226 lange km auf Texel
Nordtriathlet Ortmann meistert die Langdistanz

Pokal, Medaille und Blumen. Fast wie auf Hawaii.
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  • Pokal, Medaille und Blumen. Fast wie auf Hawaii.
  • Foto: Olaf Ortmann
  • hochgeladen von Dirk Adolphs

Beim letzten Mal berichteten die Nordtriathleten über Trainingsalternativen in virtuellen Welten. Seitdem gibt es immer noch kein aktives Wettkampfgeschehen im Verantwortungsbereich des NRWTV. Das man seine Ziele trotzdem eindrucksvoll erreichen kann, bewies Nordtriathlet Olaf Ortmann bei seinem längsten Tag des Jahres 2020.

Eigentlich kennt man den Namen Ortmann eher aus dem Ultralauf-Umfeld. Für 2020 plante der Nordler allerdings sehr früh die Teilnahme am Ironman Frankfurt. Wie so viele Veranstaltungen in Deutschland fiel aber auch dieses Event der Corona Pandemie zum Opfer. Was tun? Das Rennrad war gekauft, das Kraulschwimmen erlernt. Viele Trainingskilometer steckten in den Beinen, alles für das große Ziel Langdistanz.

„You are an Ironman!“ Diese legendären Worte wollte sich der ehrgeizige Athlet nicht entgehen lassen. Aber auch die avisierte Alternative in Hamburg wurde durch den Veranstalter abgesagt.
Aufgeben war allerdings von Anfang an keine Option, sodass schnell die Idee des selbstorganisierten Triathlons aufkam. Der Familienurlaub auf der gut bekannten Insel Texel sollte das perfekte Umfeld für die erste Langdistanz darstellen. Freundliche und entspannte Insulaner, wenig Autos und keine Berge. Gesagt, getan!

Am Donnerstag, den 30.07.2020 war es dann soweit. Die organisatorischen Absprachen mit dem Schwimmbad waren schnell getroffen, sodass auch eine längere Nutzung der Bahnen erlaubt wurde.
Nicht nur die eigene Familie, sondern auch zahlreiche Frühschwimmer und Spaziergänger halfen Ortmann über die 3,86km lange Schwimmstrecke hinweg. Auch die durch einen Mountainbikesturz in Mitleidenschaft gezogene Schulter stellte ihn dabei vor keine großen Probleme.

Die ersten Radkilometer absolvierte Ortmann euphorisiert in einem viel zu hohem Tempo, sodass erst die Gesäßmuskulatur zu einer konservativen Herangehensweise mahnte.
Der anschließende Marathon war dann eine gewohnte Übung für den lauf-erfahrenen Nordler. Oder etwa doch nicht? Schnell musste Ortmann merken, dass ein Marathon nach einer fordernden Vorbelastung eine ganz andere Übung darstellt. Tempo reduzieren, auf die eigenen Stärken besinnen und bloß nicht stehen bleiben. Auch ein nervöser Magen und die fortlaufende Zeit konnte ihn am Ende nicht stoppen.

Als dann auch noch Sohn und Neffe auf Fahrrädern zur Laufbegleitung parat standen, liefen die letzten Kilometer plötzlich wieder wie geschmiert. Mit hohem Tempo ging es auf die imaginäre Zielgerade und tatsächlich am improvisierten Zielbogen vorbei. Im zweiten Versuch und nach insgesamt 13 Stunden und 20 Minuten war es dann geschafft. „Olaf, you are an Ironman!“. Der selbstgestalte Finisherpokal war der verdiente Lohn für eine tolle Leistung.
Zahlreiche Freunde, Familienmitglieder und Vereinskollegen freuten sich in der eigens organisierten WhatsApp-Gruppe mit dem Self-Made Ironman Olaf Ortmann.

Spaß bei den Solo-Läufen

Auch zahlreiche andere Nordtriathleten sind aktuell bei zahlreichen Solo-Run Veranstaltungen unterwegs. Den Anfang machte Oliver Schillinger. 5km in flotten 18:56 Minuten war die Belohnung für viele Intervalleinheiten im heimischen Stadion Sterkrade. Das Projekt 10km unter 40 Minuten beendete Niklas Kuschewski in 39:22 Minuten. Auch Jens Oliver Meier (43:39 Minuten) und Patrick Kodjayan (42:48 Minuten) überzeugten mit schnellen Laufzeiten.
Die angedachte „Vereinsmeisterschaft“ über die Mittel- und Langdistanz im kommenden September findet jedoch nicht wie geplant statt. Durch die Corona Auflagen im italienischen Cervia, ist an eine zeitgemäße Ausrichtung leider nicht mehr zu denken.

Autor:

Dirk Adolphs aus Oberhausen

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