lässt sich in Zukunft bei RWO aufbauen.

Spieler erhalten keine Prämien

Geld gibt es übrigens nicht. "Bei uns bekommt keiner auch nur eine Mücke. Das wird Jedem aber vorher auch gesagt. Wenn Jemand etwas fordert, können wir ihn nicht nehmen, da wir den Hauptverein mit der ersten Mannschaft finanziell nicht belasten wollen."

Michel Hilgert, Tim Meiers, Maurice Sobiech und Dennis Hundscheidt (v. l. n. r.) sind wichtige Bestandteile der Erfolgsgeschichte vom RWO Team12.
Trainer Sebastian Saß, der zuvor im Jugendbereich von Glück-Auf Sterkrade tätig war, kann das Spiel seiner Mannschaft entspannt anschauen. Von 60 möglichen Punkten, hat die Truppe 58 geholt.

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