Kleeblätter können Aufstieg wohl abhaken
RWO nur 1:1 gegen Aachen

RWO kommt zuhause nicht über ein 1:1 (1:0) gegen Alemannia Aachen hinaus und verliert immer mehr den Anschluss an den SC Verl. Die 3.108 Zuschauer im Stadion Niederrhein honorierten die Leistung der Kleeblätter trotzdem mit Beifall.
  • RWO kommt zuhause nicht über ein 1:1 (1:0) gegen Alemannia Aachen hinaus und verliert immer mehr den Anschluss an den SC Verl. Die 3.108 Zuschauer im Stadion Niederrhein honorierten die Leistung der Kleeblätter trotzdem mit Beifall.
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Rot-Weiß Oberhausen kam im Topspiel des 28. Spieltags der Regionalliga West nicht über ein Unentschieden hinaus. Gegen den Tabellensechsten Alemannia Aachen setzte es vor 3.108 Zuschauern im Stadion Niederrhein ein 1:1 (1:0). Damit verabschiedet sich die von Mike Terranova trainierte Mannschaft wohl langsam aus dem Aufstiegskampf.

Aachen-Trainer Fuat Kilic äußerte sich bereits im Vorfeld der Partie zum spannenden Aufstiegskampf in der Weststaffel der Regionalliga. Der im Sommer scheidende Trainer (Ziel noch unbekannt) glaubt, dass der SC Verl das Rennen am Ende machen wird. Nach dem Unentschieden von RWO wird dieses Szenario immer wahrscheinlicher, auch wenn Oberhausens Dauerkonkurrent Rot-Weiss Essen auch noch in der Spitzengruppe mitmischt.

RWO will Zeichen nach Pokal-Aus setzen

Die Worte Kilics wollten die Kleeblätter nicht auf sich sitzen lassen und so begann RWO nach dem peinlichen Niederrheinpokal-Aus unter der Woche bei Oberligist Bocholt (1:2) entsprechend aggressiv und erzwang bereits in der sechsten Minute die erste Verwanung bei den Gästen. Nachdem RWO-Stürmer Cihan Özkara sich auf der linken Außenbahn stark durchsetzte, hatte Aachens Matti Fiedler keine andere Chance, als diesen zu legen.

Aachen mit erster Chance der Partie

Die erste Torchance der Partie hatten dann aber die Gäste aus Aachen. Nach einer Flanke aus dem rechten Halbfeld kam Alemannia-Stürmer Sebastian Schmitt  aus fünf Metern Torentfernung relativ unbedrängt zum Kopfball. Glück für die Kleeblätter, dass der Aachener genau auf RWO-Torwart Daniel Davari köpfte, der die Situation entschärfte."In dieser Situation hat uns Davari im Spiel gehalten. Das war sehr wichtig", sagte RWO-Trainer Mike Terranova nach der Partie

Fankritik auch im Stadion Niederrhein

In der Folge kam es auch im Stadion Niederrhein zu Fankritik. Diese richtete sich allerdings nicht, wie in vielen Bundesligastadien, gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp, sondern direkt gegen den Deutschen Fußballlbund (DFB). Schiedsrichter Alexander Busse unterbrach die Partie allerdings nicht. Der DFB hatte unter der Woche angekündigt, keine Spiele mehr für Fankritik zu unterbrechen, die sich gegen Institutionen richten.

Oberhausen immer stärker

Somit konnte im Stadion Niederrhein weiter Fußball gespielt werden. Und RWO wurde immer stärker. 
In der 20. Minute schickte Shaibou Oubejapwa RWO-Stürmer Phillipp Gödde, der genau die richtige Entscheidung traf und den Ball über Aachen-Torwart Ricco Cymer lupfte. Kurz vor der Linie konnte Kapitän Peter Hackenberg jedoch in  höchster Not retten.
Nur drei Minuten später wurde  Gödde erneut steil geschickt, doch Aachens Torwart Cymer war wieder zur Stelle und klärte den Ball gut 20 Meter vor dem eigenen Tor. "Wir hatten viele Ball-Stafetten und gute Umschaltmomente", resümierte Terranova.

Gödde mit der RWO-Führung

In der Folge wollte es RWO dann wissen. Erst scheiterte Bastian Müller noch mit seinem Schuss in der 27. Minute, fünf Minuten später besorgte Gödde dann die verdiente RWO-Führung. Nach einem feinen Müller-Pass in die Schnittstelle, servierte Philipp Eggersglüß den Ball flach in Richtung Elfmeterpunkt. Von dort brauchte Gödde zum Jubel der RWO-Fans nur noch einschieben. 
Die Aachener dagegen enttäuschten über weite Strecken und so ging es mit dem 1:0 der Oberhausener in die Halbzeit. "Wir hatten in der ersten Halbzeit nicht den erhofften Zugriff und sind nur hinterher gelaufen", ärgerte sich Aachens Trainer Fuat Kilic.

Bruder von Premier League Spieler eingewechselt

Um das zu ändern wechselte die Alemannia zur Pause gleich doppelt. So wurde Sebastian Schmitt durch Marco Müller und Florian David Rüter durch Jonathan Benteke, Bruder des ehemaligen Liverpool-Stürmers und belgischem Nationalspieler Christian Benteke, ersetzt. "Mir hat die Körpersprache meiner Mannschaft im ersten Durchgang nicht gefallen, Da war zuviel Frust dabei", so Kilic.
Die beiden Wechsel sollten bei den Aachenern, die viel wacher aus der Kabine zurückkehrten, aber neue Kräfte freisetzen. In der 53. Minute fehlten Aachen-Stürmer Vincent Bösen nur Zentimeter zum Ausgleich. Eine Minute später reagierte Davari bei Boesens Kopfball aus kürzester Distanz überragend und lenkte den Ball zur Ecke über das Tor. "Aachen ist immer gefährlich bei Standards", wusste Terranova - seine Spieler offensichtlich nicht.

Aachen gleicht aus

Obwohl Boesen innerhalb von zwei Minuten mehrfach gezeigt hat, wie gefährlich er vor dem generischen Tor sein kann, fühlte sich bei der anschließenden Ecke kein Oberhausener für den Stürmer zuständig und so konnte dieser zum glücklichen 1:1 einschieben. "Die Wechsel haben uns gut getan. Wir waren danach die Spiel bestimmende Mannschaft", freute sich Kilic.
Der Ausgleich sorgte bei den Gästen für neuen Mut und so entwickelte sich eine Drangphase. Der Jubel über die 2:1-Führung der Gäste wehrte aber nur kurz,  Asssistent Torsten Schwerdtfeger hatte eine Abseitsposition bei Torschütze Benteke erkannt. Somit blieb es beim 1:1, das sich die Aachener immer mehr verdienten. "Schade, dass wir in der ersten Halbzeit nicht nachgelegt haben. Aachen kam dann gut raus. Das Tor ist ärgerlich", so der Oberhausener Trainer.

Stenzel ersetzt Scheelen

Terranova musste reagieren und tat das auch. Für den wenige Sekunden zuvor verwarnten Alexander Scheelen, brachte der 43 Jährige den offensiveren Vincent Stenzel in die Partie.

Kleeblätter wieder präsenter

Nach dem Wechsel war dann auch wieder mehr von den Kleeblättern  zu sehen. Einen Konter über Christian März spielten die Oberhausener aber in Person von Shaibou Oubejapwa schlecht zu Ende (72.). Da war deutlich mehr drin für die Hausherren.
Durch die Chance wurden die Oberhausener wieder deutlich aktiver und suchten den Zug zum gegnerischen Tor.

Schlussoffensive mit neuen Stürmern

Um noch einmal einen neuen Impuls zu setzen, brachte Terranova für Özkara, Giuseppe Pisano und für Oubeyapwa Raphael Steinmetz in die Partie. Doch auch sie konnten dem Spiel nicht den entscheidenen Punch verleihen und so blieb es beim 1:1 (1:0) zwischen Rot-Weiß Oberhausen und Alemannia Aachen. Damit dürften die Aufstiegsträume der Kleeblätter wohl verpufft sein, auch wenn RWO-Trainer Mike Terranova das nicht wahrhaben will. "Ich glaube, dass Verl noch patzen wird und dann müssen wir da sein. Auch wir können es schaffen, eine Serie zu starten." 
Auf die Leistung können die Oberhausener jedenfalls aufbauen, auch wenn das Ergebnis am Ende für alle Beteiligten enttäuschend ist. "Ich denke wir haben ein gutes, hart umkämpftes Regionalliga-Spiel gesehen. Es gab Möglichkeiten auf beiden Seiten, weshalb das Ergebnis in Ordnung ist. Mit dem Spiel bin ich daher zufrieden, das 1:1 ist aber viel zu wenig", so Terranova abschließend.

Nächstes Heimspiel gegen U23 von Borussia Dortmund

Mit dem nächsten Heimspiel geht es für die Kleeblätter am Sonntag, 22. März, gegen die U23 von Borussia Dortmund weiter. Dann kommt es auch zum Wiedersehen mit dem Ex-Oberhausener Mike Tullberg, der heute Trainer beim BVB ist. Nächste Woche Sonntag, 15. März, gastieren die Kleeblätter im Wattenscheider Lohrheidestadion. Gegner dort ist der abstiegsbedrohte TuS Haltern.

Autor:

Christian Schaffeld aus Oberhausen

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